Die Zecken sind wieder los: So schützen Sie sich am besten

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Schon ein Biss kann genügen, damit Zecken gefährliche Erreger übertragen. Um so wichtiger ist es, sich so gut wie möglich vor den Spinnentieren zu schützen. Hier 5 einfache Tipps.

Zecken: So schützen Sie sich vor Bissen und Krankheiten
Foto: © VitalisG / iStock / Thinkstock

1. Nicht nur auf die Impfung vertrauen

Wer eine Zeckenimpfung hinter sich bringt, glaubt oft, sich nicht mehr um die kleinen Spinnentiere sorgen zu müssen. Doch dieser Schutz wirkt nur bedingt, und zwar gegen die Frühsommer-Meningoenzephalitis FSME, die eine Hirnhautentzündung auslösen kann.

Viel häufiger jedoch übertragen Zecken einen Erreger, der zu Borreliose führt. Dagegen gibt es keine Impfung. Wird die Krankheit rechtzeitig erkannt, kann sie gut behandelt werden. Jedoch sind die Symptome nicht immer eindeutig, was die Diagnose oft schwierig macht. Deshalb sollten Sie auch mit einer Zeckenimpfung immer vorsichtig sein.

2. Auf lange Kleidung setzen

Auch wenn es im Sommer mal wärmer wird, beim Ausflug in den Wald sollten Sie immer lange Hosen tragen und am besten hohe Schuhe. Wer möglichst sicher gehen möchte, dass die Zecken nicht unter das Hosenbein krabbeln, kann zusätzlich die Socke über die Hose ziehen – auch wenn das vielleicht nicht so schön aussieht.

Trotz der langen Kleidung ist es sinnvoll, diese nach dem Ausflug gut abzusuchen. Denn die Zecken bleiben darauf haften und wandern so lange herum, bis sie einen Weg auf die Haut finden.

3. Körper zu Hause sofort überall absuchen

Selbst bei einem kurzen Streifzug durch hohe Gräser oder auch ein Picknick im Park kann bereits Zecken an Ihnen anhaften lassen. Neben der Kleidung, und vielleicht der Picknick-Decke, sollten Sie daher auch unbedingt den ganzen Körper absuchen.

Besonders gern beissen die kleinen Spinnentiere etwa in der Armbeuge zu. Aber auch jede andere Stelle am Körper kann ihnen zum Opfer fallen. Ihr Vorteil: Meist laufen die Zecken zuerst eine Weile lang auf dem Körper herum, bevor sie zubeissen. Bis zu 24 Stunden kann das dauern. Sie haben also in vielen Fällen einige Zeit, um die Tiere noch vor dem Biss abzusammeln.

4. Haustiere auf Zecken prüfen

Gerade Hunde oder auch Katzen, die draussen unterwegs sind, können übersät von Zecken nach Hause kommen. Shampoos, Tropfen, Halsbänder oder andere Mittel zur Vorbeugung können helfen, aber meist klappt das nur bedingt.

Deshalb ist es auch bei Bello oder Büsi wichtig, regelmässig auf die Suche nach Zecken zu gehen. Was frühzeitig abgesammelt wird, kann weder das Haustier noch Sie selbst beissen.

5. Nach einem Biss Zecke sofort und richtig entfernen

Trifft es Sie trotz Vorsichtsmassnahmen einmal, und eine Zecke hat sich in Ihrer Haut festgesaugt, dann sollten Sie diese möglichst schnell entfernen. Viele Erreger überträgt das Tier nämlich erst nach mehreren Stunden. Ein schnelles Entfernen kann daher wichtig sein.

Am besten verwenden Sie dafür eine Pinzette mit einer schmalen Spitzen. Dann die Zecke am Kopf damit fixieren und langsam, gerade nach oben aus der Haut ziehen. Auf keinen Fall die Zecke drehen, da so der Kopf abbrechen und steckenbleiben könnte.

Passen Sie beim Anlegen zudem auf, dass Sie die Pinzette nicht zu hoch ansetzen. Auf den gefüllten Unterleib zu drücken, kann dazu führen, dass die Zecke Blut und Erreger in Ihren Blutkreislauf abgibt.