Abfall und Überfischung belastet das Meer

Der meiste Abfall, den wir an Land produzieren, landet im Meer. Das belastet die Fische und Pflanzen. Aber auch Überfischung bedroht die Meeresbewohner. Wie stark sie bedroht sind, lesen Sie hier.

Die Meere werden immer mehr ausgebeutet, wodurch es viele Fischarten bald nicht mehr geben wird.
Die Verschmutzung der Meere bedroht den Lebensraum vieler Fischarten. Foto: atese / iStock / Thinkstock
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Über 80 Prozent der Meeresverschmutzung stammt von menschlichen Aktivitäten an Land. Von Plastiksäcken bis Pestiziden - der meiste Abfall, den wir an Land produzieren, landet irgendwann im Meer. Entweder durch absichtliches Deponieren oder via Abwasserkanälen und Flüssen. Dazu gehören: Öl, Düngemittel, feste Abfälle, Abwasser und toxische Chemikalien.

Verschmutzung durch Öl

Ölteppiche verursachen zwar grosse Schäden, sind aber gemäss einer Studie vom «US National Research Council» nur für 12 Prozent des Öleintrags ins Meer verantwortlich. Rund 36 Prozent gelangen als Abfallstoffe und Oberflächenabflüsse von Städten und der Industrie durch Abwasserkanäle und Flüsse ins Meer. Die aktuellen Ölkatastrophen bringen dieses Verhältnis jedoch durcheinander.

Verschmutzung durch Düngemittel

Oberflächenabflüsse von Düngemitteln umliegender Farmen und Felder sind ein Riesenproblem für Küstengebiete. Durch die Überdüngen können Algenblüten ausgelöst werden. Dadurch wird der im Wasser gelöste Sauerstoff verringert und viele andere Meereslebewesen ersticken. Dieses Phänomen hat weltweit schon viele so genannte tote Zonen hervorgerufen, wie zum Beispiel im Golf von Mexiko oder in der Baltischen See.

Bedrohung durch Abfallberge

Plastiksäcke, Ballone, Glasflaschen, Schuhe, Verpackungsmaterialien : wenn wir Abfälle nicht korrekt entsorgen, landet vieles letztendlich im Meer. Besonders Plastik baut sich sehr langsam ab und gelangt immer wieder in Mägen von Walen, Delfinen, Robben, Papageientauchern, Möwen und Meeresschildkröten. Besonders schlimm sind Flaschenhälse aus PET, an denen Meerestiere oft ersticken. Auch andere Plastikteile können im Hals hängen bleiben und blockieren so die Atemwege und die Nahrungsaufnahme der Tiere. Der Abfall kann aber auch wieder an den Strand zurückgeschwemmt werden und ganze Strände und andere Küstengebiete verschmutzen.