Mehr Luchse in der Schweiz

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Jahrelang hat die Schweiz versucht, wieder Luchse anzusiedeln. Jetzt zeigt eine Studie, dass die Bemühungen weiter Erfolge bringen. Doch Jäger fordern bereits wieder eine Regulierung der Bestände.

Luchse in der Schweiz: Zahl steigt viel deutlicher als erwartet
Foto: © thomasmales / iStock / Thinkstock

Aktuell sind bereits 3,13 Luchse pro 100 Quadratkilometer bei uns heimisch. Ein Grund für ihre vermehrte Ausbreitung ist, dass die Raubkatzen genug Nahrung in Form von Rehen und Gämsen finden.

Die höchste Dichte von Luchsen gibt es im Jura, darauf folgt das Berner Oberland.

Die stark wachsende Zahl der Luchse freut aber nicht alle. Die Wildkatzen pfuschen etwa den Jägern ins Handwerk, indem sie den Wildbestand mitregulieren. Der Jägerverband fordert deshalb ein Gesuch beim Bundesamt für Umwelt einzureichen, das den Luchsbestand künftig regulieren soll, wie unter anderem derbund.ch berichtet.

Untersucht wurde der Luchsbestand durch die Koordinationsstelle für Raubtierökologie und Wildtiermanagement (Kora). Sie nimmt die Entwicklung der Raubkatzen regelmässig in acht Schweizer Gebieten unter die Lupe.

Quellen: Kora, derbund.ch, luzernerzeitung.ch

Autorin: Nadine Meier, 19. Juli 2017