Kostendeckende Einspeisevergütung: wirkungsvoll, aber kompliziert

Vor drei Jahren wurde die kostendeckenden Einspeisevergütung (KEV) eingeführt, um erneuerbare Energien voran zu bringen. Eine Studie zeigt nun: die Fördermittel wirken. Trotzdem muss an vielen Stellen nachgebessert werden.

Die KEV wirkt, ist aber zu kompliziert
Die KEV motiviert auch Privatpersonen, Solaranlagen auf ihren Dächern zu installieren.
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Die Analyse der KEV durch ein externes Evaluationsteam zeigt, dass die Schweiz dank der Einspeisevergütung ihr Ziel beim Ökostrom erreichen wird. Bis 2030 sollen die erneuerbaren Energien weiter zunehmen und zusätzliche 5400 Gigawattstunden Strom liefern.

Auch wenn das Bundesamt für Energie mit der Bilanz zufrieden ist, zeigt der Bericht auch auf, wo nachgebessert werden muss. So sei die KEV durch die zahlreichen gesetzlichen Vorgaben viel zu kompliziert. 2010 wurden ganze sieben Prozent der gesamten Fördergelder allein durch deren Verwaltung verschluckt.

Zukünftig soll deshalb zum Beispiel die Höhe der Förderung einfacher berechnet werden können als bisher. Ausserdem müsse die Vergütung flexibler werden und sich an die Veränderungen am Markt kurzfristig anpassen.

Quelle: Solarmediablogspot.ch

Text: Leena Heinzelmann

Was ist die KEV?

Seit 2009 wird Strom aus erneuerbaren Quellen (Wind, Sonne, Wasser, Geothermie und Biomasse) durch die kostendeckende Einspeisevergütung (KEV) staatlich gefördert. Die KEV garantiert, dass Betreiber solcher Anlagen für ihren erzeugten Ökostrom 20 bis 25 Jahre lang einen kostendeckenden Preis erhalten. Dies gilt für Unternehmen genauso wie für Privatpersonen, die beispielsweise eine Solaranlage auf ihrem Hausdach betreiben.