Das sind die 18 schönsten Bergseen der Schweiz

Nirgends kann man so gut die Seele baumeln lassen und die Füsse im kristallklaren Wasser abkühlen als an einem idyllischen Bergsee. Und davon gibt es einige in unserem Land. Umgeben von atemberaubendem Bergpanorama, leise raschelnden Bäumen und kühler Alpenluft sind sie ware Naturperlen. Welche 18 Schweizer Bergseen du gesehen haben musst und die schönsten Aktivitäten an ihren Ufern.

Eine Wanderin am Ufer eines kleinen Bergsees in der Schweiz
Die Schweiz ist das Land der Berge – und der kristallklaren Bergseen. © Switzerland Tourism / Olivier Walther
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Du willst mal wieder raus in die Natur, fernab von grossen Menschenmengen die Stille geniessen und klare Bergluft atmen? Dann sollte dein nächster Ausflug an einen der schönsten Schweizer Bergseen gehen.

Hier warten kristallklares Wasser und unendliche Weite auf dich! Klick dich durch die Bildgalerie und finde dein nächstes Reiseziel im Heimatland:

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Eingebettet in einmalige Gesteinswelt: Der Schottensee

Der in dern Glarner Alpen gelegene Schottensee liegt ebenfallas auf der Fünf-Seen-Wanderung und ist lediglich einen kurzen Abstieg vom Wildsee entfernt. Mehr Infos über den Schottensee. Foto © VogelSP / iStock / Thinkstock

 

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Bettmersee

Eingebettet in die Bergarena Grosser Aletschgletscher und nur zehn Gehminuten vom Zentrum des autofreien Walliser Feriendorfs Bettmeralp entfernt, liegt der Bettmersee. Seit 2001 gehört das Gebiet zum UNESCO Weltnaturerbe Schweizer Alpen Jungfrau Aletsch und begeistert Gäste wie und Erholungsbedürftige.

Die Gegend um den Bettmersee eignet sich wunderbar für Wanderungen, Biketouren und Klettererlebnisse. Selbst auf einem kinderwagenfreundlichen Weg kann der 6 Hektar grosse Bergsee umrundet werden. Dabei kannst du den Fischern über die Schulter schauen oder dich an einer der Rastplätze mit Feuerstellen zu einem Picknick niederlassen. Ausserdem kannst du dich hier auf eine kleine Bootsfahrt begeben oder dir mit einem Sprung in das erfrischende Nass eine Abkühlung gönnen.

Lagh de Calvaresc

Der Blick auf den Calvaresc-See (Lagh de Calvaresc) hat schon viele Besucherinnen und Besucher die Kamera zücken lassen, denn der See hat eine eindeutige Herzform.

Den Bergsee findest du im Kanton Graubünden, nahe der Gemeinde Rossa und auf einer Höhe von 2’214 m. Der kleine See ist nicht nur schön anzuschauen: Nach einem steilen Aufstieg am Piz de Ganan bietet sein Ufer auch ein idyllisches Plätzchen für ein Pause. Wer sich traut, kann die stets erfrischende Badetemperatur des Bergsees testen oder einfach nur die frische Luft und den Anblick geniessen. Aufmerksame werden schnell bemerken, dass sich jede Menge Bachforellen in dem kristallklaren Wasser tummeln. Ihr Glück: Nicht viele Angler wagen den steilen Anstieg auf den Berg.

Vom Lagh de Calvaresc lockt eine Wanderung durch offenes Gelände und einen wunderschönen Lärchenwald zur Capanna Buffalora, eine toll gelegene ASAC-Berghütte. Von dort bietet sich ein herrlicher Ausblick ins Calancatal, das rauschende Wasserfälle zum Entdecken bereithält.

Trübsee

Der Trübsee, manchmal auch Trüebsee genannt, liegt im zentralschweizerischen Kanton Nidwalden auf einer Höhe von 1‘764 m und hat sein Bett zwischen der Gemeinde Engelberg und dem Titlis. Er bildet das Herz einer beliebten Ausflugsregion, die du etwa auf der Vier-Seen-Wanderung durch die gesamte Hochpassregion entdecken kannst.

Im Sommer bieten sich zahlreiche Wassersportaktivitäten wie Kajaken oder eine Ruderbootstour an. Und nicht erst, wenn der See im Winter zugefroren ist, lädt ein Rundweg zu einer Wanderung ein. Mutige wagen ein Bad im eisigen Wasser, das vom Titlisgletscher gespeist wird.

