Atomausstieg: Japan will die Energiewende

Nach zunehmendem Widerstand aus der Bevölkerung seit der Atomkatastrophe von Fukushima, zieht die Regierung nun die Konsequenzen und läutet eine Energiewende ein. Damit ist Japan nach Deutschland und der Schweiz der dritte Staat, der sich für einen Atomausstieg entscheidet.

Japan steigt aus der Atomenergie aus.
Japan steigt aus der Atomenergie aus. Foto: © Hemera / Thinkstock
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Ministerpräsident Noda gab jetzt bekannt, dass Japan bis zum Jahr 2040 aus der Atomenergie aussteigen wird. Dafür will das Land den Anteil erneuerbarer Energien in den nächsten zwanzig Jahren um 30 Prozent erhöhen und gleichzeitig den Stromverbrauch um 10 Prozent reduzieren.

Die Nachricht vom Atomausstieg sorgte in der Solarbranche bereits für einen Boom. Auf den Monat gerechnet würden in Japan derzeit zwei Milliarden US Dollar in die Solarenergie investiert, schreibt das PV-Magazin laut Solarmedia Blogspot. Experten gehen davon aus, dass das Marktwachstum weiter zunehmen wird.

Der Ausstieg aus der Atomkraft bedeutet für Japan eine grössere Umstrukturierung als beispielsweise für Deutschland, da der Anteil an Atomstrom mit 30 Prozent sehr hoch ist. Nach der Atomktastrophe von Fukushima wurden etliche Atomkraftwerke für Sicherheitsüberprüfungen abgeschaltet, so dass Japan jetzt bereits grosse Mengen an fossiler Energie importieren muss.

Quelle: solarmedia.blogspot.ch Text: Jessica Buschor