Ständerat entscheidet für den Atomausstieg

Nachdem der Nationalrat ja zum Ausstieg aus der Atomkraft gesagt hatte, befürwortet ihn nun auch der Ständerat. Laut Entscheid sollen demnach keine neuen Atomkraftwerke in der Schweiz gebaut werden dürfen.

Auch vom Ständerat wurde der Atomausstieg der Schweiz beschlossen.
Dieses Bild soll es künftig in der Schweiz nicht mehr geben. Der Ständerat entschied für den Atomausstieg.
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Der Ständerat hat sich mit klarer Mehrheit für einen Atomausstieg ausgesprochen. «Der Rat stimmte den Ausstiegsmotionen mit jeweils über 30 Stimmen gegen weniger als 10 Stimmen zu», heisst es dazu bei NZZ online. Einen Ausstieg aus der Atomkraft befürworteten sowohl die SP, sowie die grünen Vertreter von CVP und BDP. Die SVP und der mehrheitliche Teil der FDP sperrten sich hingegen einer möglichen Abkehr von der Atomenergie.

Nach diesem Entscheid, wird der Bundesrat einen Gesetzesentwurf zum Verbot des Baus von Atomkraftwerken entwerfen und dem Ständerat erneut zur Entscheidung vorlegen. Erst nach der Gesetzesrevision wäre der Entscheid für den Atomausstieg endgültig.

Wird die Energiewende so wie vom Ständerat beschlossen eintreten, müssten die bestehenden Atomkraftwerke nach ihrem Auslaufen durch alternative Energiequellen ersetzt werden. Die Kernenergie macht derzeit 40 Prozent der Schweizer Energieversorgung aus. Problematisch könnte der Atomausstieg werden, da dieser Anteil kaum von erneuerbaren Energien allein gedeckt werden kann. Kritiker befürchten deshalb, dass fehlende Kapazitäten mit anderen fossilen Energien ersetzt werden. «Eine schlechte Alternative dazu wäre, schmutziger Strom aus ausländischen Atom-, Kohle- oder Gaskraftwerke zu importieren», heisst es dazu bei «20 Minuten Online».

Befürworter hingegen verweisen auf umweltfreundliche Möglichkeiten, die Stromlücke zu überbrücken. So wäre ein Ausbau der Wasserkraft in der Schweiz denkbar, ebenso wie die Förderung von erneuerbaren Energien im Ausland. Ein nachhaltiger Atomausstieg ist demnach möglich, aber nicht einfach zu erreichen.

Quellen: 20 Minuten Online, NZZ Online
 

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