Spezielle Landkarte soll Photovoltaik-Potenzial der Schweizer Häuser zeigen

Der SP-Nationalrat Beat Jans schlägt einen Solaratlas vor. Die spezielle Landkarte soll Bauherren und Hauseigentümern das Potenzial von Photovoltaikanlagen zeigen und dadurch zum Bau animieren.

mit einem Solaratlas könnte man in der gesamten Schweiz das Potenzial für Solaranlagen überlicken.
mit einem Solaratlas könnte man in der gesamten Schweiz das Potenzial für Solaranlagen überlicken. © Lianem | Dreamstime.com
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Im Gegensatz zu anderen, europäischen Ländern wird Solarenergie in der Schweiz relativ wenig genutzt. Dabei steckt im Bau von Photovoltaikanlagen viel Potential. Denn die Nutzung der Sonnenenergie könnte laut Bundesamt für Energie (BfE) bis zu 20 Prozent der Schweizer Stromversorgung abdecken.

Ein Solaratlas für die ganze Schweiz soll laut Beat Jans den Bauherren und Hauseigentümern die Scheu vor einer Investition in Solarenergie nehmen. Auf einer solchen Karte ist zu sehen, welche Dachflächen des dargestellten Gebietes sich für Photovoltaikanlagen eignen und welche nicht. Dadurch könnten viele Hauseigentümer, deren Dachflächen einen günstigen Standort für eine Solaranlage aufweisen, zum Bau angeregt werden.

In einigen Städten gibt es bereits eine solches Solarkataster. So haben zum Beispiel die Waadtländer Gemeinde Treytorrens sowie St. Gallen einen Atlas für Solarenergie erstellen lassen. In Basel und Neuenburg sind die speziellen Landkarten laut Aargauer Zeitung derzeit in der Produktion. Dennoch fordert Jans einen Solaratlas für die gesamte Schweiz, um den Ausbau der Solarenergie im ganzen Land zu fördern.

Atlas für Solarenergie

Ein Solarkataster zeigt mit Hilfe der Analyse von Luftbildern das Potenzial für Solaranlagen der vorhandenen Dachflächen. Für die Auswertung werden sowohl die Dächer selbst als auch ihr Neigungsgrad und eine eventuell vorhandene Beschattung durch Bäume oder andere Gegenstände, herangezogen. Ebenfalls zu erkennen auf der Karte ist die voraussichtliche Leistung, die eine Photovoltaikanlage auf der jeweiligen Dachfläche erbringen würde.

Quellen: Bundesamt für Energie (BfE), Aargauer Zeitung (AZ)