Bio-Picknick: leckere Ideen für Ihren «grünen» Picknickkorb

Der Sommer lockt ins Freie und viele unternehmen Radtouren, Ausflüge oder Wanderungen. Dabei geht häufig der kleinen Hunger mit auf Reisen. Deshalb planen viele ein Bio-Picknick im Grünen und suchen dafür Ideen, Rezepte und nach passenden Plätzen in der Schweiz.

Das bio-Picknick ist fürt unterwegs die gesunde Alternative zu Fast Food.
Das bio-Picknick ist fürt unterwegs die gesunde Alternative zu Fast Food. Foto: © Comstock / Thinkstock
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Sobald der Sommer anbricht, zieht es viele ins Freie. Radfahren, wandern, schwimmen oder Familienausflüge stehen dann auf dem Tagesplan. Wem unterwegs der kleine Hunger überrascht, entscheidet sich oft für Fast Food. Ein Bio-Picknick ist hingegen eine nahrhafte Alternative und bietet einen Anlass, um sich mit Familie sowie Freunden zu treffen. So schmeckt das gesund-fröhliche Schlemmen in Gemeinschaft gleich doppelt so gut. Wir haben Ideen gesammelt, damit Ihr ökologisches Picknick im Grünen auch wirklich allen schmeckt!

Regionale und saisonale Bio-Lebensmittel statt Fertigprodukte

In einen Bio-Picknickkorb gehören vor allem ökologische Lebensmittel aus der Region oder aus dem eigenen Garten. Gemüsesticks und Obstschnitzer sind leckeres Fingerfood, das sich einfach in einer Frischhaltedose transportieren lässt. Im Juni können Sie saisonale Früchte wie Erdbeeren, Kirschen, Himbeeren, Äpfel und Birnen nutzen. Ab Juli kommen Aprikosen, Beeren aller Art, Nektarinen, Pfirsiche und Pflaumen hinzu. Erntefrisches Bio-Gemüse wie Gurken, Karotten, Kohlrabi, Radieschen, Paprika und Tomaten bringen bunte Abwechslung auf die Picknickdecke. Blattsalate sind weniger geeignet, da diese bei wärmeren Temperaturen in sich zusammenfallen.

Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und kreieren Sie exotische Salate.

Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf und kreieren Sie exotische Salate. Foto: © George Doyle / Stockbyte / Thinkstock

Wohlschmeckende Kleinigkeiten sind auch hartgekochte Bio-Eier, Tofuwürstchen, Couscoussalate, frische Joghurtdips, Kräuter, Gewürze, Gemüse- oder Dinkelfrikadellen. Wer klimafreundlich geniessen möchte, bevorzugt regionale und saisonale Produkte und wählt daher auch Fleisch- sowie Wurstprodukte sorgsam aus. Die Umweltberatung empfiehlt, alles was schmilzt oder schnell verdirbt, nicht in den Picknickkorb zu packen. So liefern Vollkornbrote mit selber gemachten Aufstrichen oder magerem Käse den Körper ausreichend Energie. Wer dennoch Käse und andere leicht verderbliche Milch- oder Wurstprodukte mitnehmen möchte, sollte eine Kühltasche statt eines Klappkorbes oder Picknickrucksacks mitnehmen. Als perfekter Nachtisch bieten sich Kekse und selber gebackene Muffins an.

Tipps:

  • Wer loses Obst und Gemüse kauft, spart Verpackungsmüll.
  • Statt Alufolie sind Frischhalteboxen die bessere Wahl.
  • Wer häufiger Bio-Picknicks veranstaltet, sollte sich leichtes Campinggeschirr aus Kunststoff (wiederverwendbar) anschaffen.

Picknick-Rezept: Gemüsepizza

Die Grundlage bildet der Pizzateig, den Sie auf dem Blech ausrollen und dann mit 400 Gramm Pelati (geschälte Tomaten) oder einer selber zubereiteten Tomatensosse bestreichen. Darauf legen Sie dann eine bunte Mischung aus kleingeschnittenem Paprika, Lauch, Auberginen, Zuchetti, Knoblauch und Zwiebeln in Bioqualität. Die letzte Schicht ist der in Scheiben geschnittene Mozzarella. Abschliessend würzen Sie alles mit Salz und Pfeffer und träufelt Olivenöl darüber. Die Pizza wird bei 220 Grad etwa eine halbe Stunde gebacken und danach mit frischem Oregano und Rosmarin gewürzt. (Quelle: Biosuisse)

 
Verwenden Sie Geschirr Mehrweggeschirr und so wenig wie möglich Plastik- und Alufolie für das Verpacken der Esswaren.

