Wärmedämmung mit ökologischen Baustoffen

Ökologische Dämmungen stehen den konventionellen Baustoffen in nichts mehr nach. Wer ein klimafreundliches Haus will, muss aber nicht nur an die Isolation, sondern auch an die Heizung denken.

Ökologische Dämmungen geben Schutz und sind umweltfreundlich.
Benutzen Sie doch auch die umweltfreundlichen Wärmedämmungen in Ihrem zu Hause. Foto: © iStockphoto.com / Christina Richards
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In der Schweiz werden noch in über 80 Prozent der Fälle künstliche Dämmstoffe eingesetzt. Den grössten Anteil machen dabei jene Produkte aus, die auf Erdöl-Basis hergestellt werden. Zu den typischsten Vertretern gehören die Polystyrolplatten, also Platten aus Styropor. Solche Dämmsysteme werden industriell in grossen Mengen produziert. Die Grossserienproduktion sorgt zwar für einen niedrigeren Preis, in Punkto Umweltbilanz schneiden sie allerdings schlecht ab. Erdölbasierte Dämmstoffe sind kaum oder nur schlecht wiederverwertbar und landen deshalb oft in der Kehrichtverbrennung. Zudem benötigen sie bereits viel Energie, um überhaupt hergestellt zu werden. Bei den mineralischen Dämmstoffen wie Glas- oder Steinwolle wird zwar nicht auf die begrenzten Erdölreserven zurückgegriffen, für die Umwelt sind sie aber trotzdem problematisch. Denn auch sie weisen einen hohen Energiebedarf bei der Herstellung auf und bergen beispielsweise durch den Glasfaserstaub bei der Verarbeitung gesundheitliche Risiken.

Umweltschonende Baustoffe verwenden

Die ökologische Alternative sind nachwachsende Dämmstoffe wie Altpapier, Stroh, Kork, Hanf oder Schafwolle. Diese Dämmstoffe schonen Ressourcen und somit die Umwelt, benötigen weniger Energie bei der Herstellung und zudem können lange und energieaufwendige Transportwege vermieden werden. Mittlerweile sind die natürlichen Stoffe in ihren technischen Eigenschaften auf die Baubedürfnisse optimiert und ihren konventionellen Dämmmaterialen teilweise sogar überlegen: Im Vergleich ihrer physikalischen Eigenschaften, also zum Beispiel beim Wärmeschutz im Sommer, schneiden die ökologischen Stoffe deutlich besser ab. Reine Schafwolle beispielsweise kann bis zu 40 Prozent ihres Eigengewichts an Feuchtigkeit aufnehmen und später wieder abgeben. Ausserdem wirkt sie schalldämpfend und kann sogar Schadstoffe binden. Laut dem Hausverein Schweiz, welcher die verstärkte Förderung der Energieeffizienz und erneuerbarer Energien zum Ziel hat, kann sie auch gut eingesetzt werden, wenn Bewohner allergisch auf künstliche Baustoffe reagieren. Nebst der besseren Ökobilanz mit kleinerem Energiebedarf, weisen die ökologischen Dämmstoffe also sowohl bei der Herstellung, als auch bei der Verarbeitung, im Einbau, bei der Benutzung sowie bei der Entsorgung weniger gesundheitliche Beeinträchtigungen auf.