Nationalpark in Graubünden erhält UNESCO-Label zurück

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Vor etwas mehr als dreissig Jahren wurde dem Nationalpark Schweiz der Titel UNESCO Biosphärenreservat entzogen, weil er die seitdem veränderten Regeln nicht erfüllte. Dank drei neuen Partnern hat er sich das Label nun aber zurückerobert.

Nationalpark in Graubünden erhält UNESCO-Label zurück
Bild: Ova da Cluozza im Schweizer Nationalpark, Foto: © Nico Schaerer / swiss-image.ch

Als 1995 das Label aberkannt wurde, bemängelte die UNESCO, dass der Nationalpark lediglich aus einer Kernzone bestand. Neu wurden damals aber zusätzlich eine Pflege- und Entwicklungszone verlangt, die den Park umschliessen.

In Zusammenarbeit mit den Gemeinden Scoul und Val Müstair erarbeitete der Nationalpark in den letzten Jahren deshalb ein neues Projekt mit dem Namen «Biosphärenreservat Engiadina Val Müstair». Dieses sieht vor, das Val Müstair und einen Teil der Gemeinde Scoul in der Biosphäre anzugliedern.

Nachdem die Bevölkerung von Scuol dem Projekt ebenfalls zugestimmt hatte, reichten die drei Partner ein entsprechendes Gesuch bei der UNESCO ein. Dieses wurde nun von der offiziellen Stelle in Paris angenommen. Damit stellt die Schweiz wieder zwei der insgesamt 651 Biosphärenreservate weltweit. Bei dem zweiten handelt es sich um die Biosphäre Entlebuch.

Text: Maximilian Comtesse, Quellen: Medienmitteilung Schweizerischer Nationalpark, Biospheresmart.org, 16. Juni 2017