Endlich gibt es wieder Erdbeeren von Schweizer Feldern

Jetzt wandern die roten Früchte wieder frisch vom Feld in die Läden. Hier lesen Sie, warum die Beeren gesund sind und was daran in Bio-Qualität besser ist.

Endlich gibt es wieder Erdbeeren von Schweizer Feldern
Foto: © gilaxia / iStock / Getty Images Plus
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Zwar deckt die inländische Produktion nur einen Drittel unseres gesamten Konsums ab, dennoch sollten Sie wann immer möglich zu den Schweizer Beeren greifen.

Schweizer Erdbeeren sind süsser und frischer

Die Erdbeeren aus dem Ausland werden noch fast farblos gepflückt, damit sie auf dem langen Weg in die Schweiz nachreifen können. Dadurch erlangen sie jedoch nie die köstliche Süsse, wie wir es von frischen heimischen Erdbeeren gewohnt sind.

 

Nicht selten werden die importierten Erdbeeren zudem mit ungesunden Pestiziden behandelt. Und auch die Arbeitsbedingungen auf vielen Plantagen im Ausland sind alles andere als fair, wie kürzlich Medien berichteten. So zeigte eine Reportage bei BuzzFeedNews und Correctiv etwa, wie schlecht bezahlt und menschenunwürdig behandelt viele Frauen bei der Erdbeer-Ernte in Spanien, Marokko und Italien werden.

Aber selbst in der Schweiz lohnt es sich, für die besten Erdbeeren genauer hinzuschauen.

Auch heimische Erdbeeren haben Unterschiede

Besonders nachhaltig und lecker sind Schweizer Erdbeeren in der Regel nur in Bio-Qualität. Diese sind im Freien gewachsen und gereift. Durch die Sonneneinstrahlung konnten sie mehr Vitamine bilden als andere Früchte, die in Treibhäusern oder auf so genannten Hors-Sol-Kulturen gewachsen sind.

Hors Sol: Wenn die Pflanzen nicht in der Erde wachsen

Bei Hors-Sol-Kulturen werden Früchte und Gemüse nicht auf einem normalen Boden, sondern in Steinwolle oder Kokosfasern gezogen. So kann die Pflanze mit Wasser und genau definierten Nährstoffen versorgt werden.

Endlich gibt es wieder Erdbeeren von Schweizer Feldern

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Mit dieser Technik brauchen die Früchte zwei bis drei Monate kürzer bis zur Reife, deshalb gilt diese bei Landwirten als effizient und umweltschonend. Im biologischen Anbau ist die Methode jedoch verboten, da die natürliche Interaktion zwischen Pflanze und Boden fehlt.  

Doch auch Bio-Erdbeeren haben ihre Tücken, denn auch diese werden über Tage oder Wochen gekühlt und frischgehalten. Wenn Sie die Beeren wirklich direkt von der Ernte geniessen möchten, pflücken Sie sie am besten selbst.

Was Erdbeeren so gesund macht

Erdbeeren sind reich an Vitamin C, B und K. Zusätzliche Mineralien wie Kalium, Calcium, Phosphor und Eisen machen die rote Beere zu einem kleinen Gesundheitspaket.

Zudem sind Erdbeeren eine gute Wahl, wenn Sie Lust auf etwas Süsses haben. Wegen der vielen Ballaststoffe und des hohen Wassergehaltes sind sie leicht verdaulich und mit gerade mal 35 Kalorien pro 100 Gramm ein Leichtgewicht unter den Snacks.

Quellen: Landwirtschaft.ch, Schweizerbauer.ch, Bionetz.ch
Autor: Olivia Sasse, am 17.Mai 2018