
Während E-Bikes boomen, gibt es klassische Velos immer weniger auf den Strassen. Doch die Umwelt hat trotzdem etwas davon. Weiterlesen

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Pendeln geht auf Kosten von Portemonnaie, Gesundheit und Umwelt. Ab 2013 wird es sogar noch teurer. Aber bleibt das Auto stehen, sieht die Bilanz gleich besser aus. Viele Initiativen helfen beim Umstieg auf öffentlichen Nahverkehr, Fahrgemeinschaften oder schlicht das Velo.
Mit dem Velo zur Arbeit hält fit und schont die Umwelt. Foto: ©iStockphoto.com / © diego cervo
Kaum jemand wohnt mehr dort, wo er arbeitet. Und immer mehr Menschen pendeln über immer weitere Entfernungen – je nach Strecke und Tageszeit in überfüllten Zügen oder auf verstopften Strassen. Die Mehrheit der Schweizerinnen und Schweizer fährt noch immer mit dem Auto zur Arbeit. Ein Viertel mit dem ÖV.
Die langen Wege verursachen hohe externe Kosten für die Gesellschaft, wie Luftverschmutzung oder Lärm. Und die stetig wachsende Mobilität hat ihren Preis, der ab 2013 noch stärker auf die Pendler abgewälzt werden soll. Die Mehrkosten für den Unterhalt und Weiterausbau der Autobahnen und Bahninfrastruktur will der Bundesrat dadurch finanzieren, dass ab 2013 die Preise für Bahnbillets, Autobahnvignetten sukzessive angehoben und der Steuerabzug für den Arbeitsweg herabgesetzt wird. Vor allem das Pendeln zu den Stosszeiten sowie über weite Strecken soll damit unattraktiver werden.
Angesichts der Tatsache, dass laut Arbeitslosenversicherungsgesetz jede Arbeit mit bis zu einem maximalen Arbeitsweg von jeweils zwei Stunden Hin- und Rückreise pro Tag als «zumutbar» gilt, sind Arbeitgeber zu loben, die sich an den Kosten des Arbeitsweges beteiligen. Zum Beispiel, wenn sie einen Beitrag an das ÖV-Abo der Mitarbeitenden leisten oder Fahr- oder Abholdienste organisieren. Einige unterstützen während der Arbeitszeit mit einem unpersönlichen Generalabonnement, Business Car Sharing oder mit eigenen E-Bikes, die zur Ausleihe stehen. Der Mobilitätsexperte am Institut für Tourismuswirtschaft an der Hochschule Luzern Roger Sonderegger empfiehlt: «Wenn immer möglich ÖV fahren und häufiges Umsteigen meiden, besser ein Stück zu Fuss gehen, oder Elektrovelo fahren. Das ist gesund, schnell, günstig, schwitzfrei und umweltfreundlich.»
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