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Strommix: Wo genau kommt eigentlich Ihr Strom her?

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Diese Frage können Sie Dank der am 1. Oktober in Kraft getretenen, revidierten Herkunftsnachweisverordnung bald beantworten. Die Verordnung soll Ihnen als Konsumenten nämlich höhere Transparenz über Ihren Strommix gewährleisten. Wie das funktionieren soll, lesen Sie hier.

Herkunftsnachweise: Höhere Transparenz für Konsumenten.

Welcher Strom beliefert Ihren Haushalt? Die Herkunftsnachweisverordnung verschafft Klarheit.

Ab 2013 muss Swissgrid, die Nationale Netzgesellschaft, fast für die gesamte schweizerische Stromproduktion Qualitäts- und Herkunftsnachweise erbringen. Das Modell ist aber nicht neu, sondern nur eine Erweiterung der bestehenden Regelung. Denn bereits 2010 wurden 40% der schweizerischen Gesamtproduktion mit einem solchen Nachweis zertifiziert.

Die Nationale Stromnetzgesellschaft führt die zentrale Datenbank für Schweizer Herkunftsnachweise und ist seit 2007 die dafür offiziell vorgesehene Zertifizierungsstelle. Die Herkunft des erzeugten Stroms wird durch die ausgestellten Zertifikate garantiert. Ebenfalls aufgezeigt wird das zuständige Kraftwerk und die gebrauchte Energiequelle.

Heute gilt die Nachweispflicht von Swissgrid (www.swissgrid.ch) nur für erneuerbare Energien. Ab 2013 muss jedoch jede Anlage der Zertifizierungsstelle gemeldet werden. Einzige Ausnahme bilden die die Kleinstanlagen, die eine Leistung von weniger als 30 kW erbringen. Diese Änderung sorgt dafür, dass fast die gesamte schweizerische Stromproduktion in einem System erfasst werden wird. Sowohl bei Konsumenten als auch bei Produzenten erhöht sich so die Transparenz, denn der gelieferte Strommix bei den Endverbrauchern auf jeder Rechnung präzise angegeben werden wird.

Dieses System stellt somit sicher, dass vom Produzenten bis zum Konsumenten eine lückenlose, zurückverfolgbare Kontrolle durchgeführt wird. Da eine unabhängige Stelle die Produktionsdaten überprüfen wird, kann man sicher gehen, dass die Produktion einer Anlage auch wirklich ins Netz geleitet wird. Allfällige Mehrfachvermarktungen von Strom aus erneuerbaren Energien werden somit ausgeschlossen.

Schweiz ist Vorreiter mit Transparenz beim Strommix

Die europäische Kommission für Energie hat zum Ziel, durch Neuregelungen wie den genauen Herkunftsnachweis, die volle Transparenz über den Strommix in Europa zu erlangen. Die Schweiz setzt die erarbeiteten Empfehlungen bereits kurzfristig weitgehend um. Somit übernimmt sie mit der neuen Verordnung in Europa eine klare Vorreiterrolle ein.

 

Quelle: presseportal.ch Text: Sabrina Stallone


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