Mit Hundestärken durch die Natur: Husky-Abenteuer in der Schweiz

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Mit dem Befehl «go,go,go» beginnt die aufregende Hundeschlittenfahrt, die für Teilnehmer ebenso wie für die Huskies immer wieder ein besonderes Erlebnis ist. Aber nicht nur die sichtliche Freude und Kraft der Tiere lässt sich bei dem rasanten Abenteuer bewundern, sondern auch wunderschöne Naturkulissen.

Schlittenhundfahrten in der Schweiz: Anbieter für Husky-Abenteuer
Foto: © Huskystuff GmbH

In der Schweiz gibt es bereits zahlreiche Anbieter, mit denen man in ein Husky-Abenteuer starten kann. Von Touren, die nur wenige Stunden dauern, bis zu mehrtägigen Events ist für jeden Interesssierten etwas dabei. Teilweise darf man auf der rasanten Fahrt sogar selbst als Musher, also als Hundeschlittenführer, die Huskies lenken.

Alles dreht sich um Schlittenhunde im Husky Camp Muotathal

In der Erlebniswelt Muotathal bekommt man diverse Möglichkeiten, mit Schlittenhunden etwas zu erleben. 30 Siberian Huskies warten hier darauf, dass sie in Aktion treten dürfen. Die Erlebniswelt bietet mit einem grossen Freizeitangebot, Hotel, Restaurant und Konferenzmöglichkeiten zahlreiche Aktivitäten für Hundebegeisterte wie Hundeschlittenfans. Vom ausgiebigen Kennenlernen der intelligenten und ausdauernden Tiere im Gehege – sehr gut für Familien mit Kindern oder Schulklassen geeignet – über Ausflüge bis hin zum Musher-Kurs.

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Schlittenfahrt in die Abenddämmerung mit Huskies in Oberwald

In Oberwald bei «Huskytouren-Grütter» finden Schlittenhunde-Trekkings regelmässig mit vier verschiedenen Gespannen statt, die je von neun bis zehn Huskies gezogen werden.

Neben der einfachen Tagestour bietet das Team die Möglichkeit, an einer Schlittenfahrt in der Abenddämmerung teilzunehmen. Nachdem Sie mit dem rasanten Schlitten die Landschaft entdeckt haben, wartet ein gemütlicher Fondueplausch auf Sie. Eine einzigartige Zugabe ist die Übernachtung im Fass. Auch ein Saunafass steht zur Verfügung, um sich in kalten Nächten so richtig aufzuwärmen. Foto: © HUSKYTOUREN-GRÜTTER

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Zu den Ausflügen zählen verschieden lange Touren. Aber nicht nur auf Kufen kann man mit den Schlittenhunden das Muotathal entdecken. Denn die zutraulichen Vierbeiner sind ebenso tolle Begleiter bei abendlichen Trekkingtouren unterm Sternenhimmel mit nachfolgender Hüttennacht. Und auch beim Schneeschuhwandern sind die Siberian Huskies freundliche Begleiter.

Breites Angebot an Schlittenhundefahrten in der ganzen Schweiz

In Speicherschwendi AR hat sich die Familie Hanselmann auf Malamuts spezialisiert. Dabei handelt es sich um die grösste und kräftigste Rasse an Schlittenhunden. Wie bei allen Anbietern, steht auch hier ein gründliches Kennenlernen der stürmischen Vierbeiner an, bevor es auf die Schlittenhundefahrt geht. Bei Familie Hanselmann werden für Einzelpersonen, Familien und für bis zu acht Teilnehmer von Mittwoch bis Sonntag verschiedene Husky-Touren durchgeführt. Übrigens auch im Sommer und im Herbst, dann allerdings auf Rollen statt auf Schlitten.

Schlittenhundefahrten im Berner Oberland gibt es bei Husky Adventure. Bei den zweitägigen Workshops inklusive Übernachtung und Verpflegung ist ein ausführlicher theoretischer Teil am ersten Tag angesagt, bevor es mit zwei- oder vierspännigen Schlitten ab in das Schlittenhunde-Vergnügen geht. Optional kann der Workshop auch als Tagesevent gebucht werden.

Birve Kennel ist ein weiterer Anbieter von Schlittenhundfahrten in der Schweiz, genauer, der Innerschweiz, und zwar in Wilen. Ein- oder zweitägige Touren, auch ausserhalb der Winterzeit, sind hier im Programm. Elias Birve bietet sowohl Passagierfahrten für kleine Gruppen an als auch Musher-Touren für Anfänger. Letzteres allerdings für maximal zwei Personen.

Darüber hinaus gibt es aber noch viele weitere Anbieter für Schlittenhundefahrten in der Schweiz. Einige zusätzliche davon finden Sie in der Bildergalerie weiter oben.

Was man bei Schlittenhundefahrten beachten sollte

Gerade im Winter ist das Hundeschlittenfahren vom Wetter abhängig. Zudem ist winter- und hundetaugliche Bekleidung Voraussetzung, um einen Tag mit den Schlittenhunden zu verbringen. Einige der Veranstalter legen zudem ein Mindestalter von sechs Jahren für Mitfahrer fest, mancher erlaubt Selbstfahrer erst ab einem Alter von 16 Jahren. Nach den genauen Bedingungen für eine Schlittenhunde-Tour erkundigen Sie sich am besten direkt beim jeweiligen Anbieter.

Ursprung der Schlittenhundefahrten

Schlittenhunde waren einst überlebenswichtige Partner, lebte man in Gegenden, in denen der Mensch im Winter von der Zivilisation abgeschnitten war. Erfunden von den Inuits auf Grönland und in Nordamerika, wurde der Hundeschlitten insbesondere im 19. Jahrhundert in den USA wie in Sibirien zu einem gängigen Transportmittel.

Heute findet man Schlittenhunde überall, wo es Schnee gibt. Gemeinsam haben die Tiere alle ihr dickes Fell, sehr viel Ausdauer und Spass an der Bewegung. Insgesamt gibt es vier spezielle Schlittenhunde-Rassen – Malamut, Grönlandhunde, Siberian Huskies und Samojede – und zwei, die aus Kreuzungen entstanden: Der Alaskan Husky und Hounds.

Autor: Jürgen Rösemeier-Buhmann