Fenster der Zukunft könnten Klimaanlagen ersetzen

Die Fenster der Zukunft lassen Sonnenlicht rein, die Sommerhitze jedoch bleibt draussen. Das kündigen US Forscher an, die eine spezielle Beschichtungen für Fensterglas entwickelt haben. Wie das funktioniert und welche Ergebnisse damit erzielt werden sollen, erfahren Sie hier.

Das Fenster der Zukunft ersetzt die Klimaanlage.
Zukünftige Fenster lassen die Sommerhitze draussen. Foto: © Roy Kaltschmidt/Lawrence Berkeley Nat'l Lab/ newscientist
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So schön ein sonnendurchfluteter Raum auch ist, die Einstrahlung bringt die Wärme mit sich. Was im Winter angenehm ist, lässt die Räume im Sommer schnell überhitzen und bringt uns so oft entweder zum Schwitzen, oder dazu, die Klimaanlage anzuwerfen. Um das Eindringen der Sommerwärme  durch das Fenster zu verhindern, haben US-Forscher vom Berkeley Lab nun eine Beschichtung für Fensterglas entwickelt, das zwar sichtbares Licht durch lässt. Das Licht nahe der Infrarotgrenze, welches für die Hitzeentwicklung verantwortlich ist, sperrt sie jedoch aus. Diese Beschichtung besteht aus kleinsten Kristallen, die das Infrarotlicht absorbieren können. Mittels Anlegung einer Spannung von wenigen Volts lässt sich die Durchlässigkeit der Infrarotstrahlen zudem variieren. So kann der Effekt in den kalten Monaten «weggeschaltet» werden und die Fenster lassen dann wieder die im Winter so wichtigen, wärmenden Strahlen in die Wohnung.

Zu kaufen gibt es die innovativen Fenster noch nicht, denn die Technik ist zwar bereits in der Praxis angekommen. Sie ist jedoch noch nicht ganz ausgereift. Sollten die Forscher diese Probleme jedoch beheben können, würden die «Smart Windows» zukünftig deutliche Energieeinsparungen erlauben. Laut Dieter Sporn vom Würzburger Fraunhofer-Institut für Silicatforschung, könnte ein solches Fenster bei einer Reduzierung des Tageslichtes um nur 15 Prozent bereits eine Klimaanlage ersetzen. Besonders bei grossen Bauten mit viel Glasfläche, beispielsweise bei öffentlichen Gebäuden wie Banken, würde sich eine Investition in solche Fenster lohnen. Auch für Privatbauten ist die Technik der «Smart Windows» durchaus sinnvoll, wenn grosse Fensterflächen verbaut werden.

Quelle: pressetext.com Text: Jessica Buschor