Nachhaltige Bodenbeläge: Linoleum ist das bessere PVC

Nachhaltige Bodenbeläge: Bei Parkett auf die Herkunft achten

Auch Holz bietet sich für einen nachhaltigen Bodenbelag an - doch Sie sollten auf die Herkunft achten. Foto: © iStockphoto / Thinkstock

Strapazierfähig, pflegeleicht und in vielen Farben erhältlich: Linoleum hat die positiven Eigenschaften mit PVC gemeinsam, aber eine deutlich positivere Ökobilanz. Denn dies ist kein Kunststoff. Laut Baunetz Wissen, dem Online-Lexikon des deutschen Architekturmagazins BauNetz, beinhaltet Linoleum fast ausschliesslich natürliche Rohstoffe wie Leinöle, Harze und Jute. Sie wachsen innerhalb von wenigen Jahren nach. Der ebenfalls enthaltene Kalkstein sei weltweit reichlich vorhanden. Die auch in der Schweiz aktive Firma Arnstrong Bodenbeläge GmbH zum Beispiel hat DLW Linoleum im Programm. Er überzeugt nach Unternehmensangaben auch in punkto Nachhaltigkeit.

Bei diesem Material gibt es Kontrollmöglichkeiten. Die Linoleumbeläge der weltweit tätigen Tarkett-Unternehmensgruppe wurden mit dem Cradle-to-Cradle Silver Zertifikat ausgezeichnet. Es kennzeichnet Produkte, die umweltsichere, gesunde und recycelbare oder kompostierbare Materialien verwenden. Auch der Einsatz erneuerbarer Energien, der verantwortungsvolle Umgang mit Wasser und soziale Aspekte werden berücksichtigt.

Nachhaltige Bodenbeläge aus Holz

Nachhaltige Bodenbeläge: Parkettboden

Parkettböden schaffen eine schöne Raumatmosphäre. Foto: © Photos.com / Thinkstock

Da liegt es nahe, nur Bodenbeläge aus natürlichen Rohstoffen zu verwenden. Allerdings ist beispielsweise Parkett nicht unbedingt umweltgerechter. Deshalb ist es bei Holz wichtig, sich zu fragen: Stammt es aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern? Da hilft nur, sich gezielt zu informieren. Einige Schweizer Unternehmen haben sich auf ökologisches und umweltbewusstes Bauen spezialisiert. So bietet die Öko Böden GmbH, Bern Parkett aus FSC-zertifiziertem Holz an. Die gemeinnützige Organisation FSC (Forest Stewardship Council) setzt sich weltweit für eine umweltgerechte, sozial verträgliche und wirtschaftlich tragbare Waldwirtschaft ein. Auch die Belcolor AG Flooring mit Sitz in St.Gallen hat nachhaltigen Parkett in ihrem Sortiment. Das Unternehmen weist mit einem Zertifikat des Instituts für Marktökologie (IMO) nach, dass sein Warenfluss den FSC-Standard erfüllt.

Nachhaltige Bodenbeläge: Teppiche

Teppiche sind für viele Allergiker, die Probleme mit Milben oder Hausstaub haben, nicht besonders gut geeignet. Aber auch was die Ökobilanz angeht, können sie bei einem Teppich durchaus daneben greifen. Mehr zu Teppichen als Bodenbelag erfahren Sie im Artikel «Renovieren: Fussbodenbelag und Teppich». Eine Kampagne für eine nachhaltige Teppichindustrie gibt weitere Informationen unter: Label STEP.

Quellen: Ökotest, Öko Böden GmbH, Belcolor AG Flooring, Baunetz, Arnstrong Bodenbeläge, Tarkett

Text: Christine Lendt