Diese Farm züchtet Barsche und Basilikum mitten in der Stadt

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Durch sogenannte Aquaponik soll die Aufzucht von Fischen und Kräutern weniger Ressourcen verbrauchen. Dazu lässt sich das Prinzip auch platzsparend als Stadtfarm umsetzen, wie dieses Projekt beweist.

Aquaponik ist in: Berlin züchtet Basilikum und Barsche mit gleichem Wasser
© ECF Farmsystems GmbH

Die ECF Farm (eco friendly farmsystems) mitten in Berlin produziert derzeit neben Barschen auch 8000 Töpfe Basilikum pro Woche. Möglich macht das die doppelte Wassernutzung des Aquaponik, wodurch die Farm bis zu 90% weniger Wasser braucht als herkömmliche Landwirtschaft. Zudem spart sie Platz ein, indem die Pflanzen nicht im üblichen Beet, sondern ohne Erde in Hydrokultur angebaut werden.

Diese Farm züchtet Barsche und Basilikum mitten in der Stadt

© ECF Farmsystems GmbH

Dabei profitieren Kräuter und Co. direkt von der Fischzucht nebenan. Denn die Ausscheidungen der Fische werden zu Dünger für die Pflanzen. Verkauft werden die Produkte derzeit dank einer Kooperation in nahen Filialen der Supermarktkette Rewe.

 

Genauer funktioniert das Aquaponik so

Wenn Fische Proteine abbauen, scheiden sie aus den Kiemen Ammonium aus. Durch einen biologischen Prozess wird das Ammonium in Nitrat umgewandelt. Nitrat ist ein Hauptbestandteil von Pflanzendünger. Das nährstoffreiche Abwasser wird anschliessend zu den Pflanzen weitergeleitet.

 

Text: Nadine Meier, 2. August 2017, Quellen: sueddeutsche.de, ecf-farm.de