Funktionsweise einer Fussbodenheizung

Fussbodenheizung2_200x300

Fussbodenheizungen gibt es in zwei Arten, als Warmwasser-Bodenheizungen und als elektrische Bodenheizungen. Foto: © Digitalpress - Fotolia.com.

Es gibt zwei Arten von Fussbodenheizungen. Bei der einen Variante werden Warmwasserleitungen im Boden verlegt, bei der anderen elektrische Leitungen. Bei der Warmwasser-Bodenheizung fliesst heisses Wasser durch die Rohre und strahlt Wärme in den oberhalb liegenden Raum ab. Fussbodenheizungen mit Warmwasserleitungen werden wiederum auf zwei Arten verlegt. Bei der «nassen» Verlegung sind die Rohre Teil des Unterlagsbodens (Untergrund für Fussbodenbeläge). Heizungen im Unterlagsboden benötigen etwas Zeit, um flächendeckend Wärme zu erzeugen. Dafür bleibt die Wärme im Unterlagsboden länger gespeichert. Bei Neubauten wird die Verlegung von Warmwasser-Bodenheizungen nach dem Nasssystem bevorzugt. Bei der «trockenen» Verlegung werden die Wasserleitungen meist auf oder in vorgefertigte Module (aus Kunststoff) verlegt und mit dem gewünschten Bodenbelag versehen. Da hier die Wasserleitungen direkt unter den Bodenbelag verlegt werden, ist die Reaktionszeit zum Erwärmen des Raumes geringer. «Räume lassen sich so innerhalb einer halben Stunde oder weniger auf eine angenehme Zimmertemperatur aufheizen», heisst es bei hausinfo.ch über den Vorteil einer «trockenen» Verlegung.

Bei elektrischen Fussbodenheizungen werden elektronische Wärmeleiter wie Kabel, Heizmatten oder Heizkacheln im Boden verlegt. Da diese mit Strom betrieben werden, braucht man keinen Heizkessel, sondern lediglich einen Stromanschluss. Elektrische Bodenheizungen eignen sich vor allem für die Sanierung von Altbauten mit niedrigen Räumen. Dies weil sie eine geringe Einbauhöhe von weniger als 10 mm haben und die Installation relativ unkompliziert ist. Heutzutage gibt es jedoch auch Warmwassersysteme mit einer Einbauhöhe von weniger als 10 mm, welche sich ebenfalls für die Sanierungen von Altbauten ohne komplett neuen Bodenaufbau eignen.

Vielfach stellt sich beim Einbau einer Fussbodenheizung die Frage nach dem geeigneten Bodenbelag. «Grundsätzlich entsteht durch Bodenheizung keine Einschränkung bei der Wahl des Bodenbelages. Tendenziell gelten jedoch Stein- oder Kunststeinbeläge als ideal für die Wärmeübertragung. Aber auch Teppiche, Kunststoff-, Parkett- oder Laminatbeläge sind möglich», äussert sich hausinfo.ch hierzu. Beim Parkettboden müssen Sie jedoch auf die Temperatureinstellung der Bodenheizung achten, da er eine zu hohe Temperatur schlecht verträgt. Hier schaffen Ihnen einsetzbare Fühler Abhilfe, mit denen Sie festlegen können, wie hoch die Heizung höchstens wärmen darf.

Wissenswertes über Fussbodenheizungen:


  • Die Fussbodenheizung leitet die Wärme direkt in den Körper. Die gefühlte Wärme ist somit höher und erlaubt eine tiefer eingestellte Raumtemperatur von bis zu zwei Grad Celsius.
  • Fussbodenheizungen arbeiten nach dem Niedrigtemperaturprinzip. Das heisst die Vorlauftemperatur beläuft sich nur auf 30 Grad Celsius. Damit sparen Sie Energie und Kosten.
  • Es gibt zwei Systeme von Fussbodenheizungen. Während die Warmwasser-Bodenheizung die Wärme über Wasserleitungen transportiert, geben bei der elektrischen Fussbodenheizung elektronische Wärmeleiter Wärme ab.
  • Fussbodenheizungen sind gut für Ihre Gesundheit. Durch die regelmässige Wärmeverteilung wird kein Staub aufgewirbelt. Zudem verhindert der trockene Fussbodenbereich die Schimmelbildung und die Vermehrung von Hausstaubmilben.
  • Fussbodenheizung lassen die unvorteilhaft aussehenden Radiatoren im Boden verschwinden.

 


Quellen: hausinfo.ch, energie-lexikon.info, Text: Lea Schwer

7 Ideen, mit denen Sie mehr zum Selbstversorger werden

7 Ideen, mit denen Sie mehr zum Selbstversorger werden

Weltweite Earth Hour: Auch die Schweiz liegt im Dunkeln

Weltweite Earth Hour: Auch die Schweiz liegt im Dunkeln

Londoner heizen mit ihrer U-Bahn

Londoner heizen mit ihrer U-Bahn