Tällisee

Im Sommer lädt die Region um den kleinen Tällisee im Kanton Wallis zur Tour auf einem der vielen Wanderwege ein. Traumhafte Aussichten in die Walliser Bergwelt sind hier garantiert, etwa auf den Grossen Aletschgletscher oder auf die Berner Alpen.

Zur Rast lädt die kleine Berghütte Gletscherstube ein, von wo aus sich eine Wanderung Richtung Bettmerhorn und den in Wollgraswiesen eingebetteten Märjlesee anbietet. Im Winter findest du hier wunderbare Routen für Skitouren.

Oeschinensee

Oberhalb vom Kandersteg im Berner Oberland auf eine Höhe von 1‘578 m liegt der 1,1 km² grosse Oeschinensee. Auch er gehört zum erweiterten UNESCO Weltnaturerbe. Entstanden ist das Gewässer erst durch mehrere Bergrutsche der Flanken des Doldenhorns und des Fründenhorns. Gespeist wird der beliebte Badesee durch zahlreiche Gletscherbäche, was für seine Klarheit sorgt.

Blick auf den Oeschinensee im Sommer, Sonnenaufgang
Der Oeschinensee bei Sonnenaufgang im Sommer. © Andrew_Mayovskyy / iStock / Getty Images Plus

Das über den Öschibach abfliessende Bergwasser ist eine ideale Trinkwasserquelle für die talwärts liegenden Gemeinden. Auch Strom wird hiermit produziert. Erreichen kannst du ihn über zahlreiche Wanderwege. Bequemer wird es dank der 25 Minuten entfernten Bergstation der Gondelbahn. Dort findest du zudem eine 750 Meter lange Sommerrodelbahn, die zum Restyling deiner Frisur einlädt. Entdecke die schönsten Wanderungen am Oeschinensee.

Stazersee

Eine weitere Bergsee-Perle ist der Stazersee in Graubünden, auch Lej da Staz genannt. Der Hochmoorsee liegt nahe des St. Moritzersees im Stazerwald auf einer Höhe von 1'809 Metern ü. M.

Da der See nicht sehr tief ist, wärmt er sich im Sommer schnell auf und bietet sich bestens als Erfrischung nach einer Wanderung. Am besten steigst du über den malerischen Holzsteg in den Bergsee und geniesst das klare Wasser bei ein paar Zügen. Am Ostufer des Sees liegt neben dem Badeplatz auch ein Restaurant, das für Verpflegung sorgt.

Erreichen kannst du den Schweizer Bergsee zu Fuss am Celerina oder St. Moritz innert einer Dreiviertelstunde. Auch mit dem Mountainbike bist du von dort aus schnell am Stazersee.

Crestasee

Klein, aber oho: Der Crestasee ist nur 320 Meter lang und gilt für viele als einer der schönsten Bergseen der Schweiz. Zwischen Trin und Flums gelegen, bietet der schöne Schweizer See eine atemberaubend schöne Naturkulisse. Das strahlende türkisblaue Wasser entstammt einer unterirdischen Quelle und bildet mit dem umsäumenden tiefgrünen Wald ein beeindruckendes Farbenspiel.

Wer die unberührte Schönheit des Crestasees mit eigenen Augen erblicken möchte, muss einen mindestens 15-minütigen Fussmarsch in Kauf nehmen, da der naturbelassene See nicht direkt angefahren werden kann. Doch der Anblick des Bergsees ist jeden Schritt wert.

Grundsee

Der Grundsee ist ein weiterer, typischer Schmelzwassersee und liegt im Lötschental im Oberwallis. Schon zu prähistorischen Zeiten wanderten Menschen hier in Richtung Lötschenpass vorbei. Die historische Entwicklung der Gletscherregion ist noch heute anhand vieler Hinweise zu rekonstruieren. Den malerischen, sehr kühlen Grundsee kannst du auf verschiedenen Wanderrouten erleben.

Tipp: Du kannst auf dem Gletscherlehrpfad (ein Rundweg) auf erdhistorischem Terrain wandern. Dieser führt von der Postautostation Fafleralp am Seeufer und am Gletschertor vorbei und erklärt an 23 Haltepunkten die Entwicklungsgeschichte der Hochgebirgslandschaft und der Bergseen. Etwa auf der Hälfte lädt die Anenhütte zum Verweilen und Nächtigen ein. Reine Wanderzeit: etwa 7 Stunden.

Melchsee

Viele kennen die Melchsee-Frutt im Kanton Obwalden als Wintersportregion. Doch auch im Sommer lädt der Melchsee zu vielen sportlichen Aktivitäten wie Wandern, Biken oder Klettern ein. An dem 54 Hektar grossen Bergsee kannst du selbstredend auch einfach mal die Seele baumeln lassen und an einer der eingerichteten Feuerstellen dein Picknick geniessen. Hier liegt sogar Feuerholz und Grillrost parat.

Besonders beliebt ist das Gewässer bei Angelsportlern. Im Sommer versuchen zahlreiche Angler ihr Glück beim Fang von Forellen, im Winter lockt er zum Eisfischen. Das idyllische Wasserreservoir auf 1‘891 m. ü. M. wurde einst durch einen künstlichen Damm gestaut und dient der Stromproduktion im nahegelegenen Kraftwerk Hugschwendi.

Tomasee

Der Tomasee, rätoromanisch auch Lag da Toma oder Lai da Tuma genannt, befindet sich im Einzugsgebiet des Vorderrheins in Graubünden. Daher wird er auch als Quelle des Rheins angesehen und bereits sein 1‘200 m langer Zufluss wird laut Bundesamt für Landestopografie als Rhein bezeichnet.

Der wunderschöne Bergsee mit Trinkwasserqualität lieg inmitten einer geschützten Landschaft auf einer Höhe von 2‘344 m. ü. M. unterhalb des Piz Badus in der Nähe des Oberalppasses. Die idyllische Bergregion lässt sich beim Wandern oder mit dem Bike erkunden.

Tipp: Eine wunderschöne Velotour führt vom Oberalppass den gesamten Rhein entlang bis Basel.

Wildsee

In der Nähe von Bad Ragaz im Kanton St. Gallen zieht das tiefblaue Wasser des Wildsees und traumhafte Aussichten Wandernde in seinen Bann. Der kleine Bergsee ist der zweite auf der Fünf-Seen-Tour beim Pizol, die an der Pizolhütte am Wangersee startet. Er liegt auf 2‘438 Metern und ist damit der am höchsten gelegene Punkt der beliebten Wanderroute. Der Wanderweg erlaubt auch einen Einblick in das UNESCO Welterbe Sardona, in dessen Region die Entstehung der Gebirgslandschaft historisch und sehr gut dokumentiert ist.

Blick auf den türkisfarbenen Wildsee
Blick auf den türkisfarbenen Wildsee. © Philip Hoeppli / iStock / Getty Images Plus

Der Wildsee ist ein hervorragender Aussichtspunkt, um auf der Wanderung eine Pause einzulegen. Von hier kannst du unter anderem den Pizolgletscher erblicken, dessen Gipfel 2‘844 in den Himmel ragt.

Schottensee

Der Schottensee befindet sich nahe des Pizolgletschers in den Glarner Alpen. Auf der Fünf-Seen-Wanderung ist er lediglich einen kurzen Abstieg vom Wildsee entfern. Der grünlich schimmernde, stille Bergsee breitet sich auf einer Höhe von 2‘335 Metern über dem Meer aus und bietet eine wunderschöne Aussicht in die umgebende Gebirgslandschaft hinein.

Um den Bergsee herum zeigt sich die Vielfalt der Gesteinswelt in der Region. Der Farbkontrast von weissem Kalk, grauem Sandstein und schwarzem Schiefer prägt die Landschaft und lässt die urzeitliche Entstehungsgeschichte erahnen. Der Abfluss des Schottensees speist den Gafarrabach, ein Nebenfluss der Seez.

Schwarzsee

Der Schwarzsee im Kanton Freiburg liegt auf einer Höhe von 1‘046 m. ü. M. und hat eine maximale Tiefe von lediglich 10 Metern. An seinem Ufer wächst jede Menge Schilf, um ihn herum liegen saftige Wissen und prächtige Wälder. Im Winter verwandelt sich die Region in ein Skigebiet und auf dem zugefrorenen Gewässer wird Schlittschuh gelaufen.

Im Sommer lässt es sich hier bestens wandern und dabei den Ausblick und die Atmosphäre in dem idyllischen Tal geniessen. Erholungssuchende können in den umliegenden Badehäusern entspannen.

