Weltneuheit in Genf: Elektrobus ohne Oberleitungen

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Auf den Strassen von Genf fährt seit Kurzem eine Weltneuheit: der erste Elektrobus ohne Oberleitung. Der Bus wird während der Zwischenstopps an den Haltestellen in nur 15 Sekunden aufgeladen und speichert genug Energie für die nächste Etappe. Verkehrsministerin Doris Leuthard weihte das Pilotprojekt jetzt ein.

Elektrobus ohne Oberleitungen in Genf
Einmal aufladen, bitte! Der erste Elektrobus ohne Oberleitung Foto: ABB

Der erste rein elektrisch betriebene Gelenkbus heisst TOSA und ermöglicht erstmals einen emissionsfreien Transport im öffentlichen Nahverkehr ganz ohne Oberleitungen. Die Batterien, die auf dem Dach des Elektrobussses angebracht sind und ihn während der Fahrt mit Energie versorgen, werden innerhalb von Sekunden an jeder dritten oder vierten Haltestelle aufgeladen. Der dafür benötigte Strom stammt zu 100 Prozent aus Wasserkraft.

Im Zuge der Einweihung erklärte Verkehrsministerin Doris Leuthard, dass sowohl die Zahl der Passagiere als auch die Anzahl der Privatfahrzeuge im öffentlichen Verkehr drastisch steigen werden. Darum braucht es neue und flexible Lösungen, die die neuen Herausforderungen bewältigen können. Durch die fehlenden Oberleitungen fügen sich die Busse zudem besser in das Stadtbild ein.

Der Elektrobus wurde von dem Schweizer Techologiekonzern ABB entworfen und bedient die Strecke zwischen dem Genfer Flughafen und Messezentrum Palexpo. Das Pilotprojekt läuft noch bis März 2014.

Quellen: abb.ch, tagesanzeiger.ch

Text: Nina Grünberger