Verwenden Sie Geschirr Mehrweggeschirr und so wenig wie möglich Plastik- und Alufolie für das Verpacken der Esswaren. Foto: © Hemera / Thinkstock

Mehrweg statt Einweg-Geschirr

Picknicker verursachen nachweislich den meisten Müll. Laut einer Studie der Universität Basel wiesen innerstädtischen Picknickplätze die höchste Litteringquote auf. Um unnötigen Abfall zu vermeiden, gehören beispielsweise Glasflaschen, Thermoskannen, Refiller oder Trinkflaschen ins Gepäck. Da das Sonnenlicht den Geschmack von Saftschorlen, Wasser und Eistee in Plastik schnell fad werden lässt, sind Glasflaschen eine umweltschonende Alternative. Das Material ist gasdicht und unterbindet quasi die Wechselwirkung mit dem Inhalt. Damit können Sie auch den Geschmack von Salaten aller Art, Früchten und Milchspeisen bewahren. Wiederverschliessbare Glasbehälter und Frischhalteboxen aus Kunststoff helfen, die wohl portionierten Snacks zum Bio-Picknick mitzunehmen. Das Essen ist so auch vor Insekten geschützt.

Wer sein vorhandenes Essgeschirr und Besteck in den Picknickkorb oder -rucksack einpackt, wird schwer zu tragen haben. Deshalb greifen manche zu Wegwerf-Plastikgeschirr und Papptellern. Um die Umwelt zu schonen, gehören diese jedoch aus den Körben verbannt. Studien beweisen, dass Einweg immer schlechtere Ökobilanzen als Mehrweg aufweist – auch wenn diese aus Bioplastik bestehen. Wiederverwertbares Kunststoffgeschirr, Holzbesteck oder Picknick-Geschirr aus erneuerbaren Rohstoffen wie Maisstärke und Bambus sind weitaus besser geeignet. Sie können den Serviettenverbrauch mindern, indem Sie ein Geschirrtuch mitnehmen und sowohl die Hände als auch das Geschirr mit Wasser reinigt. Um Insektenüberfälle und Müll im Grünen zu vermeiden, gehören alle Abfälle in einen mitgebrachten Müllsack – den man am Ende des Picknicks selbstverständlich mit nach Hause nimmt.

Mücken- und Sonnenschutz

Lange Anziehsachen können vor Sonne und Mücken schützen. Gegen die Stiche helfen auch Kerzen oder Lotionen. Sonnenschutz bringt ein Sonnenhut, Sonnenschirm und eine Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor.

Picknick-Ideen: Der richtige Ort

Die passende Umgebung bietet den richtigen Rahmen für ein gelungenes Bio-Picknick. Neben offiziellen Plätzen bieten sich Lichtungen, Wiesen oder Flussufer an. Eine ökologische Anreise erfolgt mit dem Rad oder zu Fuss.

Tipp: Finden Sie schöne Ecken in der Schweiz

Gopicnic - schweizweite Suche für Bio-Picknicks
Val Terbi – Wanderrouten mit Bio-Picknickgelegenheiten
Emmi bietet eine Übersicht zu ausgewählten Plätze und schönen Orten.
 

Checkliste für das Bio-Picknick:

  • Decke, Sitzkissen
  • Geschirr, Gläser, Tassen und Besteck, ggf. Taschenmesser oder Flaschenöffner
  • Müllbeutel, Handtuch
  • Picknickkorb oder Picknickrucksack, Kühltasche
  • Sonnenschutz, Mückenschutz
  • Jacke für Abendstunden
  • Spiele und Bücher
  • biologisches Obst und Gemüse
  • Getränke
 

Quellen: BAFU, die Umweltberatung, friends of glass, Biosuisse, oeko.de  Text: Kerstin Borowiak