6 kreative Ideen, um Ihren ökologischen Fussabdruck zu verkleinern

Mit dem ökologischen Fussabdruck wird gemessen, welche Auswirkungen unser Lebensstil auf die Umwelt hat. Hier ein paar effektive Ideen, um Ihre Spuren möglichst klein zu halten, an die Sie bisher vielleicht nicht gedacht haben.

Ökologischen Fussabdruck verkleinern
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1. Schicken Sie alte Bücher auf die Reise

Nach dem Lesen stehen Bücher oft nur noch nutzlos im Schrank herum – nicht gerade nachhaltig. Das sogenannte Bookcrossing gibt den Staubfängern ein zweites Leben. Damit schicken Sie die Bücher auf spannende Reisen, die Sie sogar im Internet verfolgen müssen. Der Clou: Sie brauchen Ihre Bücher dafür nicht verschicken, sondern lassen Sie einfach irgendwo liegen. Ein Finder kann es dann statt einem neu gekauften Buch lesen und so vielleicht ein paar Bäume retten.

2. Tauschen Sie Klamotten doch mal statt zu kaufen

Viele Klamotten werden nur kurz getragen und schaden daher der Umwelt übermässig. Darum geben Sie alten Pullovern und Hosen doch nach dem Ableben bei Ihnen ein zweites Leben. Oder holen Sie sich selbst beim Kleidertausch und im Second Hand-Shop Ihre nächsten Lieblingsklamotten.

3. Becher forever statt to-go

Ein Test der SRF-Sendung «Kassensturz» am Zürcher Bahnhof ergab, dass alleine hier täglich 18'000 Einmalkaffeebecher über die Ladentheke gehen. Sind die Becher leergetrunken, landen sie im Müll. Viele Läden bieten aber bereits Mehrwegbecher an, die Sie sich jeden Morgen mit Ihrem Lieblingskaffee befüllen lassen können. Fragen Sie einfach direkt vor Ort nach.

4. Verabschieden Sie sich von Alufolie

Die Herstellung von Aluminium braucht Unmengen an Energie. Sie belastet zudem mit einem hohen CO2-Ausstoss und giftigen Nebenprodukten die Umwelt. So werden 15 Megawatt für die Produktion von einer Tonne Aluminium benötigt. Damit versorgt sich ein Zwei-Personen-Haushalt für fünf Jahren komplett mit Energie. Für einen möglichst kleinen ökologischen Fussabdruck lassen Sie die Rolle Aluminium daher besser im Laden und setzen stattdessen auf ökologische Verpackungen.

5. Lassen Sie Ihr Handy etwas länger klingeln

Laut dem Beobachter werden weltweit jährlich 1,3 Milliarden Smartphones produziert. Der Grund: Wir wollen ständig das neuste Modell. Leider werden vor allem die darin enthaltenen Rohstoffe wie Gold und Seltene Erden, mit hohem Energieaufwand und nicht zu unterschätzender Umweltbelastung gewonnen. Deshalb lohnt es sich, das Handy so lange wie möglch zu nutzen. Wer trotzdem regelmässig ein neues Modell möchte, könnte den Kauf beispielsweise wenigstens einige Monate rauszögern. Das hilft schon, um den ökologischen Fussabdruck zu verkleinern.

Ebenso wichtig: Recyceln Sie das ausgediente Smartphone richtig. So können viele der Seltenen Erden wiedergewonnen werden.

6. Reste verarbeiten statt wegwerfen

Positive Schätzungen gehen davon aus, dass jeder Schweizer im Jahr etwa 31 Kilo noch Essbares in den Müll wirft. Das ist so gar nicht gut für den ökologischen Fussabdruck. Mit etwas Kreativität lassen sich jedoch Reste bestens verarbeiten. Zum Beispiel zu leckerem Chutney oder Konfitüre.

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann