Natur erleben im Herbst: Jetzt in die Outdoor-Saison starten!

Gerade im Herbst zieht es uns nochmal ins Freie, um die letzten warmen Tage vor dem kalten Winter geniessen zu können. Mit diesen Outdoor-Aktivitäten haben Sie garantiert Spass in und an der Natur.

Geniessen Sie bei verschiedenen Aktivitäten im Freien die letzten warmen Tage vor dem Winter.
Das Klettern ist nur eine von zahlreichen Möglichkeiten den Herbst im Freien zu geniessen. Foto: © iStockphoto / Thinkstock
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Nachdem die sommerliche Hitze vorbei ist, können wir uns jetzt leichter bei verschiedenen Aktivitäten im Freien austoben, ohne gleich arg ins Schwitzen zu geraten. Dabei gibt es neben den Klassikern Wandern und Velofahren, viele andere spanndende Aktivitäten in der herbstlichen Natur. Ob Geocaching, Seilpark oder Klimahörpfad, vielleicht ist ja auch für Sie das Richtige dabei, um im Wald und auf Wiesen einmal anders aktiv zu sein.

Geocaching: Schatzsucher mit GPS

Beim Geocaching wandern Sie durch die Natur aber auf viel spannenderen Pfaden als sonst. Dazu gehören Entdecken, Rätseln und Suchen. Bei der elektronischen Schnitzeljagd sind die Suchenden mit einem GPS-Empfänger ausgestattet, um den verborgenen Schatz zu finden. Die Koordinaten, die angeben, wo der Schatz verborgen ist, finden die Teilnehmenden im Internet. Beim Schatz handelt es sich um eine wasserdichte Box, die irgendwo in der Natur oder auch in der Stadt versteckt wurde. Darin sind diverse Kleinigkeiten zu finden, die frühere Schnitzeljäger besorgt und bei Auffinden der Box hinzugegeben haben, bevor sie den Schatz wieder neu versteckt haben. Das bedeutet, jeder Schnitzeljäger ist sowohl Sucher, als auch jener, der sein Mitbringsel für den nächsten Jäger wieder als Schatz versteckt. Wenn der Sucher den Schatz gefunden hat, kann er sein Mitbringsel mit einem aus der Box tauschen und die Box anschliessend wieder neu verstecken. Die Koordinaten des Verstecks veröffentlicht er anschliessend im Internet.

Die wasserdichte Box enthält neben den Tauschgegenständen der Vorgänger ein Logbuch und ein Stift, worin der erfolgreiche Schatzjäger seine Suche dokumentieren kann. So können andere Sucher und der «Owner», der Eigentümer, die Geschehnisse rund um den Geocache verfolgen.

Mehr Informationen zum Geocaching und Seitenangaben wo Sie sich als Sucher eintragen können und die GPS-Koordinaten entnehmen können, finden Sie unter www.geocache.ch.

Klettern im Freien

Das Klettern im Freien wird belohnt mit herrlichen Ausblicken und viel frischer Luft.

Das Klettern im Freien wird belohnt mit herrlichen Ausblicken und viel frischer Luft. Foto: © iStockphoto /Thinkstock

Die Schweiz mit ihren unzähligen Bergen lässt so manches Kletterer-Herz höher schlagen. Viele kennen Kletterangebote nur aus Hallen. Aber Felsen zum Klettern für Anfänger, Fortgeschrittene sowie für Profis mit vorbereiteten Sicherhacken finden Sie auch im Freien. Und da haben Sie nicht nur zusätzlich jede Menge frische Luft, sondern können am Ende auch die überragende Aussicht vom eigens erklommenen Berg geniessen.

Den Kletterausflug können Sie gleich mit einer Wanderung zum Felsen oder sogar mit einer Übernachtung in den Bergen verbinden. Eine Kletterausrüstung lohnt sich nur dann zu kaufen, wenn Sie regelmässig klettern gehen. Viele Sportgeschäfte bieten daher auch Kletterausrüstungen zur Miete an.

Wenn Sie noch nie zuvor geklettert sind, sollten Sie am Anfang mit einer erfahrenen Begleitperson die Kletter- und Sicherungstechnik üben oder einen Kletterkurs belegen. Eine Übersicht über verschiedene Kletterfelsen mit Bewertungen und Angaben zum Schwierigkeitsgrad finden Sie hier

Der Seilpark: Einmal wie Tarzan durch die Bäume schwingen

Der Seilpark bietet für die ganze Familie eine Menge Spass! Seilpärke bestehen aus mehreren Masten oder Bäumen, die mit Seilen, aufgehängten Balken oder Brücken verbunden sind. Hier können Sie Ihre Geschicklichkeit testen beim Klettern, Balancieren, Erklimmen, Wippen und Hüpfen oder beim waghalsigen Herabsausen.

Sie sollten Sich jedoch vor dem Besuch eines Seilparks erst über die Benutzungsbestimmungen informieren. Zum Beispiel haben die Seilpärke unterschiedliche Schwierigkeitsgrade. Viele haben ein Mindestalter oder eine Mindestgrösse. Wieder andere können Sie nur mit einem Guide begehen.

