Mieterstrom auf Schweizer Art: ZEV, vZEV und LEG einfach erklärt Theresa Keller Wenn auf dem Dach eines Mehrfamilienhauses Solarstrom produziert wird, ist die wichtigste Frage oft nicht die Technik, sondern das passende Modell dahinter. In der Schweiz tauchen dabei schnell die Begriffe ZEV, vZEV und LEG auf – und genau hier wird es für viele Mieter:innen, Eigentümer:innen, Verwaltungen und Stockwerkeigentümergemeinschaften unübersichtlich. Dieser Artikel ordnet die Schweizer Modellwelt verständlich ein und hilft dir, realistisch abzuschätzen, welche Lösung zu deinem Gebäude, deiner Überbauung oder deinem Quartier passt. Kommentare Teilen Facebook X / Twitter WhatsApp E-Mail Merken Vom Haus bis ins Quartier: So erweitert sich lokaler Strom in der Schweiz © Gemini / Google Warum die Energiewende im Mehrparteienhaus anders funktioniert als im Einfamilienhaus Im Einfamilienhaus ist die Logik meist einfach: Eine Eigentümer:in investiert in eine Photovoltaikanlage, verbraucht möglichst viel Strom selbst und speist Überschüsse ins Netz ein. Im Mehrparteienhaus sieht das anders aus. Dort gibt es mehrere Wohnungen, oft verschiedene Nutzungen wie Wohnen und Gewerbe, manchmal unterschiedliche Eigentumsformen und fast immer die Frage, wer Strom liefert, misst, abrechnet und verantwortet. Genau deshalb braucht es in der Schweiz Modelle für den Eigenverbrauch im Mehrfamilienhaus. Sie regeln, wie lokal produzierter Solarstrom mehreren Verbraucher:innen zugeteilt werden kann. Fachlich zentral sind dabei Messung, Netzanschlusssituation, interne Verteilung und die rechtliche Rolle der Grundeigentümerschaft oder einer organisierten Gemeinschaft. Das Bundesamt für Energie beschreibt in seinen aktuellen Informationsgrundlagen zu Zusammenschlüssen zum Eigenverbrauch und zu lokalen Elektrizitätsgemeinschaften, dass solche Modelle ein wichtiger Baustein für die Integration von Photovoltaik in dicht besiedelten Gebieten sind. Gerade auf den Dächern von Mehrfamilienhäusern und Arealen liegen grosse Solarpotenziale , die ohne passende Organisationsform oft ungenutzt bleiben. Für dich als Bewohner:in oder Eigentümer:in bedeutet das: Nicht jede Solaranlage im Mehrfamilienhaus führt automatisch zu günstigem Solarstrom für alle. Entscheidend ist, wie der Strom organisiert wird. Ob ein klassischer ZEV, ein vZEV oder künftig eine LEG passt, hängt vor allem davon ab, ob sich die teilnehmenden Einheiten im selben Gebäude, über mehrere Gebäude hinweg oder sogar in einem grösseren lokalen Gebiet befinden. ZEV: das klassische Modell im Gebäude Der ZEV – der Zusammenschluss zum Eigenverbrauch – ist in der Schweiz das klassische Mieterstrom-Modell innerhalb einer Liegenschaft oder einer klar zusammenhängenden Einheit. Vereinfacht gesagt schliessen sich mehrere Stromverbraucher:innen hinter einem gemeinsamen Netzanschlusspunkt zusammen und nutzen den lokal erzeugten Solarstrom gemeinsam. Gegenüber dem Netzbetreiber tritt der ZEV als eine Einheit auf; innerhalb des Gebäudes wird der Strom intern gemessen und abgerechnet. Ein ZEV ist besonders sinnvoll, wenn sich die teilnehmenden Wohnungen und Nutzungen in einem Mehrfamilienhaus oder in einer technisch eng verbundenen Überbauung befinden und die Eigentumsverhältnisse eine gemeinsame Organisation erlauben. Typische Beispiele sind ein Renditeobjekt mit mehreren Mietwohnungen, eine Genossenschaftsliegenschaft oder eine Stockwerkeigentümergemeinschaft, die gemeinsam eine PV-Anlage betreiben will. Wichtig ist: Im ZEV übernimmt die Grundeigentümerschaft oder eine beauftragte Stelle deutlich mehr Verantwortung als bei einer einzelnen Solaranlage mit Netzeinspeisung. Sie muss in der Regel die interne Messung organisieren, die Stromlieferung innerhalb des Zusammenschlusses sicherstellen und die Abrechnung nachvollziehbar machen. Das ist kein Nachteil, aber es ist ein echter Organisationsschritt. Das Bundesamt für Energie hebt in seinen Vollzugshilfen hervor, dass die praktische Umsetzung nur dann gut funktioniert, wenn Messkonzept, Tarife und