Energie und Wärme aus Biomasse

Holz ist die zweitwichtigste Energiequelle in der Schweiz

Zehn Prozent des Schweizer Wärmebedarfs könnte mit der Verbrennung von heimischem Holz gedeckt werden. Foto: © iStockphoto / Thinkstock

Blockkraftheizwerke nutzen Biogas, um Strom zu produzieren. Das Gas dient als Treibstoff für Verbrennungsmotoren, die Generatoren bewegen und so elektrische Energie erzeugen. Als Nebenprodukt entsteht Wärme. Eine interessante Alternative sind Abwasserreinigungsanlagen. Fast 300 solcher Anlagen gewinnen durch Klärschlammfaulung zuerst Biogas, woraus letztlich 100 Millionen Kilowattstunden Strom jährlich entstehen. Doch auch Kehrichtverbrennungsanlagen produzieren mit Kraft-Wärme-Kopplung sowohl Heizwärme als auch sauberen Strom. Die Schweiz konnte mit Strom aus Biomasse knapp zwei Prozent des Jahresgesamtverbrauchs abdecken. In 2010 waren es immerhin 1,2 Milliarden Kilowattstunden. Nur noch Wärmeproduktion mit Biomasse ist für die Schweiz wichtiger. Die Schweizerische Energie-Stiftung (SES) geht davon aus, dass man mit Holzverbrennung sogar ein Zehntel des heimischen Wärmebedarfs decken könnte. 

Was ist Biomasse-Treibstoff?

Biodiesel kann aus gepresstem Raps- oder Sonnenöl stammen. Das Öl wird mittels Methanol verestert. Heutzutage ist das Endprodukt - rein oder vermischt – der häufigste Biotreibstoff in der Europäischen Union. Bioethanol gewinnt man hingegen aus destilliertem Zucker, der aus Zuckerrüben oder -rohr sowie aus Weizen gewonnen wird. Das bezeichnet man auch als Alkoholgärung. Bioethanol wird meist mit herkömmlichem Benzin vermischt.

Quellen: BFE, wwf Schweiz, Erneuerbare Energien, AEE, SES, Biomasseschweiz, www.sig-ge.ch, umwelt.niedersachsen.de, die Grünen, Waldkulturerbe.de
 

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