Pelletofen und Pellet-Zentralheizung: einfach zu bedienen

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Heizen mit Pellets ist sehr komfortabel, da der Heizkessel automatisch mit Brennmaterial gefüllt wird. Foto: © tchara / iStock / Thinkstock

Neben Cheminéeöfen können Sie einzelne Räume auch mit einem Pelletofen wärmen. Dieser wird mit Pellets, Presslingen aus Holzspänen und Sägemehl, befeuert. Daneben gibt es auch Pellet-Heizkessel, die eine höhere Wärmeleistung aufweisen und als Zentralheizung für Ein-, Zwei- oder Mehrfamilienhäuser im Einsatz stehen. Der Pellet-Heizkessel ist dabei oft im Keller platziert, wo er die Wärme an den Wärmeträger Luft oder Wasser abgibt. Mittels Rohrsystem wird das heisse Wasser oder die warme Luft in die verschiedenen Heizkörper (Radiatoren) gepumpt. Der Vorteil von Pellet-Zentralheizungen ist die komfortable Bedienung. Zu Beginn der Saison einmal Anschalten und am Ende der Heizsaison einmal Abschalten reicht, denn der Pellet-Heizkessel wird automatisch über ein Saugsystem mit Brennmaterial (Pellet) aus dem Lagerraum versorgt. «Die Grösse des Lagerraums sollte ungefähr dem Pellet-Bedarf einer Saison entsprechen. Ein Kellerraum von rund 5 m² reicht meist aus», heisst es auf hausinfo.ch über den Platzbedarf der gelagerten Pellets für ein Einfamilienhaus. In der Anschaffung liegen Pellet-Zentralheizungen bei 20.000 bis 25.000 Franken. Wegen der hohen Anschaffungskosten schneidet die Pellet-Zentralfeuerung im Gesamtkostenvergleich (Anschaffungskosten, Unterhaltskosten, Kosten für Brennmaterial) pro Jahr gegenüber Öl- oder Gasheizungen deutlich schlechter ab.

Mit Stückholz oder Schnitzel heizen

Eine Zentralheizung kann auch mit Stückholz oder Schnitzel befeuert werden. Holzschnitzel-Heizkessel funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie Pellet-Heizkessel, nur das zum Feuern automatisch Holzschnitzel nachgefüllt werden. Wegen der grossen Heizleistung ist eine Schnitzel-Zentralfeuerung jedoch weniger für ein Ein-, als vielmehr für Mehrfamilienhäuser geeignet. Die Kosten für die Installation belaufen sich dann auf ungefähr 40.000 Franken.

Holzstück-Heizungen stehen vor allem bei Einfamilienhäusern im Gebrauch, da das Nachfüllen des Brennmaterials nicht automatisch, sondern per Handarbeit erfolgt. Demnach ist die Holzstück-Heizung vor allem für Personen geeignet, die gerne mit Holz hantieren. Zudem benötigt dieser Holzheizungstyp genügend Raum für den Warmwasserspeicher, damit nicht ständig geheizt werden muss. Auch für die Lagerung des Holzvorrates muss genügend Platz vorhanden sein. «Idealerweise lagert das Holz zwei Jahre - für eine 10kW-Anlage heisst das rund 14 Kubikmeter Platz», heisst es im Serviceartikel des Bundesamts für Energie. Für die Installation einer Stückholz-Zentralheizung müssen Sie wie bei der Schnitzel-Zentralheizung mit ungefähr 40.000 Franken rechnen.

Wissenswertes zu Holzheizungen:


  • Mit Holzheizungen heizen Sie am klimafreundlichsten.
  • Holzheizungen geben Feinstaub an die Umgebung ab. Dank Staubfilter und einer korrekten Handhabung lässt sich der Emissionsausstoss minimieren.
  • Durch die Kombination mit Sonnenkollektoren für die Warmwasseraufbereitung können Sie die Holzheizung entlasten und den Feinstaub-Ausstoss reduzieren. Damit schonen Sie die Umwelt.
  • Heizen mit Pellets ist wegen der einfachen Bedienung stark im Kommen. Über ein Saugsystem wird das Brennmaterial automatisch nachgefüllt.
  • Schnitzelheizungen funktionieren wie Pellet-Heizungen, sind wegen der grossen Heizleistung vor allem für Mehrfamilienhäuser gedacht.
  • Stück-Holzheizungen sind für Einfamilienhäuser geeignet. Das Nachfüllen des Heizkessels mit Holz erfolgt per Handarbeit.

 


Quellen: Holzenergie.ch, Hausinfo.ch, energieschweiz.ch, wwf.ch, Text: Lea Schwer