Zuständigkeiten von Anfang an sauber festgelegt werden. Was Mieter:innen bei einem ZEV wissen müssen Für Mieter:innen ist vor allem entscheidend, dass Strom im ZEV nicht einfach gratis vom Dach kommt. Der Solarstrom und der zusätzlich bezogene Netzstrom werden über ein internes Modell verteilt und abgerechnet. In der Praxis führt das oft zu tieferen Stromkosten, weil lokal erzeugter Strom einen Teil des Netzbezugs ersetzt. Ob das im Einzelfall wirklich günstiger ist, hängt aber von Investitionskosten, Betriebsmodell, Preisgestaltung und Transparenz der Abrechnung ab. Wenn du in ein Haus mit ZEV einziehst oder in deiner Liegenschaft ein ZEV geplant ist, solltest du besonders auf drei Punkte achten. Erstens: Wie setzt sich der Strompreis zusammen? Zweitens: Wie wird gemessen und wie oft abgerechnet? Drittens: Wie transparent sind Grundpreise, Energiepreise und allfällige Nebenkosten? Gute ZEV-Modelle zeichnen sich dadurch aus, dass die Abrechnung verständlich ist und du nachvollziehen kannst, welcher Teil aus Solarstrom, welcher aus Netzstrom und welcher aus allgemeinen Betriebskosten stammt. Ein verbreitetes Missverständnis ist, dass ein ZEV nur für Eigentümer:innen attraktiv sei. Tatsächlich profitieren Mieter:innen dann, wenn der lokal erzeugte Strom fair weitergegeben wird und die Abrechnung professionell erfolgt. Schlechte Erfahrungen entstehen meist nicht wegen des ZEV-Prinzips selbst, sondern wegen unklarer Kommunikation oder komplexer Nebenkostenmodelle. Hier lohnt sich frühes Nachfragen. vZEV: wenn mehrere Gebäude zusammenrücken Der vZEV – der virtuelle Zusammenschluss zum Eigenverbrauch – erweitert die Logik des ZEV. Er ist für Situationen gedacht, in denen mehrere Verbrauchseinheiten oder Gebäude gemeinsam am Eigenverbrauch teilnehmen sollen, ohne dass zwingend alle physisch hinter derselben klassischen internen Struktur zusammengelegt werden müssen. Entscheidendes Element ist die virtuelle Messung auf Basis bestehender intelligenter Messinfrastruktur und einer gemeinsamen Zuordnung innerhalb des Verteilnetzes. Praktisch relevant ist der vZEV vor allem dort, wo mehrere Häuser einer Überbauung, eines Areals oder einer institutionellen Eigentümerstruktur gemeinsam von einer oder mehreren PV-Anlagen profitieren sollen. Statt jedes Haus isoliert zu betrachten, kann der lokal erzeugte Strom bilanziell mehreren Teilnehmenden zugeordnet werden, sofern die regulatorischen und technischen Voraussetzungen erfüllt sind. Das vZEV ist ein wichtiger Zwischenschritt: Er macht gemeinsame Nutzung einfacher, ohne bereits die Logik einer quartierräumlichen Energiegemeinschaft zu benötigen. Für viele Eigentümer:innen ist der vZEV interessant, weil er bestehende Verhältnisse besser abbilden kann als ein rein gebäudeinterner ZEV. Gerade bei Arealüberbauungen, nebeneinanderliegenden Mehrfamilienhäusern oder Liegenschaften mit mehreren Eingängen und unterschiedlichen Bauetappen kann ein klassischer ZEV technisch oder organisatorisch unnötig starr sein. Ein vZEV schafft hier mehr Flexibilität. Wann ein vZEV besser passt als ein klassischer ZEV Ein vZEV ist oft die bessere Wahl, wenn zwar ein gemeinsames Interesse an lokalem Solarstrom besteht, die reale Gebäudestruktur aber nicht ideal für einen einzigen klassischen ZEV ist. Das betrifft zum Beispiel Überbauungen mit mehreren Häusern auf derselben Parzelle oder in enger Nachbarschaft, Immobilienportfolios mit ähnlicher Eigentümerstruktur oder Situationen, in denen bereits Messsysteme vorhanden sind und eine vollständige physische Umstellung vermieden werden soll. Auch für die Umstellung bestehender Lösungen kann der vZEV attraktiv sein. Wenn bereits Photovoltaik vorhanden ist, aber nur einzelne Teile einer Überbauung davon profitieren, lässt sich mit einem virtuellen Modell unter Umständen eine breitere Teilhabe organisieren. Wichtig bleibt jedoch: Ein vZEV ist kein Selbstläufer. Ob er sinnvoll und zulässig ist, hängt von Netzsituation, Messkonzept, Eigentumsverhältnissen und den konkreten regulatorischen