Die falsche Klimapolitik könnte unsere Rente verringern

Die letzte Finanzkrise hat gezeigt, wie leicht Banken in Schieflage geraten. Laut einer Studie von Wirtschaftsforschern könnte Pensionskassen das ebenfalls schnell passieren, und zwar durch falschen Umgang mit dem Klimawandel.

Die falsche Klimapolitik könnte unsere Rente verringern
Foto: © szefei / iStock / Thinkstock
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Der Klimawandel und seine Auswirkungen werden von Jahr zu Jahr offensichtlicher. Die Politik muss nun Lösungen finden, um die Erderwärmung zu begrenzen, aber auch mit den Folgen des Klimawandels umzugehen. Ein erster grosser Schritt wurde 2016 mit dem Klimaabkommen von Paris unternommen.

Doch genau von solchen Entscheidungen und der Kommunikation der Klimapolitik kann es abhängen, welche Erträge Pensionskassen zukünftig haben. Denn ein bedeutender Teil der Gelder aus der 2. Säule steckt laut der Studie einer vom Institut für Banking und Finance der Universität Zürich koordinierten internationalen Forschergruppe in Geldanlagen von Firmen, die stark von dem Energiesektor abhängen.

So könnte etwa ein abrupter Stopp fossiler Energien viele Unternehmen stark belasten, in welche die Pensionskassen ihre Gelder investiert haben. In der Folge könnten die Pensionskassen deutliche Verluste erleiden, wodurch unter Umständen die Renten sinken.

Die Forscher der Studie plädieren daher für einen sofortigen, aber langsamen Übergang zu erneuerbaren Energien. So bliebe den Finanzmärkten ausreichend Zeit, sich daran anzupassen. Und es würde ermöglichen, Verlierer und Gewinner einer veränderten Energiewirtschaft besser zu identifizieren.

Text: Maximilian Comtesse, Quellen: Studie «A climate stress-test of the financial system» veröffentlicht auf nature.com, Medienmitteilung Simpol Project, 30. März 2017

 

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