Wasserkraftanlagen um jeden Preis?

Infolge des angestrebten Atomausstiegs der Schweiz kann es dem Parlament mit der Erweiterung der Wasserkraft manchmal nicht schnell genug gehen. Umweltverbände kritisieren jetzt den teils radikalen und umweltschädigenden Ausbau.

Kleines Wasserkraftwerk
Kleine Wasserkraftanlagen produzieren nicht viel Strom. Foto © Quadra 7677 / Wikipedia
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Während der Bundesrat die Wasserkraft innerhalb der Energiewende möglichst weiter ankurbeln will, äussern Umweltverbände Bedenken. Anlass gibt das kürzlich aufgetretene Fischsterben bei den Engadiner Wasserkraftwerken.

Auch wenn dieses scheinbar auf eine technische Panne zurückzuführen ist, warnt Pro-Natura-Sprecher Roland Schuler trotzdem laut tagesanzeiger.ch vor «schleichenden ökologischen Schäden» durch die Erweiterung von Wasserkraftwerken.

Vor allem Kleinwasserkraftwerken steht der Umweltverband kritisch gegenüber, da sie zu wenig Strom produzieren und sich der damit einhergehende negative Einfluss auf die umgebende Natur nicht auszahlt. Der Umweltverband lehnt auch die Vereinfachung des Bewilligungsverfahrens für den Ausbau von Wasserkraft unter anderem in Schutzgebieten strikt ab. Nach Ansicht von Pro Natura lägen die Bestimmungen zum Ausbau von Wasserkraftanlagen in Naturgebieten ohnehin «am ökologischen Minimum». Daher fordert der Verband ein nachhaltigeres Denken. Denn es sei wenig gewinnversprechend für alle, wenn Wasserkraftanlagen mit geringem Potenzial um jeden Preis durchgesetzt würden.

Quelle: tagesanzeiger.ch

Text: Katharina Kehler

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