Einkaufen: Modische Öko-Kleider

Heute trägt Mann und Frau ihre ökologischen Statements auf der Brust. Inzwischen sind auch viele Kleider-Labels auf das Weltverbesserungs-Image aufgesprungen. Denn Nachhaltigkeit ist Lifestyle geworden und T-Shirts mit Sprüchen, die Sinn machen, sind in Mode.

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Foto: kasto80 / iStock / Thinkstock

Seit es T-Shirts gibt, waren sie Plattform für den eigenen Lebensstil. Und in den 1980ern wurde das Protest-Shirt Ausdruck des Widerstands gegen alles, was nicht gefiel. Doch dann sind Slogan-Shirts dazu verkommen, Eintagswitze zu verbreiten: «Bier formte diesen Körper» lautet der Klassiker - «Ich bin Raucher und das ist gut so» war lange das höchste der Protest-Gefühle und der Totenkopf wurde zum nichtssagenden Mode-Accessoire auf Designer-Shirts. Doch in den letzten Jahren gewinnt die Meinung wieder an Paroli und es geht darum, individuell für Umwelt-, Tierschutz, generell Nachhaltigkeit einzustehen - und das mit Spruch und Produkt. Bio-Baumwolle und Recycling-Materialien sind angesagt, wobei Ästhetik, ökologische Herstellung und fairer Handel Hand in Hand gehen. Nun bekennen sich auch solche mit individuellen Sprüchen, Motiven und Logos auf ökologisch hergestellten Shirts zu einem nachhaltigen Lebensstil, die noch nie auf einer Demo waren.

WWF: Freche Öko-Kleidung

Die grossen Namen stehen längst dahinter. So auch einer der momentan bekanntesten deutschsprachigen Modeschöpfer Michael Michalsky aus Berlin. Er hat für die Naturschutzorganisation WWF im Rahmen der neuen Fashion-Linie «MICHALSKY for WWF» eine exklusive T-Shirt Kollektion mit dem Titel «PROTECT! » entworfen. Auch hier geht es um ein ökologisches Statement gepaart mit modischem Schick. Anhand kunstvoller Tierillustrationen macht er die Modewelt auf die Schönheit und die Zerbrechlichkeit der Natur aufmerksam. Für die Herstellung werden ökologische Materialien verwendet und das Druckverfahren der Illustrationen entspricht Öko-Standards. «Mit der Kollektion wollen wir auf die Ziele und Projekte des WWF Deutschland aufmerksam machen und zum Erhalt der Einzigartigkeit der Natur beitragen», erklärt Michael Michalsky.