Bio-Imkereien liefern anderen Honig

Fleissige Bienchen produzieren Bio-Honig

Bio-Honig besteht hauptsächlich aus (Wild-)Pflanzen der biologischen Landwirtschaft. Foto: Dmitriy Smaglov, iStock, Thinkstock

Der Faktor Bio macht sich besonders in der Imkerei bemerkbar. Wie die Experten von AGNI berichten, haben die dort eingesetzten Mittel zur Bekämpfung von Schädlingen einen entscheidenden Einfluss auf die Honigqualität. Dabei geht es darum, die Auswirkungen des Parasiten Varroa-Milbe und der Wachsmotte in den Griff zu bekommen. Untersuchungen des Schweizerischen Zentrum für Bienenforschung liessen keinen Zweifel daran, dass Honig in erster Linie mit diesen Substanzen belastet ist.

In Schweizer Honig wurden vereinzelt Rückstände von einem Mottenschutzmittel gefunden. «Seit Jahren sind jedoch erprobte Methoden und Mittel vorhanden, die keine Rückstände im Wachs und Honig hinterlassen», teilt AGNI mit. Diese Erkenntnisse seien auch in die Vorschriften für die Bio-Imkerei eingeflossen.

Kein Mottenschutzmittel in Bio-Honig

Rückstände aus der Imker-Praxis wird man also in zertifiziertem Bio-Honig nicht finden. So ist der Einsatz des Wachsmottenbekämpfungsmittels para-Dichlorbenzol (PDCB) in der Bio-Imkerei verboten. Es wird nur kontrolliertes, unbelastetes Wachs eingesetzt. Die Mottenbekämpfung wird mit alternativen Methoden wie dem Tiefkühlen der Waben durchgeführt.

Der Bio-Imker Thomas Amsler in Schupfart zählt weitere Gründe auf, die für die ökologische Imkerei sprechen. So bestehen die Bienenkästen vorrangig aus natürlichen Materialien (kein Styropor) und die Fütterung der Bienen erfolgt nur mit biologisch erzeugten Futtermitteln. Zur Honiggewinnung werden nur unbebrütete, rückstandsfreie Waben verwendet. Dies sind nur einige Beispiele für die umfangreichen Anforderungen, die ein Bio-Honig erfüllen muss.

Bio-Honig aus der Schweiz

  • Anforderungen an die Bioimkerei - Das Merkblatt des Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL)
  • Das Bioregelwerk finden Sie hier.
  • Die Webseite des Schweizerischen Bauernverbandes (SBV) und der AGRIDEA Lindau und Lausanne.

 

Quellen: Arbeitsgruppe naturgemässe Imkerei (AGNI), Eidgenössisches Volkswirtschaftsdepartement (EVD), bio.inspecta, Imkerei Thomas Amsler

Text: Christine Lendt