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Es ist nicht alles Gold was glänzt: Für ein Kilo gefördertes Edelmetall brauchen Minenarbeiter etwa bis zu 141 Kilo hochgiftiges Cyanid. Der konventionelle Goldabbau hinterlässt so viele verseuchte Landstriche. Eine Alternative bietet nachhaltiger Schmuck, der mit fairen Arbeits- und Umweltbedingungen gewonnen wird.
Schmuck aus fairem Handel trägt sich leichter. Foto: © iStockphoto /Thinkstock
Früher schädigte die Goldsuche nur die eigenen Hände. Die Glücksritter liessen Waschpfannen unter Wasser kreisen und hofften auf einen wertvollen Fund. Doch das Edelmetall ist längst nicht mehr so viel wert wie früher. Heute können Goldsucher darum mit diesen Glückstreffern kaum überleben. Deshalb spült man das Edelmetall inzwischen mit Cyanid aus dem Gestein grosser Minen. Die giftige Lauge sammelt sich in Becken die bei einem Dammbruch ganze Landstriche auf Jahrzehnte hinweg verseuchen können. So bereits geschehen in Ghana, Rumänien oder Peru, und das ganz legal.
Hinzu kommen illegale Kleinschürfer, die bis zu zwei Gramm billigeres Quecksilbers einsetzen, um ein Gramm Gold zu gewinnen. Laut einer Studie von Südwind verdampfen davon etwa 40 Prozent und der Rest verunreinigt das Wasser. Somit geht die moderne Goldsuche zwar leicht von der Hand, aber «unter die Haut» - und macht Mensch und Umwelt krank.
Deshalb klären einige Organisationen, wie die Alliance for Responsible Mining (ARM) oder Oxfam, über die Missverhältnisse auf. Dank der Initiative gibt es inzwischen einige Schweizer Designer, die nachhaltigen Schmuck aus Fairtrade Gold entwerfen. Für dessen Gewinnung wird weniger Energie aufgewendet, Chemikalien werden vermieden, auf Kinderarbeit wird verzichtet und bessere Arbeitsbedingungen werden geboten. Um dies transparent nachzuweisen, gibt es entweder regelmässige Berichte oder Zertifikate für die Hersteller der nachhaltigen Geschmeide. Doch wie können Sie als Verbraucher sicher gehen, dass Ihr Ring tatsächlich nachhaltiger Schmuck ist?
Eine Möglichkeit ist generell darauf zu verzichten, konventionell hergestellten Modeschmuck zu kaufen. Industriell gefertigte Stücke sind in den seltensten Fällen nachhaltiger Schmuck. Sicherer ist, einen Goldschmied zu beauftragen. Fragen Sie nach der Herkunft der Materialien und verlangen Sie nach Fair Trade Gold.
Gehen Sie lieber zu einem Goldschmied, wenn Sie Schmuck kaufen, und fragen Sie woher die Materialien stammen. Foto: © Martina Christoffel
Es existieren aber auch Zertifikate, welche die Nachhaltigkeit beweisen. Das Zertifikat «Fairtrade and Fairmined» vergeben zum Beispiel Fairtrade International (FLO) und die Alliance for Responsible Mining (ARM) an ausgesuchte Hersteller.
Um die Suche nach neu hergestelltem, nachhaltigem Schmuck zu umgehen, können Sie auch alte Schmuckstücke oder rezyklierte Edelmetalle kaufen. Wenn Sie fairen Modeschmuck bevorzugen, können Sie diesen in Weltläden oder im Claro-Onlineshop kaufen. Sie zahlen einen Mehrpreis, aber kaufen «grüne» Ringe und Ketten. Damit unterstützen Sie Projekte, welche die Materialien für nachhaltigen Schmuck umweltschonend abbauen und sozial verträglich produzieren.
Wir haben Ihnen eine Auswahl an Designern und Ateliers zusammengestellt, die sich dem Thema nachhaltiger Schmuck angenommen haben:
Designer, die auf der Messe Designgut nachhaltige Schmuckstücke ausstellen:
In der Schweiz setzt sich Transparence S.A ein. Sie haben das Ziel, in wenigen Jahren den Weg des Schmuckes lückenlos rückverfolgen zu können. Das kennt man bereits aus der Modebranche. Wer bei Switcher ein Kleidungsstück kauft, kann über den beiliegenden Code alles Informationen über das Produkt erfahren.
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Mit verbindlichen Versprechen zu Gesundheit, Konsum, Mitarbeiter, Umwelt und Gesellschaft engagiert sich die Migros für die zukünftige Generation. ...>