Nachhaltiges Bauen mit Lehm, Holz und Recyclingbeton

Das Bauen mit nachwachsenden Ressourcen ist nachhaltig.

Nachhaltiges Bauen mit nachwachsenden oder recycelten Baustoffen. Foto: tfoxfoto / iStock / Thinkstock

Bereits ein Viertel aller Neubauten sind mit Minergie zertifiziert. Doch auch ohne Label ist nachhaltiges Bauen möglich - wenn nachwachsende oder recycelte Baustoffe verwendet werden.

Recycelte Baustoffe sind gut für nachhaltiges Bauen geeignet. Der Anfahrtsweg zur Baustelle ist meist kurz und verwendete Rohstoffe werden ersetzt. Jedes Jahr fallen beim Rückbau von Gebäuden etwa 13 Millionen Materialien, meist Beton- und Mischabbruch, an. Daraus entsteht eine rezyklierte Gesteinskörnung, auch Recycling-Beton genannt.

Mit Lehm wird seit langem gebaut. Er sorgt für ein gesundes Raumklima, kann die Feuchtigkeit aufsaugen und wieder abgeben. Zudem ist der Baustoff ein guter Wärmespeicher.

Bereits 15 Prozent der Schweizer Einfamilienhäuser sind aus dem nachhaltigen Baustoff Holz gebaut. Es hat gute Eigenschaften, weil es Feuchtigkeit reguliert, wiederverwertbar und schadstoffarm zu entsorgen ist. Der WWF warnt allerdings, dass einige Hölzer vom Raubbau stammen. Transparenz für nachhaltige Holzprodukte gibt das FSC-Label.

Ein Haus braucht einen warmen Mantel. Die Wärmedämmung sollte aus Naturfaser wie Hobelspänen, Flachs, Holzfasern oder Roggen bestehen. Sonst muss die Dämmung als Altlast entsorgt werden.

In den nächsten 50 Jahren müssten knapp 1,5 Millionen Gebäude in der Schweiz energetisch saniert werden. Die Zeit für die Ausweitung nachhaltigen Bauens wäre deshalb jetzt günstig.

Links

  • Anbietersuche - Minergie bietet eine Datenbank, um Experten für nachhaltiges Bauen zu finden.
  • Bau schlau - Kampagne von EnergieSchweiz zur effizienten Gebäudeenergienutzung (im Auftrag des Bundesamtes für Energie BFE).

 

 

Text: Kerstin Borowiak, Quellen: Tagungsband Minergie 2011, Faktor kompakt 03, WWF, EMPA, Minergie, ETH Zürich BAFU