Ein Bett, aber keine Wände: In diesem Hotel schlafen Sie draussen

Eines der wohl seltsamsten Hotels steht derzeit im Safiental. Hier können Sie in einem richtigen Hotelbett unter freiem Himmel schlafen. Und zwar mit Blick auf die Bündner Bergwelt und einem eigenen Butler.  

Ein Bett, aber keine Wände: In diesem Hotel schlafen Sie draussen
Foto: © Atelier für Sonderaufgaben
  • 14

Die «Rezeption» dieses Null Stern Hotels befindet sich ganz in der Nähe auf dem Bergbauernhof Gasslihof. Ein Butler empfängt dort die Besucher und führt sie zu dem vor Bergpanorama freistehenden Doppelbett.

Stromanschluss und Nachttischlämpli gibt es auch in diesem Hotelzimmer. Hingegen kommt es ohne Wände, Dach oder auch Dusche und Toilette aus. Dafür erleben Gäste eine einmalige Nacht unter freiem Himmel und erwachen am nächsten Morgen mit einem atemberaubenden Ausblick. Dabei geniessen sie ihr Zmorge, das der Butler serviert.

Auch im Hochsommer schläft es sich hier kühl 

Auf 1’700 Metern über Meer fällt die Temperatur nach Sonnenuntergang rasch. Wer bei den 10 bis 15 Grad mit Duvet und Wolldecke friert, sollte seinen wärmenden Pyjama oder auch Handschuhe und Schal nicht zu Hause vergessen.

Ein Bett, aber keine Wände: In diesem Hotel schlafen Sie draussen

Foto: © Atelier für Sonderaufgaben

Da das Wetter in den Bergen zudem schnell umschlagen kann, steht bei plötzlich einsetzendem Regen eine Notunterkunft zur Verfügung. Es kann aber auch vorkommen, dass die Betreiber eine Übernachtung bei schlechtem Wetter komplett absagen müssen.

Das Null Stern Hotel ist eigentlich ein Kunstprojekt

Hinter dem aussergewöhnlichen Hotel stehen die Konzeptkünstler Frank und Patrik Riklin. Die beiden Ostschweizer machten bereits 2008 mit dem Null-Stern-Bunker auf sich aufmerksam. Im Rahmen der ersten Art Safiental, einer Kunstausstellung unter freiem Himmel, eröffneten sie nun das Null Stern Hotel.

Bei den Butlern handelt es sich hier um Bewohnern der Region, wie dem Bauern von nebenan oder eine Lehrerin aus dem Tal. Safiental Tourismus vermietet das spezielle Schlaferlebnis mit Zmorge noch bis Ende August.

Text: Anja Stettin