Schweizer Trinkwasser soll besser geschützt werden

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Um auch in Zukunft für die einwandfreie Wasserqualität des Trinkwassers zu garantieren, will der Bundesrat zwar keine strengeren Gesetze schaffen. Doch die Umsetzung bestehender Regeln soll konsequenter werden als bisher.

Schweizer Trinkwasser soll besser geschützt werden
Foto: © Hyrma / iStock / Thinkstock

Hauptquellen für die Verunreinigungen des Trinkwassers sind heute zu je ca. 40 Prozent die kommunalen Kläranlagen und die Abschwemmungen von landwirtschaftlichen Flächen, die mit Pestiziden behandelt werden. Die restlichen 20 Prozent verursachen die Industrie und das Gewerbe.

Vor allem häufigere Kontrollen, aber auch mehr Information und bessere überregionale Kooperationen in Sachen Daten-Monitoring, sollen dazu beitragen, dass die Verursacher weniger Schadstoffe an die Umwelt abgeben. Dies hat der Bundesrat vor Kurzem im Bericht «Massnahmen an der Quelle zur Reduktion der Mikroverunreinigungen in den Gewässern» festgehalten.

Im selben Bericht hebt er hervor, dass bereits heute zahlreiche Massnahmen zur Reduktion der Gewässerbelastung beitragen. Dazu zählen «der Ausbau der Abwasserreinigung, die Behandlung des Abwassers von Verkehrswegen oder die Sanierung von Altlasten».

Ein Punkt für sich ist der Einsatz von Pestiziden auf den Feldern der Bauernhöfe. Um dieses Problem anzugehen, wird eigens ein Aktionsplan erarbeitet.

Text: Maximilian Comtesse, Quellen: Medienmitteilung vom Bundesamt für Umwelt, 21. Juni 2017