Durch Atomausstieg nehmen Stromkosten nur wenig zu

Viele Verbraucher befürchten, dass sie durch die Energiewende deutlich mehr für ihren Strom zahlen müssen. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) gibt jetzt Entwarnung.

Atomausstieg hat kaum Auswirktungen auf Stromkosten
Kunden brauchen keine Angst vor überhöhten Stromkosten haben. Foto: © Comstock / Thinkstock
  • 0

Laut neusten Studien des DIW erhöhen sich bei gleich bleibendem Stromverbrauch nach dem Atomausstieg die Energiekosten nicht, wie oft befürchtet wird. In der von Greenpeace in Auftrag gegebenen Untersuchung stellte sich am Beispiel eines Atomausstiegs in Deutschland heraus, dass die Preise für private Kunden gar nicht oder nur sehr geringfügig ansteigen werden.

Für den deutschen Markt errechnete das DIW mit der Energiewende für das Jahr 2020 einen durchschnittlichen Strompreis von 5,1 Cent pro Kilowattstunde. Eine weitere Energieversorgung mit Atomkraftwerken würde ebenso viel kosten. Dass der Preis durch die Energiewende gar nicht ansteigt, gelingt aber nur, wenn die Umstellung durch Massnahmen zur Energieeffizienz begleitet wird. Bis ins Jahr 2030 erwartet das Wirtschaftsinstitut unter diesen Voraussetzungen sogar einen Preisvorteil durch den Atomausstieg. So soll der Strom ohne AKWs nur 6,5 statt mit Atomkraft 7 Cent kosten. Gelingen die Energieeffizienzmassnahmen nicht im nötigen Ausmass, wird der Kunde etwas mehr zahlen müssen für die Energieversorgung ohne Atomkraftwerke.

Die gesamte Studie finden Sie bei Greenpeace im pdf-Format: greenpeace.de

Quelle: DIW, Text: Bianca Sellnow