Welche Schlangen sind in der Schweiz einheimisch?

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Die meisten Schlangen fühlen sich in wärmeren Ländern wohler. Doch auch in der Schweiz gibt es so einige Arten, dabei sogar ein paar Giftschlangen.

In der Schweiz sind Schlangen heimischer als gedacht.
In der Schweiz sind Schlangen heimischer als gedacht. Foto: © black_shogun / iStock Thinkstock

Einheimische Schlangen in der Schweiz

In welchen Lebensräumen kommen Schlangen in der Schweiz vor? Gibt es Giftschlangen? Muss ich Vorsichtsmassnahmen beachten? Diese Fragen beschäftigen Naturfreunde, die sich mit der einheimischen Fauna vertraut machen möchten.

Tatsächlich wurde festgestellt, dass sechs verschiedene ungiftige Natternarten und zwei Arten von Giftschlangen, die Kreuzotter und die Aspisviper, in der Schweiz heimisch sind.

Bedrohlich für den Menschen sind die Tiere jedoch kaum, denn es ist eher unwahrscheinlich, dass Sie auf Ihrem Streifzug durch die Natur überhaupt eine Schlange sehen.

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Die Ringelnatter gehört zu den ungiftigen Schlangen der Schweiz

Die Ringelnatter ist in der Schweiz weit verbreitet. Sie ist eine der ungiftigen Schlangen der Schweiz. Männchen dieser Schlangenart werden etwa 75 cm lang, während die Weibchen eine Länge von bis zu 140 cm erreichen können. Besonderes Kennzeichen dieser Nattern sind zwei gelb bis orange-farbene Flecken am Hinterkopf je in der Form eines Halbmondes. Foto: © hfoxfoto / iStock / Thinkstock

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Schlangen in der Schweiz sind scheue Tiere

Wer nicht gezielt nach ihnen Ausschau hält, wird kaum Gelegenheit haben, Schlangen in der Schweiz in freier Natur zu beobachten. Die geschützten Reptilien leben meistens in sonnigen, warmen Habitaten, die Schutz und Unterschlupf bieten und sind sehr scheu. Nach der Zeit der Winterstarre kommen die Tiere aus ihren Verstecken hervor, um sich aufzuwärmen und Futter zu suchen. Dann hat der aufmerksame Beobachter die Chance, eventuell ein Exemplar zusammengerollt auf einem warmen Stein zu sehen, das gerade ein Sonnenbad nimmt.

Wie unterscheidet man ungiftige Schlangen von Giftschlangen?

Die Giftschlangen Kreuzotter und die kleinere Aspisviper leben hauptsächlich in den wärmeren Gebieten des Tessin oder Wallis. Von den ungiftigen Nattern sind sie leicht zu unterscheiden durch ihre schlitzförmigen Pupillen, im Gegensatz zu den runden Pupillen der Nattern.

Meist wird man den scheuen Tieren aber nicht so nah kommen, dass man ihnen länger in die Augen blicken kann. Für exotische Giftschlangen, die aus Terrarien stammen, ist dieses Unterscheidungsmerkmal zudem nicht anwendbar.


Genaue Beschreibungen der Schlangen in der Schweiz finden Sie unter snakeparadise.ch.

Was tun beim Biss einer Schlange?

Selbst wenn Sie eine der in der Schweiz einheimischen Giftschlangen beisst, muss das nicht immer gefährlich sein. Denn die Schlangen gehen in der Regel durchaus sparsam mit ihrem Gift um. Dennoch sollten Sie in diesem Fall unbedingt den Notruf benachrichtigen oder eine Notfallstation aufsuchen.