Tipps für Planung und Bau einer Solaranlage

Advertorial - Welche Vorteile bringen auf dem Hausdach angebrachte Solarzellen? Und was muss man bei der Planung und dem Bau der Photovoltaik-Anlage beachten? Informationen zur Nutzung der Sonnenenergie in Ihrer Wohnung, finden Sie hier.

Was Sie bei Planung und Bau einer Solaranlage beachten müssen, erfahren Sie hier.
Die Montage einer Solaranlage eignet sich besonders während einer Sanierung des Daches. Foto: Elena Elisseeva / iStock / Thinkstock
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Die eigenen Solarzellen garantieren ein entsprechendes Mass an Unabhängigkeit bei der Stromversorgung und sind Ausdruck des persönlichen Engagements für eine nachhaltige Ressourcen-Nutzung. Zudem bieten sie interessante architektonische Gestaltungsmöglichkeiten, die das Gebäude aufwerten. Der lokale Energieversorger ist verpflichtet die Überschüsse der solaren Stromproduktion abzunehmen. Swissolar setzt sich dafür ein, dass die Vergütung mindestens in der Höhe des normalen Strompreises liegt. Kann die «gelbe Energie» einer Solarbörse geliefert werden, liegt der Erlös deutlich höher, ebenso, wenn die Anlage von der kostendeckenden Einspeisevergütung profitieren kann.

Solarstromanlagen können überall in der Schweiz gebaut werden. Die Einstrahlung beträgt zwischen 1.000 und 1.500 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter und Jahr. In der Sahara ist die Strahlung «nur» 2,2-mal höher als in Bern.

Eine geeignete Fläche für die Solaranlage

Optimal ist eine gegen Süden gerichtete Fläche mit einer Neigung von ungefähr 30°. Der Einfluss der Schräge und der Abweichung von Süden ist jedoch relativ moderat, wie aus der untenstehenden Grafik ersichtlich ist. Der Minderertrag eines direkt gegen Westen gerichteten Daches mit einer Neigung von 30° liegt bei etwa 15%. Ebenfalls zu beachten ist, dass die vorgesehene Fläche keiner Beschattung durch Bäume oder Nachbargebäude ausgesetzt ist und dass wenig Aufbauten wie Kamine oder Gauben vorhanden sind.

Integriert oder aufgebaut

Solarmodule können entweder ins Dach integriert werden und dabei die Dachhaut ersetzen oder sie werden auf das bestehende Dach aufgebaut. Bei der Integration ist auf eine gute Hinterlüftung zu achten, da hohe Zelltemperaturen zu erheblichen Ertragsverlusten führen können.

Der Bau

Der Zustand des Daches ist bei der Wahl der mechanischen Befestigung ausschlaggebend. Die Montage einer Photovoltaik-Anlage auf einem Ziegeldach, das in vielleicht fünf Jahren erneuert werden muss, ist nicht sinnvoll. Hingegen bietet eine bevorstehende Dachsanierung die ideale Gelegenheit, eine integrierte Anlage zu realisieren, die auch ästhetisch überzeugt. Eine Aufbaulösung kann fast überall erstellt werden. Sie bietet die grösste Unabhängigkeit zum bestehenden Dach.

Im Haus selbst muss einerseits der Standort eines allfälligen Feldverteilkastens sowie der des Wechselrichters bestimmt werden. Geeignet sind Räume, die im Sommer nicht zu heiss werden und nicht allzu klein sind, damit die Abwärme des Wechselrichters weggeführt werden kann. Andererseits muss die Anbindung an das elektrische Netz mit dem örtlichen Elekrizitätswerk (EW) abgesprochen werden.

Die idealen Dimensionen

Die Grösse einer Anlage wird durch verschiedene Faktoren bestimmt. So kann die Bauherrschaft festlegen, welcher prozentuale Anteil des eigenen Strombedarfs solar gedeckt werden soll. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, dass Hausbesitzer ein Kostendach vorgeben, das für Planung und Realisierung nicht überschritten werden darf.

Faustregeln zur Dimensionierung:

  • Eine Anlage mit einer Leistung von rund 2 kWp (16m2) deckt 50% des elektrischen Energiebedarfs eines durchschnittlichen Haushaltes mit einem Stromverbrauch von 4.000 kWh (Warmwassererzeugung nicht mit Elektroboiler).
  • Sparsame Haushalte können mit einer Anlage von rund 3 kWp (24m2) den gesamten Jahresstromverbrauch (Warmwasser nicht mit Elektroboiler aufbereitet) abdecken.
  • Ein Quadratmeter Solarmodule erbringt eine Leistung von 130 Watt (bei kristallinen Siliziumzellen). Im Schweizer Mittelland lassen sich damit im Optimalfall jährlich 120 kWh Strom erzeugen.
  • Der eigentliche Bau einer Photovoltaikanlage dauert zwischen einem Tag für Aufdach- oder Flachdachlösungen und maximal drei Tagen für integrierte Anlagen. Mehr Zeit in Anspruch nehmen die sorgfältige Planung und Vorbereitung sowie die Lieferung.

 


Hilfe beim Bau der Solaranlage erhalten Sie bei ausgewiesenen Solarprofis.

