Sonnenenergie nachhaltiger als Wellen und Wind

Energie aus Wind und Wellen ist nur begrenzt verfügbar, Sonnenenergie kann dagegen den menschlichen Energiebedarf langfristig abdecken. Zu diesem Schluss kommen Forscher vom Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena.

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Sonnenenergie ist nachhaltiger als Wind und Wellen.

Die Energie der Sonne könnte einen Grossteil des Energiebedarfs der Menschen decken.

Die Katastrophe in Japan zeigt das Risiko von Atomkraftwerken. Im Vergleich zur Atomenergie sind jedoch die Energien aus natürlichen Quellen risikoarm, erneuerbar und klimafreundlich. Die Wissenschaftler haben die Erneuerbarkeit und Klimaverträglichkeit alternativer Energiequellen deshalb jetzt erforscht.

Die natürlichen Grenzen für die Erzeugung von Energie aus natürlichen Quellen auf der Erde wurden bisher wenig beachtet. Die Forscher fanden bei ihren Berechnungen heraus, dass die Fähigkeit des Erdsystems, Energie zu erzeugen, auf ungefähr 1.000 Terawatt begrenzt ist. «Nur etwa 0,6 Prozent der immensen Energiemenge von etwa 160.000 Terawatt Sonnenenergie, die als Strahlung die Erde erreicht, kann also als Freie Energie genutzt werden», sagt Axel Kleidon, Leiter der Forschungsgruppe.

Starke Differenzen bei der Verfügbarkeit erneuerbarer Energien

Die Arten erneuerbarer Energien sind unterschiedlich stark begrenzt. Wellen werden etwa durch Wind erzeugt, Wind entsteht indirekt durch Wärmegradienten und somit letztlich aus der Sonnenenergie. Durch die schlechte Energieumwandlung von der Sonne her, sind die erneuerbaren Energiequellen Wind und Wellen daher nur in begrenzter Stärke verfügbar.

Deutlich besser sieht es bei der direkten Nutzung der Sonne durch Solarenergie aus. Durch Solarkraftwerke kann diese Energie unter anderem zur Stromerzeugung verwendet werden. Trifft die Sonnenstrahlung hingegen ungehindert auf die Erde und erwärmt lediglich den Boden, ist die Sonnenergie grösstenteils verschwendet. Entscheidend ist aber, betont Kleidon, dass nur etwa fünf Prozent der verwendbaren Sonnenenergie bisher vom Menschen gebraucht wird. Es gebe also noch viel Spielraum, diese Energiequelle stärker zu nutzen.

Quelle: pressetext.ch