Tipps und wichtige Infos für die Modernisierung Ihrer Heizung

Heizung und Warmwasser sind im Einfamilienhaus die mit Abstand grössten Energieverbraucher. Im schweizerischen Schnitt machen sie zusammen rund 83 Prozent des Energiebedarfs in privaten Haushaltungen aus. Eine Modernisierung lohnt sich daher oft, weil sie zu grossen Energieersparnissen führen kann. Wann und wie Sie am besten Ihr Heizsystem modernisieren, lesen Sie hier.

Heizung modernisieren, Gebäude sanieren.
Es wird empfohlen, eine Heizungsmodernisierung detailliert zu planen. Foto: © Ruta Saulyte - Fotolia.com
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Zirka die Hälfte des Gesamtenergieverbrauchs fliesst in der Schweiz in die Heizung. Hier entstehen auch rund 45 Prozent des CO2-Ausstosses. Das Sparpotenzial ist sowohl bei der Energie als auch bei den CO2-Emissionen enorm. Dabei sollte nicht die Heizung alleine ins Auge gefasst werden sondern das Gebäude als Gesamtes betrachtet werden.

Laut Bundesamt für Energie bis 50 Prozent Sparpotenzial im Gebäude

Mit gezielten Massnahmen lassen sich im Gebäude enorme Mengen an Energie einsparen. Durch systematische, richtige Sanierung der Liegenschaft könnte der Energieverbrauch gemäss Bundesamt für Energie in noch nicht sanierten Gebäuden halbiert werden.

Heizung modernisieren und so Energieverluste verringern

Die grössten Einsparpotenziale können realisiert werden, wenn bei einer Sanierung aber auch im Neubau die Energieverluste so gering wie möglich gehalten werden. Durch die gute Isolation der Gebäudehülle, Dach, Keller, Fenstern und Türen sowie bessere Installationen geht viel weniger Wärme verloren. Zudem gilt der Grundsatz: je besser das Haus isoliert, umso kleiner und verbrauchsärmer kann die Heizung gewählt werden. Auch der Einbau einer kontrollierten Wohnraumlüftung kann die Verluste zusätzlich reduzieren – mit gleichzeitigem Gewinn an Komfort.

Fünf Tipps zur Modernisierung Ihrer Heizung

Moderne Heizsysteme garantieren Wohlfühlwärme im ganzen Haus – und das bei markant tieferem Energieverbrauch. Neue Technologien nutzen die Energie im Brennstoff heute im Verbund mit intelligenten Heizungsregelungen viel effizienter. So lassen sich mit einer modernen Heizung die Heizkosten um bis zu 20 Prozent reduzieren. Gleichzeitig kann ein klarer Trend hin zu erneuerbaren Energieträgern beobachtet werden. Neben dem Portemonnaie profitiert vor allem die Umwelt von einer Heizanlage der neusten Generation.


Tipp 1: Bei Neubau und Sanierung immer an die Sonne denken

Ganz gleich, für welchen Energieträger Sie sich entscheiden, die Sonne sollte immer in die Überlegungen mit einbezogen werden. Die Sonne als kostenlose, vollkommen CO2-freie Energiequelle für die Wassererwärmung und/oder die Heizungsunterstützung ist bereits bei heutigen Energiepreisen wirtschaftlich interessant und aus ökologischer Sicht unschlagbar. In einem 4-Personen-Haushalt ist mit einem Kompaktsystem ein jährlicher solarer Deckungsgrad bis zu 90 Prozent realisierbar. Das bedeutet: An rund 320 Tagen im Jahr wird die Energie für das Warmwasser allein von der Sonne geliefert.


Tipp 2: Grundsätzlich den Einsatz erneuerbarer Energie prüfen

Heizenergie aus nachwachsenden Energiequellen liegt im Trend. Ob in Kombination mit den fossilen Energieträgern wie Heizöl oder Erdgas oder ob als vollständiges Heizsystem.

