Die 7 grössten Vorurteile zur Solarenergie und warum sie unsinnig sind

Zu teuer, zu ineffizient und ein echte Rohstoff-Vernichter: Solarenergie kämpft mit unzähligen Vorurteilen. Wir machen mit den 7 wichtigsten den Faktencheck.

Solaranlage Basel
Foto © IWB
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1 In der Schweiz scheint die Sonne viel zu wenig für Solarenergie!

Fakt ist: Auf die Gesamtfläche der Schweiz fallen gut 200 Mal mehr Sonnenstrahlen, als die Schweiz Energie braucht. Entsprechend gross ist das Produktionspotenzial von Solaranlagen auf unseren Dächern und Fassaden. Doch es wird bisher kaum genutzt. Laut einem Report der International Energy Agency werden in der Schweiz pro Person 8 m2 PV-Module benötigt. Allein auf den bestehenden und geeigneten Dächern der Schweiz könnten 20 m2 pro Person installiert werden. Es hat in unserem Land also mehr als genug Sonne – und Dächer.

2 Solaranlagen kann sich kein Mensch leisten!

Fakt ist: Die Preise für Solaranlagen sind in den vergangenen Jahren stark gesunken, während der Wirkungsgrad der Module gestiegen ist. Dieselbe Menge Energie benötigt also weniger Quadratmeder Solarmodule, die auch noch günstiger sind. Kommt hinzu, dass der Bund Vergütungen für Solaranlagen zahlt. Ein Beispiel: Eine PV-Anlage von 30 m2 für ein Einfamilienhaus kostet rund 15'000 Franken. Abzüglich der Einmalvergütung des Bundes von 3400 Franken und den Steuerabzügen von gut 2900 Franken bleiben noch 8500 Franken. Ein kWh Strom kostet den Solaranlagen-Besitzer 13 Rappen, während der konventionelle Strom vom regionalen Anbieter im Schnitt 20 Rappen pro kWh kostet. Solarstrom ist als nicht zu teuer, sondern günstiger als Strom aus der Steckdose. 

3 Kleine Solaranlagen auf dem Einfamilienhaus lohnen sich sowieso nicht!

Fakt ist: Bereits 20 Quadratmeter Solarmodule auf dem Dach decken 80 Prozent des Strombedarfs einer vierköpfigen Familie im Einfamilienhaus. Daneben gibt es einfache Möglichkeiten, die eigene Solaranlage optimal zu nutzen. Kleine Solaranlagen lohnen sich allemal. Wer keine Möglichkeit hat, auf dem eigenen Dach eine Anlage zu erstellen oder Mieter ist, kann sich beispielsweise an der Sonnenbox Crowd beteiligen: Im Raum Basel erstellt die IWB Solaranlagen auf Dächern. Kunden können einen oder mehrere Quadratmeter der Anlage erwerben und erhalten während 20 Jahren 100 kWh Strom pro Quadratmeter.

4 Die Herstellung von Solaranlagen verbraucht viel mehr Energie als die Anlage später produziert!

Fakt ist: Die Herstellung, der Transport oder das Recyceln einer Solaranlage benötigt Energie. Diese Energie können moderne Anlagen innert rund zwei Jahren kompensieren, durch ihre eigene Stromproduktion. Bei einer Lebensdauer von gut 30 Jahren liefern Solaranlagen also rund 28 Jahre lang zusätzliche, erneuerbare Energie.

5 Photovoltaik-Module lassen sich nicht recyceln und schaden so der Umwelt!

Fakt ist: 80 bis 90 Prozent eines Solarpanels können und werden recycliert. Dies dank des hohen Glasanteils und Metallen, die sich leicht trennen lassen. Abgesehen von Blei sind potenziell schädliche Stoffe wie etwa Selen, Cadmium oder Indium nur in sehr geringen Mengen und nur in Dünnschichtmodulen enthalten. Diese haben gerade auch in der Schweiz nur einen sehr kleinen Marktanteil. Diese Stoffe werden separat entsorgt. Dank der vorgezogenen Recyclinggebühr werden alte Solarpanels am Verkaufsort oder einer Sammelstelle zurückgenommen und später recycelt.

6 Solaranlagen benötigen Rohstoffe, die bald aufgebraucht sind!

Fakt ist: Die heute üblichen PV-Anlagen bestehen hauptsächlich aus Glas, Kunststoffen, Silizium und Aluminium. Die Verfügbarkeit dieser Rohstoffe ist sehr hoch und auch bei einem massiven globalen Ausbau entstehen keine Rohstoffengpässe. Anders sieht es beim Rohstoff Silber aus. Er ist nur begrenzt verfügbar, weshalb einerseits die benötigte Menge pro Solarmodul stark reduziert wurde und andererseits an Lösungen gearbeitet wird, die Silber durch Kupfer ersetzen. Einzig die Halbleiter von Dünnschichtmodulen enthalten verschiedene chemische Elemente die knapp werden könnten. Der Marktanteil solcher Module ist jedoch sehr gering.

7 Solaranlagen verursachen ungesunden Elektrosmog!

Fakt ist: Viele Haushaltgeräte erzeugen ähnlich hohe elektromagnetische Strahlung wie PV-Anlagen. Die stärkste Strahlung geht vom Wechselrichter der Solaranlage aus. Eine Analyse, die das Bundesamt für Umwelt in Auftrag gegeben hat, zeigt jedoch dass die Emissionen die gesetzlichen Grenzwerte deutlich unterschreiten. Kommt hinzu, dass nachts keine Strahlung entsteht, da keine Sonne scheint. Letztlich verursacht ein Elektroherd in 30 cm Abstand oder ein Haartrockner in 3 cm Entfernung eine ungefähr gleich starke Strahlung wie der Wechselrichter in 50 cm Abstand. Wobei der Wechselrichter meist gar nicht im Wohnbereich installiert ist, und die Distanz zu den Bewohnern relativ hoch ist.

Dieser Artikel wird präsentiert von IWB. IWB bietet ihren Kunden Lösungen für die Solarenergie. Sei es eine eigene Anlage auf dem Dach oder via Sonnenbox Crowd, von der insbesondere Mieter profitieren. Erfahren Sie mehr rund um Sonnenenergie im Solar-Magazin von IWB. IWB ist das Unternehmen für Energie, Wasser und Telekom. Es versorgt seine Kunden in der Region Basel und darüber hinaus: engagiert, kompetent und zuverlässig. IWB ist führend als Dienstleister für erneuerbare Energie und Energieeffizienz.

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