Preise für Kleinwindkraftanlagen

Die Kosten für Kleinwindkraftanlagen halten sich in Grenzen.

Modell und Nennleistung entscheiden über den Preis einer Anlage. Foto: ErikdeGraaf / iStock / Thinkstock

Die Preise für Kleinwindkraftanlagen sind nicht horrend teuer und halten sich im vier- bis fünfstelligen Bereich auf. Je nach Typ und Technik müssen Sie mit Kosten von 1000 bis 1500 Sfr. pro 1000 Watt rechnen, die eine Anlage generiert. Auch die Kosten für die Wartung der Anlage halten sich im Rahmen. Detailliert Auskunft über die Kauf- und Wartungskosten erhalten sie bei der Anfrage einer Offerte bei Hersteller und Händler. Unter www.wind-data.ch/branche sind alle Lieferanten aufgelistet, die Kleinwindkraftanlagen verkaufen.

Was müssen Sie bei der Planung einer Kleinwindkraftanlage beachten?

Wenn Sie gerne eine kleine Windanlage bei sich zu Hause installieren möchten, dann gilt es vorab einige Abklärungen zu tätigen. Beispielsweise sollten Sie sich vor dem Bau informieren, unter welchen Kriterien diesein Ihrem Kanton zugelassen sind. Bringen Sie in Erfahrung, ab welcher Grösse der Anlage Sie eine Baubewilligung bei Ihrem Kanton oder Ihrer Gemeinde einholen müssen. Da Windkraftanlagen im eigenen Garten nicht völlig geräuschlos arbeiten, sollten Sie zudem bei den Behörden in Erfahrung bringen, ob die Geräuschentwicklung den Auflagen entspricht. Auch ein Gespräch mit den Nachbarn ist wegen dem Landschaftsbild und der Lärmemission empfehlenswert.

Bei den technischen Fragen gilt es sich zu informieren, ob bei Ihrem Haus ein elektrischer Anschluss für die Leitung der Anlage möglich ist und Ihr Garten oder Ihr Hausdach ein geeigneter Standort für eine Kleinwindkraftanlage ist. Die Windgeschwindigkeit sollte genügend hoch (Durchschnittswindgeschwindigkeit über 4 m/s) und die Hauptwindrichtung frei von Hindernissen (verursachen Windverwirbelungen) sein. Informationen über die durchschnittliche Windgeschwindigkeit in Ihrer Gemeinde finden Sie unter www.wind-data.ch/windkarte. Verwirbelungen können Sie ausfindig machen, indem Sie an einem windigen Tag einen langen Holzstecken, an dem zwei Streifen Baustellenabsperrbänder von vier Meter Länge an der Spitze und einen Meter weiter unten befestigt sind, in die Höhe halten. Zeichen für Verwirbelungen im Windstrom sind unruhig flatternde Bänder. Stramm im Wind wehende Bänder bedeuten einen verwirbelungsfreien Windstrom.

Anschliessend müssen Sie sich noch für ein bestimmtes Modell einer Kleinwindkraftanlage entscheiden. Legen Sie dafür fest, wieviel Strom die Anlage produzieren soll. Für eine gute Windausbeute zur Stromerzeugung ist es wichtig, dass sie bereits bei geringen Windgeschwindigkeiten von 2 m/s arbeitet. Zudem sollte die Anlage keine übermässigen Geräuschemissionen abgeben. Informationen zu Leistung und mögliche Lärmemissionen erhalten Sie vom Lieferanten.

Wie die Installation einer Kleinkraftwindanlage für das Eigenheim gelingt, das können Sie hier am Beispiel einer Familie im deutschen Westerwald sehen.

 

Wissenswertes zu Kleinwindkraftanlagen:

 
  • Kleinwindkraftanlagen haben eine geringere Nennleistung und Grösse als Windgeneratoren und sind für die Versorgung des Eigenheims mit erneuerbarer Energie geeignet.
  • Sie erbringen eine Nennleistung zwischen 300 und 1500 Watt und können einen Teil des eigenen Energiebedarfs abdecken.
  • Die Kosten für eine Kleinwindkraftanlage belaufen sich auf 1000 Sfr. pro generierte 1000 Watt.
  • Informieren Sie sich vor der Installation bei den Behörden zur Baubewilligungen von kleinen Windanlagen.
  • Finden Sie den richtigen Standort für die Anlage mit einer hohen Winddurchschnittsgeschwindigkeit und frei von Verwirbelungen.

 

 

Quellen: www.suisse-eole.ch, www.die-energie-bin-ich.ch, www.alternativ-strom.ch

 

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