Öko-korrekter Kletterspass im Seilpark Gantrisch

Der Seilpark Gantrisch achtet darauf möglichst umweltfreundlich zu wirtschaften. Foto: © Seilpark Gantrisch

Der Seilpark Gantrisch achtet darauf möglichst umweltfreundlich zu wirtschaften. (Zur Vergrösserung aufs Bild klicken) Foto: © Seilpark Gantrisch

Der Seilpark Gantrisch wurde mitten im Wald erbaut und bietet Ihnen neun verschiedene Routen für unterschiedliches Können. Die Betreiber des Parks versuchen vom Flyer auf Recyclinpapier bis zur Kleidung aus nachhaltig produzierten Textilien so umweltfreundlich wie möglich zu wirtschaften. Das natürliche und unbehandelte Holz für Plattformen und Seilbrücken beziehen sie ausschliesslich aus der Region. Auch beim Bau und dem Unterhalt berück- sichtigen sie ökologische Kriterien.

Mehr Informationen zum Seilpark Gantrisch und zu den einzelnen Parcours finden Sie auf www.seilpark-gantrisch.ch.

Rigi: Der Seilpark im Wald

Ein besonders schöner Seilpark befindet sich auf der Rigi. Auch dieser ist im Wald gelegen. Die Brücken, Plattformen und Seile wurden an natürlich wachsenden Bäumen so angebracht, dass sie diese möglichst wenig verletzen. Und das bedeutet auch, dass der Seilpark mit den Bäumen wächst und sich verändert. Der Park bietet viele unterschiedliche Routen an. Deshalb wird Besuchern empfohlen, mindestens drei bis vier Stunden einzuplanen. Um den ganzen Park zu begehen, braucht es einen ganzen Tag. Das Tolle am Seilpark Rigi ist, dass Sie nicht für die Zeit bezahlen, sondern pro Eintritt. Das ermöglicht Ihnen auch einmal länger im Park zu verweilen. Weitere Informationen zum Seilpark Rigi finden Sie unter www.seilpark-rigi.ch.

Die gesamte Übersicht zu den verschiedenen Seilpärken der Schweiz finden Sie hier.

 

Bei der Wanderung auf den Klimahörpfaden erfahren die Besucher Spannende Anektoden, Legenden und Fakten rund ums Thema Klima.

Bei der Wanderung auf dem Klimahörpfad Goms, lernen Sie die wunderschöne Umgebung von Goms kennen. Foto: © Joujou  / pixelio.de

Auf den vier Klimahörpfaden Goms, Zermatt, St. Gallen und Zürich zu wandern ist eine besonders schöne Möglichkeit, um diese Regionen kennen zu lernen und dabei noch spannende Informationen, Geschichten oder Legenden zu hören. Manche der Klimahörpfade können Sie nicht nur zu Fuss, sondern je nach Lust und Laune auch mit Velo, E-Bike oder im Winter mit den Langlaufskis entdecken.

 

Via Had-Set erfahren die Wanderer Wissenswertes über das Klima.

Via Had-Set erfahren die Wanderer Wissenswertes über das Klima. Foto: © Klimahörpfad Goms

Der Klimahörpfad Goms

Der Klimahörpfad Goms ist der neuste Zuwachs bei den Klimahörpfaden der Schweiz und ein besonders spannender Weg, der viel Abwechslung bietet. Der Hörpfad verläuft auf den Hauptrouten von Oberwald nach Mörel oder von Oberwald nach Fiesch mit vier zusätzlichen Strecken als Bonus für jene, die noch weiter möchten. In den Erzählungen, Anekdoten und Fakten rund um das Klima finden unter anderem James Bond und Papst Benedikt XVI ihren Platz. Oder sie erfahren, wie ein Sonnenstrahl von Goms es vermag in Zürich das Licht einzuschalten und warum Ochsen und Nattern gerne in Obergesteln «züglen».

Wenn Sie die Routen gerne mit dem E-Bike zurücklegen möchten, können Sie an verschiedenen Stellen eines mieten. Dort, sowie an zahlreichen weiteren Stationen, bekommen Sie gegen ein Depot auch Audio-Geräte, die Sie zum Anhören der unterschiedlichen Erzählungen benötigen. Die Stationen dafür finden Sie unter www.klimahoerpfad.ch/goms. Wenn Sie lieber den eigenen MP3-Player oder Ihr Smartphone benützen möchten, können Sie auf der selben Seite die Erzählungen der Stationen eins bis 33 bequem herunterladen.

Vitaparcours: Auspowern in idyllischen Wäldern

Vitaparcours eignen sich wunderbar, um sich und seinem Körper Gutes zu tun bei abwechslungsreicher Aktivität in schöner Umgebung. Die Jogging-Routen von Vitaparcours führen von Posten zu Posten mit verschiedenen Übungen zu Beweglichkeit, Kraft und Ausdauer. Dabei können Sie sich den Schwierigkeitsgrad selber aussuchen. Die Tafeln zeigen Ihnen erst ein paar Aufwärmübungen, bevor es dann richtig losgeht. Die Routen führen meistens durch Wälder und je nach dem, wo Sie in der Schweiz einen Vitaparcour besuchen, sind die Strecken hügeliger oder flacher.

Eine Übersicht zu den Vitaparcours finden Sie hier.

Quellen: zurichvitaparcours.ch, lauftipps.ch, seilparks.ch, www.seilpark-gantrisch.ch, www.seilpark-rigi.ch, wikipedia.ch, www.geocache.ch, klimahoerpfad.ch

Text: Jessica Buschor