Öko-Mode in der Schweiz

  • 9

Mehr und mehr Schweizer greifen lieber zu Öko-Mode als zu konventioneller Mode. Gerade aufgrund der vielen Skandale um giftige Chemikalien, schlechte Arbeitsbedingungen und Raubbau an der Natur gewinnt Öko-Mode viele Fans.

Nachhaltigkeit von der Stange: Öko-Mode
Foto: © George Mayer / iStock / Thinkstock
Themengebiete:

Warum Öko-Mode kaufen sinnvoll ist

Bekleidung wird heutzutage fast ausnahmslos in asiatischen Ländern produziert. Das reduziert die Herstellungskosten. Auch die Grundprodukte wie bewässerungsintensive Baumwolle werden häufig dort produziert. Gerade letzteres sorgt in vielen Anbaugebieten für Wasserknappheit.  Zudem kommt es immer wieder zu Fällen der Kinderarbeit. Auch werden Giftige Herbizide und Pestizide eingesetzt, die die Umwelt vor Ort stark belasten. Rückstände der chemischen Mittel können sogar in der Kleidung zurückbleiben und auch nach mehrmaligem Waschen nachgewiesen werden.

Was zeichnet Öko-Mode aus

Die Hersteller von Öko-Mode achten darauf, dass Umwelt und Natur bei der Produktion der Stoffe wie auch im Herstellungsprozess geschont werden. Auch die Arbeitsbedingungen der Werksangehörigen sind vielen wichtig. Zwar werden viele Produkte von großen Firmen in Lizenz produziert, doch Großunternehmen haben ein Kontrollsystem eingeführt, das auch die Zulieferer genau überprüft. Ideal ist es, wenn Öko-Mode in der Schweiz produziert wird. Dies ist nicht nur positiv für den heimischen Arbeitsmarkt, sondern die Umwelt wird aufgrund entfallender, oft weiter Transportwege nochmals geschont.

Woran erkennt der Käufer Öko-Mode

Zertifizierte Öko-Mode erkennt man an den entsprechenden Labels. Diese werden von unabhängigen Prüforganisationen und Labors vergeben, die die komplette Produktionskette genau untersuchen. Viele Firmen haben mittlerweile Öko-Mode im Sortiment und selbst Grosshandelsketten führen ökologisch produzierte Kleidung in ihrem Angebot. Es gibt aber auch mehr und mehr auf Öko-Mode spezialisierte Geschäfte und Onlineshops.