Amerikanische Studie: Zuckerhaltige Getränke als Todesfallen?

Limonade und andere zuckerhaltige Getränke sind nicht gerade das, was man gesund nennen würde. Aber können diese süssen Getränke wirklich für 180.000 Todesfälle weltweit verantwortlich gemacht werden? Die Meinungen gehen hier auseinander.

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Vorsichtig geniessen: Limonaden verfügen über einen hohen Zuckeranteil. Foto: shiyali, iStock, Thinkstock
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Viele Getränke wie Limonade, Eistee oder Energiedrinks beinhalten einen hohen Zuckeranteil. Auch in vermeintlich gesunden Fruchtsäften kann die Zuckerfalle lauern.

Dass ein hoher Zuckerkonsum nicht gesund ist, Übergewicht und Erkrankungen wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Störungen begünstigen kann, ist bereits bekannt.

Aber nun wollen US-amerikanische Forscher innerhalb einer Studie herausgefunden haben, dass die süssen Getränke für viele tausende Todesfälle weltweit verantwortlich sind.

Der US-amerikanische Berufsverband der Getränkeindustrie, American Beverage Association, protestiert gegen diese Behauptung. Denn die Studie beweise nicht, ob die Probanden an ihren durch zuckerhaltige Getränke begünstigten chronischen Erkrankungen gestorben seien oder ihr Tod durch andere Umstände verursacht wurde.

Obwohl sie bezüglich der Süssgetränke als Todesursache uneins sind, bleibt die bereits seit langem bekannte und beim Anblick von Cola und Schokoriegeln oft verdrängte Tatsache gleich: Ein Übermass an Zucker kann der Gesundheit schaden. Darum sollte jeder darauf achten, wie viel er am Tag davon zu sich nimmt, auch in versteckter Form als Inhaltsstoff. Auf der sicheren Seite sei, wer die empfohlene Tagesdosis von 50 Gramm Zucker insgesamt nicht überschreiten würde, so Gitanjali M. Singh von der Harvard School of Public Health in Boston.

Hintergrund zur Limonaden-Studie

Die Untersuchungen der Forscher basieren auf Daten aus der Global Burden of Diseases Study des Jahres 2010. Untersucht wurde der durchschnittliche Limonadenkonsum von Männern und Frauen unterschiedlichen Alters in verschiedenen Ländern. Dieser Durchschnittskonsum steht im Zusammenhang zum Auftreten von Übergewicht und Diabetes in den Ländern und Todesfällen aufgrund von Krebs, Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Forscher kamen so zu dem Ergebnis, dass 180.000 Todesfälle aus dem Jahr 2010 auf den Konsum von zuckerhaltigen Getränken zurückzuführen seien.

 

Quelle: scinexx.de, abcnews.go.com

Text: Katharina Kehler