Besonderheit: Das schwefelhaltige Wasser des Schwarzsees wird bereits seit drei Jahrhunderten für Heilbäder verwendet.

Lago di Saoseo

Im Bündner Val die Campo befindet sich ein Bergsee wie aus dem Bilderbuch. Der intensiv kobaltblau leuchtende Lago die Saoseo (Lagh da Saoseo) wirkt im Herbst durch die goldgelb gefärbten Lärchen an seinen Ufern und den schneebedeckten Gipfeln in der Ferne, die sich im See spiegeln, geradezu märchenhaft. Kein Wunder, dass er in zahlreichen Sagen Erwähnung findet.

Der Weg zum Lago die Saoseo beginnt mit einer Busfahrt von Sfazù an der Berninastrasse na Alp Camp. Von dort führt dich ein Wanderweg durch das Naturschutzgebiet zu einem der schönsten Gewässer in der Schweiz, dessen intensive Farbe es weltberühmt gemacht hat. Das ganze Val Campo ist bekannt für seine einzigartige Flora und Fauna. Ob Lärchen- oder Arwenwälder, Alpenrose und Edelweiss, Steinbock, Gämse, Murmeltier oder Adler. Der aufmerksame Naturfreund wird viel entdecken können.

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Silvaplanersee

Der Silvaplanersee (rätroromanisch Lej da Silvaplauna) im Oberengadin ist nicht nur schön anzusehen, sondern auch bei Kite- und Windsurfern beliebt. Vor Ort befinden sich entsprechende Shops und Schulen, die Kurse anbieten. Wer es entspannter mag, kann hier auch einfach die herrliche Aussicht geniessen und die Beine ins Wasser baumeln lassen.

Wer hier baden möchte, muss sich jedoch auf eisige Temperaturen gefasst machen. Der See liegt auf fast 1800 Metern. Er ist der Mittlere der drei Seen der Engadiner Seeplatte.

Blausee

Natur pur bietet der idyllische, im Berner Oberland gelegene Blausee. Er macht seinem Namen alle Ehre, denn dank seines glasklaren blauen Wassers zählt er für viele zu den schönsten Seen der Schweiz. Der auf 900 Metern über dem Meer gelegene Bergsee wird aus unterirdischen Quellen gespeist.

Das Wasser im Blausee übersteigt die 8-Grad-Grenze das ganze Jahr über nicht, weshalb Baden nicht empfehlenswert ist. Aber der Blausee bietet Möglichkeiten zum Fischen und für Bootstouren. Dabei kannst du rundherum beim Wandern eine imposante Naturlandschaft geniessen.

Hier findest du die schönsten Wanderungen am Blausee.

Lai da Palpuogna

Abseits des Massentourismus findest du oberhalb des Dorfes Preda in der Gemeinde Bergün gelegen den Palpuognasee. Er besticht durch seine türkisblaue Farbe und das von Lärchen umsäumte Ufer. Der auf 1'917 Metern ü. M. gelegene Bergsee liegt im Naturpark «Parc Ela», weshalb hier ein striktes Badeverbot herrscht

Blick auf den Palpuognasee im Herbst
Der Palpuognasee ist im Herbst besonders schön. © Switzerland Tourism / JanGeerk

Doch der Blick über den knapp 500 Meter langen, malerischen See ist unbezahlbar. Zudem bieten sich hier zahlreiche Wanderrouten an, um wieder einmal tief in die Natur einzutauchen und den Alltag für eine Weile zu vergessen – ob eine kurze Wanderung vom Bahnhof Preda bis zum Lao da Palpuogna und zurück oder eine Rundtour um den See.

Lago Tremorgio

Der kristallklare und tiefblaue Lago Tremorgio liegt oberhalb des Dorfzentrums voon Rodi-Fiesso im Kanton Tessin auf 1'820 Metern ü. M. Er hat einen Durchmesser von rund 500 Metern und wird von einigen Bergbächen gespeist.

Der Lago Tremergio kann auf einer gemütlichen Spazierroute innert einer Dreiviertelstunde umrundet werden. Im Sommer lädt die Bergwirtschaft «Capanna Tremergio» zum Rasten und Speisen ein. Erreichen kannst du den See mit einer Seilbahn, die bei der Talstation «Teleferica Tremorgio» startet.

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