Erneuerbare Energien sind:

• Sonnenenergie
• Pellets
• Stückholz
• Bioöl aus pflanzlichen Rohstoffen
• Biogas

Nicht erneuerbar sind:

• Heizöl
• Erdgas

Die Energieträger unterscheiden sich nach Kosten, örtlicher Verfügbarkeit, Transportier- und Lagerfähigkeit sowie Umweltverträglichkeit. Die Gewichtung der einzelnen Aspekte müssen Sie als Bauherr selber vornehmen.


Tipp 3: Bei Öl oder Gas immer Brennwerttechnik einsetzen

Fällt der Entscheid auf eine Öl- oder Gasheizung ist es wesentlich, dass die wertvolle Ressource so effizient wie nur möglich genutzt wird. Durch moderne Brennwerttechnik ist dies sichergestellt. Brennwerttechnik gewinnt aus dem eingesetzten Brennstoff rund 15 Prozent mehr Heizenergie. Auch der Betrieb mit nachwachsendem Bioöl oder Biogas können eine Möglichkeit zur zusätzlichen Verbesserung der Umwelt- und CO2-Bilanz sein.


Tipp 4: Auf durchgängige Systemtechnologie achten

Eine Heizanlage ist ein komplexes Gesamtsystem mit vielen Komponenten. Immer häufiger werden auch unterschiedliche Heizsysteme und Energieformen miteinander kombiniert in sogenannten Bivalent-Systemen. Für einen zuverlässigen Betrieb und einen bestmöglichen Wirkungsgrad muss ein perfektes Zusammenspiel aller Einzelteile gewährleistet sein.

Tipp 5: Die Pumpe nicht vergessen - A-Klasse wählen

Pumpen in Heizsystemen benötigen ebenfalls Energie – ein Faktor, der oft vergessen geht. Dabei können Heizungspumpen bis zu 10 Prozent des Haushaltsstroms verbrauchen. Neuartige, hocheffiziente A-Klasse Pumpengenerationen schaffen hier Abhilfe. Sie benötigen bis zu 80 Prozent weniger Strom als herkömmliche Pumpen.

Bei Neubau und Sanierung: An die Sonne denken!

Immer an die Sonne denken: Bei Neubauten oder Sanierungen lässt sich im idealen Fall Solarenergie anwenden. © Joe Gough - Fotolia.com

Irgendwann wird sie für jeden Hausbesitzer ein Thema: die Heizungserneuerung. Im schlechteren Fall muss die Heizung aufgrund eines Defektes – womöglich mitten im Winter – Hals über Kopf ersetzt werden. Im besseren Fall geht man das Thema rechtzeitig und umfassend an. Idealerweise im Rahmen einer energetischen Gesamterneuerung der Liegenschaft. Ein solches planmässiges Vorgehen empfehlen wir Ihnen wärmstens, denn nur so können Sie in Ruhe vergleichen und schlussendlich auf der Basis fundierter Informationen entscheiden.

Heizung modernisieren: Agieren statt reagieren

Gehen Sie das Projekt Heizungssanierung frühzeitig und strategisch an. Oder anders ausgedrückt: Warten Sie nicht, bis Ihre alte Heizung den Geist aufgibt und Sie zu einer Notlösung zwingt. Eine frühzeitige Planung ermöglicht es Ihnen, sich in aller Ruhe über unterschiedliche technische Konzepte zu informieren und verlässliche Kostenrechnungen anzustellen. Sie können den Sanierungszeitpunkt selber wählen und so Umbaustress vermeiden.

Das Gebäude als Gesamtsystem betrachten

Wenn mit der Heizung auch Gebäudehülle, Dach, Keller, Fenster und Türen saniert werden, lassen sich die grössten Einsparpotenziale realisieren, da Massnahmen an Gebäudehülle und Haustechnik optimal aufeinander abgestimmt werden können. Als Grundsatz gilt: Je besser isoliert das Haus, desto kleiner kann die Heizung gewählt werden.

Bei langfristigem Investitionshorizont

Weitsichtig erneuern heisst, den Wert der Immobilie auf lange Sicht erhalten. Wer weitsichtig und somit nachhaltig saniert erstellt einen Plan für die Gesamterneuerung mit einem Zeithorizont von 10 bis 20 Jahren. Bei diesem Vorgehen wird in der Regel erst die Gebäudehülle saniert. Ist die Gebäudehülle dicht, kommt das Innenleben – also die Haustechnik – an die Reihe.