Hife beim Baue einer Solaranlage erhalten Sie von ausgewiesenen Solarprofis. Foto: © Ridofranz / iStock / Thinkstock

Bezüglich Formalitäten sind zwei Punkte zu klären. Einerseits ist für die Installation einer Solarstromanlage in vielen Kantonen, respektive Gemeinden eine Baubewilligung notwendig. Nur in gewissen Kantonen sind kleinere Anlagen ausserhalb von Ortskernzonen baubewilligungsfrei. Die kommunale Baubehörde kann beraten, wie vorzugehen ist. Anderseits muss der elektrische Anschluss an das Netz geregelt werden. Das örtliche EW verlangt in der Regel mindestens ein Anschlussgesuch, eventuell ergänzt mit einer Deklaration bezüglich des Oberwellenverhaltens der Wechselrichter. Überschreitet die Anlage eine bestimmte Grösse (3 kW pro Phase, respektive 10 kW dreiphasig), so muss zudem eine Planvorlage an das Eidgenössische Starkstrominspektorat (ESTI) eingereicht werden. Der Eigentümer ist ebenfalls verpflichtet, seine Anlage alle 10 Jahre einem Sicherheits-Nachweis (Si-Na) durch ein konzessioniertes Unternehmen unterziehen zu lassen. Das örtliche EW fordert diesen Nachweis jeweils ein. Sofern das Gebäude einen Blitzschutz aufweist, muss die Solaranlage daran angeschlossen werden.

Hilfe beim Bau

Erste Beratungen erteilen Swissolar und andere Verbände, Institutionen und Stellen der öffentlichen Hand. Sie vermitteln wichtige Tipps zum Vorgehen. Adressen finden Sie unten. Wie viele und welche Firmen für die Planung und den Bau beigezogen werden, wird durch den Anlagetyp beeinflusst:

  • Netzverbundanlage aufgebaut: Im einfachsten Fall bedarf es eines Installateurs, z.B einem Solarprofi, der alle Arbeiten durchführt. Eventuell muss ein Elektriker zugezogen werden, der den Anschluss ans Netz vornehmen darf.
  • Netzverbundanlage integriert: Mindestens ein Installateur sollte als Verantwortlicher zusammen mit Dachdecker und Spengler die Arbeiten koordinieren und durchführen. Je nach Komplexität der Anlage lohnt sich der Beizug eines Planers oder Architekten für die bautechnische Umsetzung.
  • Inselanlage: Die Dimensionierung erfordert einiges an Erfahrung, weshalb eine sorgfältige Auswahl des Installateurs von grosser Bedeutung ist.

Energieberatungsstellen der Kantone

Adressen der kantonalen Energiefachstellen und Energieberatungsstellen sowie Informationen zur finanziellen Förderung sind zu finden unter: www.e-kantone.ch

Planungsbüros

Beratung bieten auch die unabhängigen Planungsbüros. Adressen sind zu finden im Verzeichnis der Solarprofis (www.solarprofis.ch).

Weblinks

  • Swissolar: www.swissolar.ch
  • Energie Schweiz Programm des Bundesamtes für Energie: www.energie-schweiz.ch
  • Solaranlagen Überblick Anbieter und Preise: www.topten.ch
  • Infos zum schweizerischen Photovoltaik-Programm: www.photovoltaik.ch
  • AEE Agentur für Erneuerbare Energien, Anbieter von Ökostrom: www.erneuerbar.ch
  • Internationales PV-Programm der IEA: www.iea-pvps.org

Beratungszentralen Energie Schweiz

Nordwestschweiz (Kantone AG, BE, BL, BS, JU, SO) c/o Nova Energie GmbH, 5000 Aarau, Tel. 062 834 03 03, office.aarau@novaenergie.ch

Ostschweiz (Kantone AI, AR, GR, GL, SH, SG, TG, ZH und FL) c/o Nova Energie GmbH, 8356 Ettenhausen, Tel. 052 368 08 08 office.ettenhausen@novaenergie.ch

Zentralschweiz (Kantone LU, UR, SZ, OW, NW, ZG) c/o Oekowatt GmbH, 6343 Rotkreuz, Tel. 041 790 80 60, info@oekowatt.ch, www.energie-zentralschweiz.ch

  • Standort der Anlage bestimmen.
  • Grösse der Anlage auswählen. Allenfalls Hilfe von neutralen Stellen beanspruchen.
  • Offerten einholen und Referenzanlagen besichtigen.
  • Zeitgleich Abklärung der notwendigen Formalitäten bei Kanton, Gemeinde, Elektrizitätswerk, Eidgenössischem Starkstrominspektorat und Swissgrid durchführen.
  • Offerten und Konzepte vergleichen, allenfalls externe Hilfe beiziehen.
  • Abnahme der Anlage durchführen lassen.
  • Korrekter Abschluss der Formalitäten bei den entsprechenden Stellen vornehmen.

Baubewilligung

In vielen Kantonen sind Kleinanlagen auf nicht denkmalgeschützten Objekten ausserhalb des Ortskerns baubewilligungsfrei. Eine Baubewilligung sollte normalerweise ohne Probleme erhältlich sein: «In Bau- und Landwirtschaftszonen sind sorgfältig in Dach- und Fassadenflächen integrierte Solaranlagen zu bewilligen, sofern keine Kultur- und Naturdenkmäler von kantonaler oder nationaler Bedeutung beeinträchtigt werden.» Eidg. Raumplanungsgesetz Art. 18a. Bei Netzverbundanlagen müssen ausserdem die Anschlussvorschriften der Elektrizitätswerke eingehalten werden.

Die Bedeutung von kWp

Die Nennleistung einer Photovoltaik-Anlage wird mit Kilowatt peak (kWp) angegeben. Sie bezeichnet die maximale Gleichstrom- Leistung unter Standard-Bedingungen. 1 kWp hat bei kristallinen Modulen eine Fläche von rund 8m2, bei amorphen Si-Modulen von etwa 12m2. Kilowattstunde (kWh) ist im Gegensatz dazu die Einheit der produzierten Energie. 1 kWh entspricht der Energie, die eine 100-Watt-Glühbirne in 10 Stunden verbraucht.

 

Quelle: Swissolar
 

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