Studie zeigt: kantonale Energieförderprogramme entfalten Wirkung

Die Studie «Wirkungsanalyse der kantonalen Förderbeiträge» gibt den Förderprogrammen eine gute Note. Dabei sollen Fördergelder einen Anreiz schaffen, dass Sie Ihr Haus nachhaltig sanieren oder sich eine Solaranlage zu tun.

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Nachhaltiges Sanieren wird von den kantonalen Förderprogrammen finanziell unterstützt. Mit Erfolg, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Die aktuelle Studie «Wirkungsanalyse der kantonalen Förderbeiträge» des Bundes zu den kantonalen Energieförderprogrammen kommt zu einem positiven Resultat. Im Jahr 2010 zahlten die Kantone mehr Fördergelder und leisteten damit einen wichtigen Beitrag zu den Energie- und CO2-Zielen des Bundes.

Die Schweizerische Energie- und Klimapolitik hat hohe Ziele gesetzt. Sie möchte den CO2-Ausstoss bis 2020 um 20 Prozent senken, den Stromverbrauch gegenüber dem Jahr 2000 nicht mehr als 5 Prozent steigen lassen und den Anteil an erneuerbaren Energien in der Strom- und Wärmeproduktion erhöhen. Dafür hat der Bund Förderprogramme lanciert. Diese unterstützen die Ziele mit konkreten Massnahmen. Dabei geht es hauptsächlich um die finanzielle Förderung von erneuerbaren Energien, Abwärmenutzung und der Gebäudetechnik.

Bei der Förderung erneuerbarer Energien wird unter anderem die Installation einer Solaranlage auf Ihrem Hausdach finanziell unterstützt. Die Abwärmenutzung wird deswegen finanziell gefördert, weil sie einen wichtigen Beitrag zum mehr Energieeffizienz leistet. Dabei wird Abwärme, die sonst verloren ginge, weiter genutzt. Wie zum Beispiel bei Rechenzenter (grosse Computeranlage), welche viel Wärme produzieren. Zur Vermeidung von Überhitzung wird diese abgeführt. Je nach Temperaturhöhe der abgeführten Wärme kann diese direkt einem Heizungssystem zugeführt werden. Unter die finanzielle Förderung der Gebäudetechnik fällt eine neue Wärmedämmung oder ein Ersatz der Fenster bei Ihrem Haus.

Die finanziellen Mittel für die kantonalen Förderprogramme werden vom Bund und den Kantonen gestellt. Im Jahr 2010 standen insgesamt 167 Millionen Franken bereit. Davon stammten rund 67 Millionen Franken aus der CO2-Teilzweckbindung (ein Teil der CO2-Abgaben werden für die Förderprogramme bereit gestellt) des Bundes. 100 Millionen finanzierten die Kantone selbst. Von den 167 Millionen Franken wurden schliesslich 147 Millionen ausbezahlt, das sind laut Studie ein Viertel mehr als im Vorjahr.

Die ausbezahlten Beträge erzielte laut der «Wirkungsanalyse kantonaler Förderprogramme» auch gute Resultate. Seit Einführung der Massnahmen konnten 11‘800 Millionen Kilowattstunden an Energie gespart werden. Die Reduktion des CO2-Ausstosses beläuft sich auf 2,27 Tonnen CO2. Es konnten 560 Millionen Franken an energetischen Investitionen ausgelöst werden. Zudem bewirkten die Fördermassnahmen eine Beschäftigung von 2460 Personenjahren (Arbeitsmenge, die eine Person durchschnittlich im Jahr schafft).

Mehr Informationen zu den Zielen, Schwerpunkten und Massnahmen des Förderprogramms des Bundes namens «EnergieSchweiz» finden Sie unter www.bfe.admin.ch/energie.

Quelle: www.bfe.admin.ch, wwww.energie-lexikon.info