Zielkonflikt Energieversorgung - Landschaftsschutz

Trotz dem Ausbau der Windenergie muss die Biodiversität in der Schweiz erhalten bleiben.

Trotz Ausbau der Windenergie muss die Biodiversität in der Schweiz erhalten bleiben. Foto: suisse eole

Naturorganisationen und Windbranche müssen und wollen den Zielkonflikt zwischen erneuerbarer Stromgewinnung und Schutz der Biodiversität sowie der Landschaft im Dialog gemeinsam lösen.

Visuell mögen die in grosser Höhe drehenden Rotoren gewöhnungsbedürftig sein. Landschaftsschutz heisst nun aber nicht, den Status quo einzufrieren, sondern eine nachhaltige Entwicklung zu fördern. Zu diesem Landschaftskonzept passt Windenergie: Die Auswirkungen unseres Stromkonsums sind hier und jetzt sichtbar, das Energiebewusstsein wird gefördert. Weder hinterlassen Windturbinen unseren Nachkommen Abfälle für hunderttausend Jahre, noch zerstören sie Landschaften anderswo. Und werden dereinst bessere Stromgewinnungstechniken marktreif, sind Windenergieanlagen spurlos rückbaubar. Aus diesen Überlegungen hat beispielsweise die UNESCO-Biosphäre Entlebuch den Bau einer Windturbine unterstützt, als Wahrzeichen für einheimische und nachhaltige Energiegewinnung.

Die Nutzung des hiesigen Windenergiepotenzials setzt keine neuen Regelkapazitäten voraus. Mit unseren Speicherkraftwerken kann auf Schwankungen bei Angebot und Nachfrage reagiert werden. Bei Windspitzen wird entsprechend weniger Wasser turbiniert, bei Flauten mehr. Windenergie ist Winterenergie, 60 Prozent des Windstroms entstehen in der kalten und dunklen Jahreszeit. Im Verbund mit anderen erneuerbaren Energien und durch den laufenden europäischen Netzausbau werden regionale Flauten ausgeglichen.

Ein letzter, nicht unwesentlicher Punkt: Die technische Effizienzsteigerung hat zur Folge, dass sich die Anlagenzahl bei gleicher Energieproduktion bedeutend reduziert. Ein Beispiel: Die acht neuen Windturbinen auf dem Mont-Crosin produzieren dreimal so viel Strom wie die bestehenden acht Anlagen, die zwischen sechs und 14 Jahre alt sind. Mit weiteren Effizienzsprüngen könnten mittel- bis langfristig mit der gegenüber dem Ausland vergleichsweise geringen Zahl von rund 800 Windturbinen - je nach Verbrauchsentwicklung – bis zu acht Prozent des landesweiten Strombedarfs gedeckt werden. Marginal ist das nicht.

Mehr zur Windenergie in der Schweiz: www.wind-energie.ch

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Quelle: IWB Industrielle Werke Basel