Sonnenenergie: Die Kraft der Sonne bündeln

Vom Skilift über Elektroautos bis hin zum Warmwasser. Sonnenenergie macht unser modernes Leben möglich, ohne dabei die Umwelt zu belasten.

Sonnenenergie ist eine der wichtigsten erneuerbaren Energiequellen
Solarpanels bündeln die Kraft der Sonne und verwandeln sie in Strom. Foto:© iStockphoto / Thinkstock
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Wenn die Sonne an heissen Sommertagen auf die Haut brennt, kann man ihre Kraft erahnen. Jedes Jahr sendet sie so viel Energie, dass sich damit der weltweite Energiebedarf mehrere tausend Mal decken liesse.

Um dieses riesige Potenzial nutzen zu können,  befassen sich Wissenschaft und Industrie bereits seit den 1970er Jahren mit Solartechnologien. Heute glänzen die schwarz-blauen Solaranlagen auf Dächern und freien Flächen in fast allen Ländern der Welt. Je nach Technologie verwandeln sie die Strahlung der Sonne in elektrische oder thermische Energie.

Doch ganz gleich um welche Art von Solaranlagen es sich nun handelt, besonders effizient lässt sich Sonnenenergie dort herstellen, wo die Sonne intensiv scheint. Länder wie Marokko oder Algerien beispielsweise bieten ideale Bedingungen. Aber auch auf europäischem Festland gibt es Regionen, wo der Einstrahlwinkel der Sonne so steil ist, dass sie sich als Standort für Solaranlagen sehr gut eignen.

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Dank grosser Gemeinschaftsprojekte können ungenutzte Dachflächen wie die der Messe Basel umweltfreundlichen Strom liefern . Foto: © IWB

Dank grosser Gemeinschaftsprojekte können ungenutzte Dachflächen wie die der Messe Basel umweltfreundlichen Strom liefern . Foto: © IWB

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Solarstrom aus Spanien

In Südspanien beispielsweise brennt die Sonne gleisend auf den trockenen Boden nieder. Bei Murcia, rund 80 Kilometer südwestlich von Alicante, soll diese Sonnenenergie künftig genutzt werden. 2010 wurde dort der Spatenstich für ein solarthermisches Grosskraftwerk gesetzt. Das 200 Millionen Franken schwere Projekt wird von mehreren Firmen und Banken getragen. Unter ihnen findet sich auch ein Schweizer Unternehmen: die IWB (Industrielle Werke Basel).

IWB treiben umweltfreundlichen Strom voran

Erst kürzlich zeigte das Basler Energieunternehmen eindrucksvoll, wie es mit der Energiewende klappt: Im Kanton Basel stammt seit 2011 der gesamte Strom aus erneuerbaren Quellen. In Zukunft wollen die IWB aber noch deutlich mehr umweltfreundliche Energie bereitstellen. Grosse Kraftwerke wie die Solaranlage in Murcia sind deshalb wichtige Investitionen für die IWB.  Insgesamt 12 Millionen Franken haben sie in die Anlage investiert. Dafür produziert die Anlage schon bald jährlich sechs Gigawattstunden Strom für die IWB.

Trotzdem wird Sonnenstrom aus Basler Steckdosen damit zu keinem «made in Spain»-Produkt. Denn auch in Basel wird immer mehr Solarstrom produziert.

Sonnenenergie: Es ist noch viel Platz auf Schweizer Dächern

Die Schweiz liegt bei der Pro-Kopf-Produktion von Solarstrom noch ganz weit hinten in Europa.

Sonnenenergie kommt auch von Schweizer Dächern

Die Schweiz mag nicht zu den sonnenreichsten Ländern der Erde zählen, aber Solaranlagen machen auch hierzulande Sinn. Im Kanton Basel wurden bereits rund 200 Solaranlagen installiert. Die Solarmodule produzieren nicht nur Strom für die jeweiligen Bewohner, sondern senden überschüssige Sonnenenergie auch direkt ins Basler Stromnetz.

Mit der Aktion «Solarkraftwerk Basel», einer gemeinsamen Aktion von IWB und dem Amt für Umwelt und Energie Basel-Stadt, soll die installierte Fläche der Solaranlagen vervielfach werden. Bis 2013 sollen mit Aktionen und umfangreichen Fördergeldern 50‘000 Quadratmeter zusätzliche Fläche mit Photovoltaikanlagen bestückt werden. Damit kann dann Strom für 1400 Haushalte produziert werden – ein echtes Pionierprojekt der Basler.

Projekte wie das Solarkraftwerk Basel zeigen welches Potenzial noch in der Region steckt. Im Kanton Basel werden die IWB die Sonnenenergie weiter vorantreiben, auch auf den ausdrücklichen Wunsch ihrer Kunden hin. Andere Kantone werden diesem Beispiel hoffentlich folgen und ebenfalls mehr und mehr Strom aus Sonnenenergie gewinnen. Wie viel Entwicklung noch möglich ist, zeigen die Einschätzungen des Bundesamts für Energie. Demnach könnten bis 2050 etwa zwanzig Prozent des aktuellen Schweizer Strombedarfs durch Sonnenenergie gedeckt werden könnten.

 

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Quelle: IWB (Industrielle Werke Basel),Text: Leena Heinzelmann