Recycling und Bio-Catering

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Bio-Catering ist eine von vielen Massnahmen für grünere Events. Foto: schafar / iStock / Thinkstock

In der Schweiz werden zwar nicht wie in Deutschland Zug-Übernachtungen auf dem OpenAir-Gelände angeboten, allerdings ist bei verschiedenen Veranstaltern das Ticket oder Kontrollarmband während dessen Gültigkeit auch ein Fahrtausweis zweiter Klasse. Und das Openair St. Gallen ist als eines der Vorzeigebeispiele im Bereich der «grünen» Festivals zu nennen. Bereits seit 2007 ist es mit dem «Green'n'Clean»-Award der Europäischen Festival Organisation Yourope ausgezeichnet und vor zwei Jahren bezeichnete eine Studie des WWF das OpenAir als «Umwelt-Champion». Verdient hat es sich diesen Titel durch verschiedene Anstrengungen: So kann es seit 2007 beispielsweise gänzlich auf Generatoren verzichten und den gesamten Energiebedarf mit erneuerbaren Energiequellen decken. Auch das Paléo Festival Nyon, der Lucerne Marathon, der Engadin Ski Marathon und Orange Cinema fördern laut WWF die Anreise mit dem öffentlichen Verkehr, haben fast alle ein Umweltkonzept, nutzen Ökostrom, kompensieren ihre CO2-Emissionen, setzen auf Recycling und teilweise auch auf Bio-Catering.

Umwelt-Schutz: Festival-Besucher haben Verantwortung

Aber bei einer Grossveranstaltung kann jeder seinen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Das beginnt schon zu Hause: Bevor man das Haus für einige Tage verlässt, sollten alle elektrischen Geräte ausgeschaltet werden und auch nicht im Stand-by-Modus weiterlaufen. Angereist wird am besten mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit einer Fahrgemeinschaft. Um möglichst wenig Müll anfallen zulassen, sollte man nur das von zu Hause mitbringen, was man wirklich benötigt: Metallgeschirr kann dabei nicht schaden. Abfall, der nicht zu vermeiden ist, sollte in den dafür vorgesehenen Behältern entsorgt werden - das gilt auch für Zigarettenstummel. Wer Essen von zu Hause mitbringen will, sollte dies in Frischhalteboxen und nicht in Alufolie tun. Denn bei der Produktion von Alufolie werden pro Kilogramm Aluminium neun Kilogramm CO2 freigesetzt. Kauft man seine Verpflegung an den Essensständen, kann man sich auch für den Stand entscheiden, der richtige Teller und lokale Produkte anbietet. Und am Merchandising-Stand kann man nach T-Shirts aus fairem Handel und/oder Biobaumwolle fragen - immer häufiger wird entsprechendes angeboten. Zuhause bleiben muss also niemand. Ein Anfang ist bereits, sich nach den Events umzusehen, die ökologisch handeln und selbst vor Ort zur Tat zu schreiten.

Text: Alexa Scherrer

Informationen zu grünen Festivals:


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