Bio-Limonade als gesunde Erfrischung

Ob Erdbeer, Apfel oder Preiselbeer - kreieren Sie verschiedene Limonaden und bringen Sie so Abwechslung in den Altag.

Ob Erdbeer, Apfel oder Preiselbeer - kreieren Sie verschiedene Limonaden und bringen Sie so Abwechslung in den Altag! Foto: Alena Dvorakova, IStock, Thinkstock

Fruchtig, süss und sprudelig. So kennt man Limonaden seit Kindesbeinen an. Schauen Sie jedoch auf die Inhaltsstoffe, dann sind es letzlich nur gezuckerte und aromatisierte Erfrischungsgetränke. Ein Liter enthält rund 25 Würfel Zucker. Light Limonaden enthalten zwar weniger Zucker, sind aber nicht frei von Kalorien. Die erlaubte Höchstmenge beträgt 200 Kalorien pro Liter. Die Schweizerische Gesellschaft für Ernährung (SGE) bemerkt, dass sich die Verbraucher an diese Süsse gewöhnen und dadurch mehr gezuckerte Lebensmittel in den Essensplan aufnehmen. Eine zu hohe Menge an Zuckeraustauschstoffen kann auch zu Verdauungsproblemen führen. Deshalb empfiehlt die SGE, nicht mehr als einen halben Liter Light-Getränke am Tag zu konsumieren.

K-Tipp untersuchte zudem verschiedene Limonaden auf Farbstoffe. Das Kantonslabors Basel-Stadt und Aargau fand in einer Limonade zwei nicht zugelassene Stoffe. Weiterhin enthielten 18 Produkte Farbstoffe, die überhaupt nicht oder nur ungenügend ausgewiesen waren. Das Schlimme daran ist, diese Stoffe stehen in Verdacht, die Aufmerksamkeit von Kindern stark zu beeinträchtigen.

Bio-Limonade: Der gesunde Frischekick im Sommer

Bio-Limonaden enthalten in der Regel weniger Zucker und werden teils sogar mit Wasser und Malz gebraut. Künstliche Aromen, Zuckeraustausch- und Süssstoffe, Konservierungsmittel und Phosphate gehören in keine Bio-Limonade. Diese Sommergetränke bestehen jedoch hauptsächlich aus Wasser und nur zu einem geringen Teil aus Bio-Zutaten wie Honig und Saft. Lychee, Pfirsich oder Zitrone – trotz wohlklingender Geschmacksrichtungen enthalten diese Sorten normalerweise mehr Zucker und weniger echte Bio-Früchte als man vom Namen her erwarten würde. Das sah sich Foodwatch genauer an. Die Organisation kritisierte 2009 den Etikettenschwindel der Bio-Limonade «Beo». Nach Foodwatch-Angaben waren tatsächlich nur 5,5 Prozent «Bio» enthalten: Zucker und Gerstenmalzextrakt. Echte Früchte fand man nicht.  Der Geschmack kam lediglich von Aromen und Zusatzstoffen. Deshalb lohnt sich immer ein Blick auf das Warenetikett, bevor Sie eine Bio-Limonade kaufen.

Ökotest (2008) stellte fest, dass die Hälfte der getesteten Bio-Limonaden «sehr gut» bis «gut» sind. Die andere Hälfte enthält jedoch eine hohe Menge an Zucker, die mit herkömmlicher Brause vergleichbar ist. Einige Beispiele aus der Schweiz: Chaya, Bionade

Rezept: Bio-Limonade selber machen

Zitronenlimonade: Man erhitzt einen halben Liter Wasser mit 250 Gramm Bio-Zucker in einer Pfanne. Nachdem sich der Zucker aufgelöst hat, lässt man die Flüssigkeit abkühlen. Dann fügt man drei Esslöffel eriebene Zitronenschalen und einen Viertel Liter frischen Zitronensaft und etwa 1,5 Liter Wasser hinzu. Damit die Bio-Limonade nicht bitter wird, wird alles mit eine Prise Salz vermischt. Nach zwei Stunden filtert man die Limo durch ein Sieb und stellt diese in den Kühlschrank. Rezeptidee: Greenpeace

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Wie halten Sie sich im Sommer über Wasser? Verraten Sie uns, Ihre Lieblingsrezepte und Getränke!

 

Quellen: SGE, Umweltberatung.at, Greenpeace.at, Ökotest (2008/11, 2010/11, 2010/08), Stiftung Warentest (2009/08), K-Tipp (2004/12, 2011/10), teehaus-bachfischer.de, Foodwatch, Verbraucherzentrale Bayern, TK

Text: Kerstin Borowiak