Krisen lassen den Welthunger wieder grösser werden

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Welthunger steigt seit 2015 wieder an
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Der Welthunger nimmt seit 2015 wieder zu statt weiter zu sinken. Dabei könnte es bis 2030 ausreichenden Zugang zu Lebensmitteln für alle geben. Allerdings bräuchte es dafür deutlich mehr konkretes Engagement.

Eigentlich hatten die Vereinten Nationen das Ziel gesetzt, bis 2030 den Welthunger zu besiegen. Aktuelle Zahlen der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen FAO lassen dafür jedoch wenig Hoffnung.

Seit 2015 steigt die Zahl der Hungernden wieder, wie die FAO in einer Pressemitteilung zu ihrer Jahreskonferenz angibt. Mehr als 800 Millionen Menschen weltweit wären derzeit unterernährt, erklärt darin FAO-Generaldirektors José Graziano da Silva. Und die Zahlen steigen weiter. 

Aktuelle Konflikte, die zunehmende Bevölkerung oder auch der Klimawandel würden den Welthunger wieder stärker vergrössern. So drohe beispielsweise im Nordosten Nigerias, in Somalia, dem Süd-Sudan und im Jemen derzeit eine der grössten, jemals erlebten, humanitären Krisen.

Um den Welthunger in den Griff zu bekommen, würde deshalb laut FAO der politische Wille allein nicht mehr ausreichen. Es müssten konkrete Handlungen folgen, wie grössere Investments in die Landwirtschaft und eine nachhaltige Entwicklung ländlicher Gegenden.

Quelle: Pressemitteilung der FAO (in Englisch)

Autor: Bianca Sellnow