Bei kurzfristigerem Investitionshorizont

Soll sich die Investition in möglichst kurzer Zeit zurückzahlen, kann auch der Ersatz des alten Heizkessels sinnvoll sein. Denn verglichen mit umfassenden Dämmmassnahmen ist eine neue Heizanlage in der Regel in wesentlich kürzerer Zeit amortisiert.

Soviel Wärme kann verloren gehen.

1 Kamin bis 9%  2 Dach bis 15% 3 Wände bis 25% 4 Fenster/Türen bis 25%  5 Keller/Kellerdecke bis 9%. Foto: Hoval

Sanierung: Umfassend in einem Zug oder in Etappen?

Energieberater empfehlen nach Möglichkeit, eine umfassende Gebäudesanierung in einem Zug anzugehen. So können alle Massnahmen exakt aufeinander abgestimmt werden und das Risiko von Bauschäden wird minimiert. Zudem können Ausbau- und Erweiterungsprojekte wie etwa ein Dachgeschossausbau gleichzeitig realisiert werden. Für ein etappiertes Vorgehen sprechen vor allem steuerliche Vorteile. Die Investitions- kosten fallen verteilt an und können über mehrere Jahre steuerlich geltend gemacht werden. Darüber hinaus kann das Gebäude in der Regel ununterbrochen genutzt werden. Gleichgültig, ob Sie in mehreren Etappen oder gesamthaft erneuern wollen: lassen Sie im Vorfeld auf jeden Fall einen sorgfältigen Sanierungsplan erstellen, der die einzelnen Massnahmen aufeinander abstimmt.

Den Werterhalt Ihrer Immobilie verbessern und Top-Klassierung beim GEAK erzielen

Der 2010 schweizweit eingeführte GEAK, Gebäude-Energieausweis der Kantone, macht die energetische Qualität Ihres Hauses sichtbar. Der GEAK wird aber auch für die Bewertung der Bausubstanz und des Kaufpreises bei Handänderungen zum wichtigen Kriterium.

 

Bauvorschriften einhalten und Bewilligungen einholen

Kontaktieren Sie frühzeitig die Baubehörden Ihrer Gemeinde, um Ihr Sanierungsprojekt zu besprechen und sich über die benötigten Eingaben und Bewilligungen zu informieren. Der Ersatz einer Heizungsanlage ist immer bewilligungspflichtig. Auch für Tiefenbohrungen für Wärmepumpen-Erdsonden braucht es das grüne Licht der Behörden. Um in den Genuss von Fördergeldern oder speziell günstigen Umbaukrediten zu kommen, müssen spezielle Eingaben gemacht und Nachweise erbracht werden. Auch in Bezug auf diese Fragen helfen die örtlichen Baubehörden.

Quelle: Hoval AG 

Tipp: Mit «App dir die Sonne» ganz einfach für Solarthermie oder Photovoltaik entscheiden

Mit der neuen App können Sie ganz einfach und schnell feststellen, inwiefern sich Solarthermie oder Photovoltaik für Ihr Haus eignen.

Klicken Sie auf das folgende pdf «Hoval Solar eValo.pdf» oder laden Sie die App unter folgendem Link einfach auf Ihr iPhone: http://www.hoval.ch/solarapp und schon können Sie mit dem schweizweit einzigartigen Tool alle wichtigen Kriterien für die ernergetische Modernisierung Ihres Gebäudes analysieren. Ob Fenster, Wärmedämmung, Haustechnik, Brennstoffe, Photovoltaikanlagen oder die Gebäudefinanzierung. Die neue App zeigt Ihnen umgehend den möglichen Ertrag und anfallende Kosten für die Warmwasser- oder Stromerzeugung auf Ihrem Hausdach.

Das Dossier «Wegweiser für moderne Heizsysteme» wird von Hoval präsentiert. Das Unternehmen bietet nachhaltige Komplettlösungen für Heizungsanlagen aus einer Hand, von der Beratung vor der Installation bis zum Service nach der Installation. Mehr Infos

 

 

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