Anforderungen ab. Eine frühe technische Vorabklärung mit Netzbetreiber, Planer:in und Verwaltung spart hier viel Zeit. LEG: lokale Teilhabe über das Haus hinaus Die LEG, also die Lokale Elektrizitätsgemeinschaft, geht einen Schritt weiter. Sie ist darauf ausgerichtet, lokale Stromproduktion und lokalen Stromverbrauch über das einzelne Gebäude hinaus zu verbinden. Damit rückt nicht mehr nur die Liegenschaft, sondern das nähere Umfeld in den Fokus: das Quartier, das Areal oder eine lokal verbundene Gruppe von Gebäuden mit eigenständigen Teilnehmenden. Besonders relevant ist, dass mit der LEG in der Schweiz ab 2026 neue Möglichkeiten für die lokale Nutzung von Solarstrom entstehen sollen. Die rechtliche Grundlage dafür wurde im Rahmen der Weiterentwicklung des Stromrechts geschaffen; das Bundesamt für Energie beschreibt die LEG als Instrument, mit dem lokale Produktions- und Verbrauchsgemeinschaften gestärkt werden können, ohne dass alle Teilnehmenden in derselben klassischen Gebäudestruktur organisiert sein müssen. Für dich heisst das: Eine LEG ist nicht einfach «ein grösserer ZEV». Sie verfolgt eine andere Logik. Während der ZEV und auch der vZEV stark vom Eigenverbrauchsmodell einer konkreten Liegenschaft oder Überbauung ausgehen, eröffnet die LEG eine breitere Form der lokalen Teilhabe. Das kann für Quartiere, Genossenschaften, kommunale Areale und gemischt genutzte Nachbarschaften sehr spannend werden. Gleichzeitig ist die LEG regulatorisch anspruchsvoller und in vielen Fällen noch Zukunftsmodell statt Alltagspraxis. Wo LEG besonders spannend sind Besonders interessant sind LEG dort, wo viele Akteur:innen lokal zusammenarbeiten wollen, ohne alle unter ein einziges Gebäudemodell zu zwingen. Das kann ein genossenschaftlich geprägtes Quartier sein, eine Gemeinde mit eigenen Gebäuden und privaten Liegenschaften in unmittelbarer Nähe, ein Areal mit Wohnen, Gewerbe und öffentlicher Nutzung oder eine Siedlung, in der mehrere Dächer Strom produzieren und mehrere Häuser ihn verbrauchen. Der Vorteil liegt weniger in maximaler Einfachheit als in neuen Spielräumen. Strom kann lokaler gedacht werden, und die Energiewende wird stärker zu einer gemeinschaftlichen Aufgabe. Gerade dort, wo Dachflächen, Verbrauchsprofile und Eigentumsformen unterschiedlich verteilt sind, kann eine LEG helfen, lokale Potenziale besser auszuschöpfen. Noch wichtiger ist aber ein realistischer Blick: Für viele einzelne Mehrfamilienhäuser, die heute entscheiden müssen, ist der klassische ZEV oder ein vZEV zunächst näher an der Praxis als eine spätere LEG. Welches Modell passt zu welchem Fall? Die einfachste Entscheidungslogik lautet: Je lokaler und gebäudeinterner die Situation, desto eher ZEV. Je stärker mehrere Gebäude gemeinsam betrachtet werden, desto eher vZEV. Je klarer der Blick über das einzelne Haus oder Areal hinaus ins lokale Umfeld geht, desto eher LEG. Konkret kannst du dich an typischen Schweizer Szenarien orientieren. Ein einzelnes Mehrfamilienhaus mit einer Eigentümer:in und mehreren Mietwohnungen ist fast immer ein klassischer Fall für den ZEV. Eine Überbauung mit drei nebeneinanderliegenden Häusern und gemeinsamer PV-Strategie spricht eher für einen vZEV. Eine grössere Genossenschaftssiedlung oder ein kommunal geprägtes Quartier mit mehreren Produzent:innen und Verbraucher:innen könnte mittel- bis langfristig in Richtung LEG denken. Eine STWEG mit einem Haus kann ZEV-tauglich sein, braucht aber intern meist besonders saubere Vereinbarungen. Eine gemischt genutzte Liegenschaft mit Wohnen und Gewerbe profitiert häufig schon von einem ZEV, weil tagsüber mehr Solarstrom direkt verbraucht wird. Wenn du unsicher bist, stelle dir zuerst nicht die Frage «Welches Akronym ist modern?», sondern «Wer soll konkret an welchem lokal erzeugten Strom teilhaben – und über welche räumlichen Grenzen hinweg?» Diese Perspektive verhindert viele Fehlentscheide. ZEV: passend für ein einzelnes Mehrfamilienhaus oder eine klar zusammenhängende Liegenschaft mit gemeinsamer interner Organisation. vZEV: