Renovieren: Fussbodenbelag und Teppich

Mit klickbarem Parkett renovieren Sie umweltfreundlich.

Wer Parkett verlegen möchte, sollte klickbares Material wählen für das kein Leim notwendig ist. Foto: Pixland / Pixland / Thinkstockphotos

PVC-Böden sind nicht umweltfreundlich. Die darin enthaltenen Weichmacher und andere Schadstoffe gefährden Ihre Gesundheit und die Umwelt. Daher ist es ratsam, sich für das Renovieren nach Alternativen umzuschauen. Der BUND empfiehlt zum Beispiel ein Parkett aus Kork. Denn dieses Material bietet einige Vorteile:

  • Kork ist warm und daher angenehm für die Füsse.
  • Das Material federt ab und ist daher gut für Rollstuhlfahrer.
  • Kork ist fäulnisresistent.

Kaufen Sie Korkplatten, die beim Einbau keinen Klebstoff benötigen, sondern nur ineinander geklickt werden. Die Platten sollten mindestens 4 Millimeter dick sein, um sie später einmal abschleifen zu können.

Besonders schön sehen Holzfussböden aus. Das Parkett ist allerdings auch sehr teuer. Das Holz sollte aus der Region stammen und umweltfreundlich behandelt worden sein. Am besten ist es, Holzdielen zu verwenden, deren Holz aus nachhaltiger Produktion stammt. Wer nicht so viel Geld für den Fussboden ausgeben möchte, aber eine ähnlich schöne Variante haben möchte, kann Laminat verlegen. Beim Kauf sollten sie darauf achten, Klicklaminat zu wählen, bei dem kein Leim für den Einbau nötig ist.

Für Familien mit Kindern eignen sich Linoleum-Böden. Sie sind sehr strapazierfähig. Das Material besteht meist aus Leinsamen, Leinöl, Harz, Kork, Kalkstein und Holzmehl, also aus nachwachsenden Rohstoffen. Achten Sie beim Kauf darauf, dass keine Kunstharze verwendet wurden und dass Sie für den Einbau keinen Leim benötigen, sondern die Platten steckbar sind.

Für Küche und Bad sind zudem Fliesen die idealen Fussbodenbeläge. Keramikfliesen sind sehr strapazierfähig und kratzfest. Sie enthalten keine Schadstoffe. Allerdings wird bei der Herstellung viel Energie verbraucht. Terracotta-Fliesen sind sehr gut für das Raumklima, weil durch ihre Poren Wärme und Feuchtigkeit ausgetauscht werden kann. Sie sind aber nicht pflegeleicht, Flecken bleiben sichtbar.

Teppich

Ein Teppich kann für Ihre Gesundheit gefährlich werden. Denn wenn ein Teppich schädliche Substanzen ausdünstet, können Kopfschmerzen, Atemnot und Konzentrationsstörungen die Folge sein. Deshalb sollten Sie nach Angaben des BUND Teppiche aus Naturfasern wie Wolle, Ziegenhaar, Kokos oder Sisal wählen. Sie haben den Vorteil, dass keine schädlichen Stoffe enthalten sind. Zudem sind Teppiche aus Naturfasern atmungsaktiv und sie dämmen den Schall. Schmutz weisen sie durch das natürliche Wollfett leicht ab. Sie sind allerdings meist teurer als synthetische Teppiche.

Entsorgung

Chemische Produkte wie Farben, Lacke und PVC-Tapeten gehören nicht in den Hauskehricht, sondern in den Sondermüll. Erkundigen Sie sich nach den Sonderabfall-Sammelstellen in Ihrer Gemeinde und entsorgen Sie Ihren Müll dort. Teppich ist Sperrgut und sollte in den Recycling-Höfen oder bei der Abfuhr Sperrgut entsorgt werden.

Link-Tipps zum Thema umweltfreundliches Renovieren

  • Ausführliche Tipps zu den verschiedenen Tapetenarten, zu Wandfarben und Fussbodenbelägen gibt es unter www.econavi.de, einer Plattform der Bremer Umweltberatung.
  • Schadstoffarme und umweltfreundliche Produkte zum Thema Renovieren finden Sie auf den Seiten von Ökotest unter www.oekotest.de
  • Hausbesitzer, die ihr Haus umweltfreundlich renovieren und sanieren wollen, können beim Bildungszentrum des WWF Kurse besuchen. Kursdaten und Orte finden Sie unter www.wwf.ch

 

 

Text: Angela Zimmerling, Quellen: BUND Ökotipps, Econavi, Stadt Zürich, Ökotest

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