Nicht jede nachhaltige Anlage ist sinnvoll

Die CIA hat sich die Prinzipien der nachhaltigen Entwicklung als Handlungsrichtlinien vorgegeben. Zu diesem Zweck investiert die Kasse ihr gesamtes Vermögen in nachhaltige Anlagen, davon 4.2 Mrd. Franken in Wertpapieren und 2 Milliarden in Immobilien. In ihrer Anlagestrategie hat die CIA auch Ausschlusskriterien definiert wie Waffen und Tabak, Alkohol und Atomenergie. Herr Comte erklärt, dass die CIA sich aus Einrichtungen zurückzieht, wenn diese Branchen 5 Prozent des Umsatzes übersteigen. Die CIA betreibt eine aktive Vermögensverwaltung gemäss den Kriterien der nachhaltigen Entwicklung, welche als Massstab für die finanzielle, soziale und ökologische Beurteilung von Unternehmen dienen.

Herr Comte ist der Ansicht, dass die Nachhaltigkeit bei den Anlagen eine unumgängliche Notwendigkeit ist und der Profit allein nicht bestehen kann. Vom finanziellen Standpunkt her fällt der Renditevergleich zwischen nachhaltigen und konventionellen Anlagen ihm zufolge neutral aus. Sehr zu seiner Freude übrigens denn: «Wenn man nachhaltige Entwicklung betreiben kann, ohne dies mit finanziellen Einbussen zu bezahlen, ist das natürlich umso besser.» Auf die Frage, wer denn nachhaltig investieren solle, antwortet er demzufolge kategorisch: «Jedermann».