passend für mehrere Gebäude, Überbauungen oder Areale, wenn gemeinsamer Eigenverbrauch gewünscht ist und virtuelle Messung Vorteile bringt. LEG: passend für lokale Gemeinschaften über das einzelne Gebäude hinaus, besonders ab 2026 in quartiersbezogenen oder genossenschaftlichen Konstellationen. STWEG-Sonderfall: technisch oft machbar, organisatorisch aber nur dann sinnvoll, wenn Zuständigkeiten, Investitionen und Abrechnung im Voraus klar geregelt sind. Bestandsliegenschaften: oft lohnt sich zuerst die Prüfung, ob ein ZEV oder vZEV mit vertretbarem Umbau möglich ist, bevor grössere lokale Modelle angedacht werden. Die 7 wichtigsten Fragen vor dem Start Vor dem ersten Gespräch mit Solarplaner:in, Verwaltung, Elektrizitätswerk oder Miteigentümer:innen lohnt sich eine nüchterne Vorabklärung. Viele Projekte scheitern nicht an der Photovoltaik, sondern an unklaren Erwartungen. Das Bundesamt für Energie und Swissolar empfehlen in ihren Praxisunterlagen deshalb, technische, wirtschaftliche und organisatorische Fragen von Anfang an gemeinsam zu betrachten. Wie viele Gebäude und Nutzungseinheiten sollen teilnehmen? Diese Frage entscheidet oft bereits zwischen ZEV, vZEV und einer späteren LEG-Perspektive. Wie sehen Eigentumsverhältnisse und Entscheidungswege aus? Ein Mietshaus mit einer Eigentümer:in lässt sich anders organisieren als eine STWEG oder eine Genossenschaft. Wie hoch ist der gleichzeitige Stromverbrauch tagsüber? Je besser Produktion und Verbrauch zusammenpassen, desto attraktiver ist lokaler Eigenverbrauch. Welches Mess- und Abrechnungssystem ist vorhanden oder nötig? Transparenz ist nicht Nebensache, sondern Voraussetzung für Akzeptanz. Wie soll der Strompreis festgelegt werden? Fairness und Nachvollziehbarkeit sind gerade für Mieter:innen zentral. Welche Rolle spielt der Netzbetreiber in der konkreten Situation? Netzanschlusspunkt, Messkonzept und Zulässigkeit müssen früh geklärt werden. Geht es um eine heutige Lösung oder um eine Strategie für die nächsten Jahre? Wer heute baut oder saniert, sollte prüfen, ob ein sofortiger ZEV reicht oder ob spätere Erweiterungen Richtung vZEV oder LEG mitgedacht werden sollen. Ein weiterer wichtiger Punkt: Lass dich nicht von dem Gedanken leiten, dass das «grösste» oder «neueste» Modell automatisch das beste ist. In vielen Fällen ist ein sauber geplanter ZEV die wirtschaftlichste und verständlichste Lösung. Umgekehrt kann ein vZEV unnötige Umbauten vermeiden, und eine LEG kann dort sinnvoll werden, wo mehrere lokale Akteur:innen gemeinsam Verantwortung übernehmen wollen. Die beste Lösung ist fast immer diejenige, die technisch passend, rechtlich sauber und im Alltag verständlich ist. Wissenschaftlich und energiewirtschaftlich spricht vieles dafür, lokalen Solarstrom in Mehrparteienhäusern besser zu nutzen: Dächer in dicht besiedelten Gebieten haben grosses Potenzial, Lastprofile können sich gegenseitig ergänzen, und lokale Nutzung entlastet den Bedarf an zusätzlichem Strombezug aus dem Netz. Gleichzeitig zeigt die Praxis, dass Akzeptanz nur entsteht, wenn Menschen die Regeln verstehen. Transparente Tarife, faire Teilhabe und eine klare Kommunikation sind deshalb fast so wichtig wie die Solarmodule selbst. Wenn du als Mieter:in betroffen bist, lohnt es sich, bei Ankündigungen zu einem ZEV oder vZEV nicht nur auf den Endpreis zu schauen, sondern auf die Struktur der Abrechnung. Wenn du Eigentümer:in oder Teil einer STWEG bist, sollte dein erster Schritt nicht die Bestellung einer Anlage sein, sondern eine kombinierte Vorabklärung aus Technik, Recht, Messung und Organisation. Und wenn du in einer Genossenschaft, Gemeinde oder grösseren Überbauung mitwirkst, kann es sinnvoll sein, heutige Entscheide so zu treffen, dass spätere lokale Gemeinschaftsmodelle offenbleiben. Unterm Strich gilt: ZEV ist das bewährte Modell im Gebäude, vZEV verbindet mehrere Gebäude flexibler, und LEG öffnet den Blick auf das lokale Umfeld ab 2026. Wer diese Grundlogik versteht, hat den wichtigsten Schritt bereits gemacht.